New York Pro: Regan Grimes gewinnt Classic Physique!


Wer das Hardcore Bodybuilding innerhalb der letzten 24 Stunden nicht wirklich aktiv verfolgt hat – es ist ja schließlich Wochenende -, der dürfte zugegebenermaßen von der Überschrift leicht irritiert sein. Noch im Laufe der Woche hatte Regan Grimes im Interview mit RxMuscle erklärt, dass er seine Zukunft doch nicht in der Classic Physique, sondern in der offenen Klasse sehe. Er sei nach dem Abenteuer in Kuwait verwirrt gewesen und habe dementsprechend seine Aussagen im Affekt getroffen. Mehr als kurzfristig scheint es sich der gebürtige Kanadier dann aber wieder anders überlegt zu haben, zum Unmut vieler Zuschauer!

Zunächst muss festgehalten werden, dass David Hoffmann bei seinem Profi-Debüt im Rahmen der New York Pro eine überaus gute Figur gemacht hat. Der Weider Athlet war hart und überzeugte mit einer Linie, die besser nicht ins klassische Bodybuilding passen könnte. Verdientermaßen fuhr er das beste Ergebnis aller aus Deutschland teilnehmenden Athleten ein. Gerade aus Sicht der Fans zuhause hätte jedoch mehr, ja sogar ein Sieg für den 38-Jährigen drin sein müssen.

Im Endeffekt gewann aber mit Regan Grimes ein Athlet, der eigentlich noch vor einigen Tagen ganz deutlich ausgesagt hatte, in der offenen Klasse an den Start gehen zu wollen. In Bezug auf die Körperkomposition wäre dies wohl auch die bessere Entscheidung gewesen, darüber sind sich sehr viele neutrale Beobachter einig. Die Judges belohnten den gebürtigen Kanadier dennoch für seinen spontanen Entschluss und setzten Divine Wilson, vor zwei Wochen schon Zweiter bei der Pittsburg Pro, auf den zweiten Platz. Beide waren David Hoffmann speziell in der Rückansicht überlegen.


David Hoffmann, Regan Grimes und Divine Wilson im Kampf um den Titel.


Dass Regan Grimes die Classic Physique bei der New York Pro für sich entschied, war vielen Bodybuilding Fans ein Dorn im Auge. Demnach passe der 24-Jährige vor allem aufgrund seines massiven Unterkörpers nicht die neue Klasse und wirke vergleichsweise hölzern in den klassischen Posen. Trotz gekonnter Vakuum Pose und schmaler Taille sind unzählige Beobachter der Meinung, dass die IFBB sich mit der Wertung des kanadischen Bodybuilders selbst nicht an die eigenen Richtlinien gehalten habe, die in dieser Kategorie gelten sollten. Einige gehen dabei noch weiter und fordern, die Classic Physique wieder abzuschaffen.

Wie Regan Grimes es geschafft hat, das geforderte Gewichtslimit zu erreichen, ist ein ebenfalls heiß diskutiertes Thema. Seinem Coach Chris Aceto zufolge soll er 222 Pfund auf die Waage gebracht haben, David Hoffmann wiederum sei acht Pfund schwerer gewesen. Bei ähnlicher Größe wirkt der Kanadier aber im direkten Vergleich um einiges massiver und darüber hinaus nicht so hart wie sein deutscher Konkurrent. Es ist demzufolge nicht wirklich verwunderlich, dass vom einen oder anderen Beobachter der Verdacht gehegt wird, beim Wiegen sei eventuell ein Auge zugedrückt worden.

Ob David Hoffmann den Sieg verdient gehabt hätte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass Regan Grimes am Ende als Gewinner von der Bühne geht und sich für den Mr. Olympia qualifiziert, während der deutsche IFBB Pro lediglich die ersten Punkte sammelt. Laut eigener Aussage sehe der gebürtige Kanadier seine Zukunft nun doch in der Classic Physique, doch in der Nachbetrachtung dürfte klar geworden sein, dass die Halbwertszeit seiner Aussagen offenbar nicht allzu lang ist!

New York Pro 2018 – Top 3 Classic Physique

  1. Regan Grimes
  2. Divine Wilson
  3. David Hoffmann

Bilder: NPC News Online




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