Online Apotheken versenden u.a. Doping ohne Rezeptprüfung


Online Apotheken sind gefragter als je zuvor, denn mit wenigen Mausklicks kann man sich die gewünschten Medikamente teilweise extrem vergünstigt bis an die Haustüre liefern lassen. Durch die selbstständige Wahl des Anbieters garantiert man zudem in den meisten Fällen die Verfügbarkeit des Produkts und erfährt somit unter dem Strich deutlich mehr Vor- als Nachteile. Einige der Versandplattformen verhalten sich nach neusten Erkenntnissen jedoch nicht so sauber und verantwortungsbewusst wie gedacht!

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Testbericht.de hat insgesamt zehn Online Apotheken getestet und acht davon versendeten verschreibungspflichtige Medikamente ohne das Privatrezept, auf dem sowohl Arzt als auch Patient frei erfunden waren, einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Bestellt wurden zehn verschiedene Arzneimittel der Kategorien Psychopharmaka, Schmerzhemmer, Doping-, Potenz- und Beruhigungsmittel. Drei der getesteten Anbieter boten sogar eine Bezahlung auf Rechnung an.

Ein Problem hierbei sei laut Testleiter Daniel Brückner, dass Privatrezepte der gesetzlichen Krankenversicherung und demnach nahezu keiner formalen Beschränkungen unterliegen. Sie können deshalb in der Theorie auch auf einem weißen Blatt Papier ausgestellt werden. Die betroffenen Versandapotheken rechtfertigen sich vor allem damit, dass eine Prüfung von jährlich ungefähr 600 Millionen eingereichten Papierrezepten nahezu unmöglich sei. Man müsse das Privatrezept in seiner aktuellen Form aus unter anderem diesem Grund als verbesserungswürdig bezeichnen.

Ausweg aus der Misere könnte des bereits lange diskutierte elektronische Rezept sein, durch das sich die Missbrauchsfälle drastisch reduzieren ließen. Als Übergangslösung ist ein einheitliches Formular im Gespräch, das in Kombination mit einem TAN System die Sicherheit erheblich erhöhen könnte. Ein technischer Mehraufwand sei als gering  zu bezeichnen. Auch die allgemeine Praxis des Versands verschreibungspflichtiger Medikamente müsse hinterfragt werden. 

Obwohl das Bestellen verschreibungspflichtiger Substanzen in den meisten Fällen noch sehr leicht zu sein scheint, möchten wir zum Ende des Beitrags sagen, dass ein solches Verhalten strafbar ist. Zudem sprechen wir uns deutlich gegen den Medikamentenmissbrauch aus!
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Quellen:
welt.de/wirtschaft/article157662921/Online-Apotheken-versenden-oft-ohne-Rezeptpruefung.html
testbericht.de/publikationen/10-online-apotheken.html

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