Nach geplatztem WM-Kampf

Manuel Charr veröffentlicht negativen Dopingtest?!


Ende vergangener Woche erregte erneut ein positiver Dopingbefund die Gemüter innerhalb der Kampfsportwelt. In einer Urinprobe von Manuel Charr, seines Zeichens Boxweltmeister der WBA, wurden zwei anabole Steroide nachgewiesen, deren Fund zur Absage der fix terminierten Titelverteidigung des gebürtigen Libanesen führten. Vor allem der Betroffene selbst zeigte sich nach der Schreckensnachricht verwundert und beteuerte sofort, niemals verbotene Substanzen konsumiert zu haben und sich das Testergebnis nicht erklären zu können. Seine Unschuld wollte der Syrer nun mit einem für ihn stichhaltigen Dokument beweisen, was aber letztlich nicht klappte!

Wie Manuel Charr unter anderem zunächst auf Facebook erklärte, habe die Voluntary Anti Doping Association (VADA) eine Blutprobe, die am selben Tag entnommen wurde wie der mit anabolen Steroiden belastete Urin, negativ getestet.

In seinem Beitrag fordert der WBA-Weltmeister die Aufklärung der Situation. Demnach wolle er genau wissen, wie die Urinprobe verunreinigt werden konnte, wenn doch die Blutuntersuchung einen Negativbefund zeige. Der 33-Jährige kündigt im Zuge dessen an, weitere Maßnahmen einzuleiten, um die Angelegenheit aufzuschlüsseln.

Mittlerweile hat Manuel Charr seinen ursprünglichen Beitrag jedoch bearbeitet und eingeräumt, dass die Blutprobe lediglich auf HGH (Wachstumshormone) getestet wurde und es der VADA obliegt, welche Stoffe in der Untersuchung berücksichtigt werden. Es sei dennoch weiterhin sein Anliegen, aktiv an der Aufarbeitung des Falls mitzuarbeiten. 


WM-Kampf von Manuel Charr wegen Doping geplatzt!


Der Boxer hat also in der Zwischenzeit selbst gemerkt, dass ihn die Blutanalyse nicht entlastet. Hier wurde vom Labor, wie bereits erwähnt, nämlich ausschließlich auf HGH und nicht auf anabole Steroide getestet, was ganz einfach daran liegt, dass der Nachweis von Wachstumshormonen standardmäßig nicht über den Urin erfolgt. Dementsprechend sind die beiden unterschiedlichen Tests nicht widersprüchlich. Vielmehr ergänzen sie sich gegenseitig.

Um anabole Steroide nachzuweisen, greifen die Experten, anders als im Fall von HGH, auf eine Blutuntersuchung zurück. Das liegt schlichtweg darin begründet, dass speziell diese Art leistungssteigernder Substanzen im Blut deutlich länger ausfindig gemacht werden können. In Bezug auf A-Probe von Manuel Charr stellten die Dopingspezialisten Metaboliten von sowohl Drostanolon als auch Trenbolon fest.

Der positive Dopingtest von Manuel Charr hat demzufolge, anders als zwischenzeitlich vom Boxer selbst gegensätzlich kolportiert, weiterhin Bestand. Sein Kampf gegen Fres Oquendo, der am kommenden Samstag hätte stattfinden sollte, war aufgrund des überraschenden Befunds abgesagt worden. Dem 33-Jährigen bleibt jetzt nur noch die B-Probe, um seine Unschuld zu belegen. Glückt dem amtierenden WBA-Weltmeister dies nicht, dürfte ihm in naher Zukunft der Titel abgenommen werden!

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