Stimulans unter Beschuss: FDA warnt vor Koffeinpulver!


Koffein ist die weltweit am häufigsten konsumierte Stimulans, das steht wohl außer Frage. Es gibt kaum einen Ort, an dem sich nicht in irgendeiner Form an der wach machenden und zum Teil berauschenden Substanz bedient wird. Ob nun über Kaffee, grünen Tee, Energy Drinks, Pre Workout Booster oder Tabletten: jeden Tag führen Millionen von Menschen den aufputschenden Stoff zu, meistens ohne sich größere Gedanken darüber zu machen. Dass es in speziellen Fällen, gerade im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel, auch riskant und gefährlich sein kann, Koffein einzunehmen, ist nur den allerwenigsten Verwendern bewusst. Aus diesem Grund klärt die FDA aktuell darüber auf und äußert ihre Bedenken!

Pro Jahr soll eine Überdosierung von Koffein zum Tod einiger Menschen führen. Dennoch ist die reine Stimulans in Pulverform heutzutage ein weit verbreitetes Nahrungsergänzungsmittel, was sich aber in Zukunft ändern könnte – zumindest wenn es nach Meinung der FDA geht. Die amerikanische Behörde sieht sich nämlich gezwungen, reglementierend aktiv zu werden, da Koffein gerade in Großpackungen eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstelle. Deshalb wurde bereits Anfang April gegenüber Verbrauchern und Herstellern eine Warnung bezüglich der Bedrohung des aufputschenden Stoffs ausgesprochen.

Kauft man Koffein in Großpackungen, kann man durchaus den einen oder anderen Euro sparen, doch die prall gefüllten Beutel bringen auch eine gewisse Gefahr mit sich. Häufig wird sich bei der Dosierempfehlung auf ein volumetrisches Maß verlassen, sprich auf dem Etikett ist die Rede davon, beispielsweise ein Achtel des mitgelieferten Löffels pro Portion zu verzehren. Dass dies nicht unbedingt einfach abzuschätzen ist, sollte klar sein. Die FDA sieht darin sogar ein wesentliches beziehungsweise unnötiges Risiko, sich selbst Schaden zuzufügen. Zudem würden ebenfalls die Fabrikanten jenes Risiko billigend in Kauf nehmen, indem sie derartige Anweisungen geben und dazu passende Messutensilien beilegen würden.

Man stelle sich einmal vor, der Verbraucher verwechselt aus Versehen die Creatin- mit der Koffeindose und findet sich wenig später in einer absolut verheerenden Situation wieder. 


FDA warnt vor der Einnahme von SARMs


Man darf jedoch auch nicht vergessen, dass zahlreiche Konsumenten definitiv in der Lage sind, Koffeinpulver sicher und mit Verstand anzuwenden. Beispielsweise gibt es dutzende kosteneffektive Digitalwaagen, die auch im Milligrammbereich messen können und eine exakte Abwaage ermöglichen. Es würde demnach am meisten Sinn machen, auf diese Weise vorzugehen und nicht auf ungenaue Dosierlöffel zu verweisen.

Insgesamt betrachtet hält sich die FDA in ihren Aussagen ohnehin recht vage und lässt es vermissen, das Wort „übermäßig“ näher zu definieren. Produkte, die keine exzessive Menge an Koffein pro Einheit liefern, sollen nämlich nicht reglementiert werden. Wo hier die Grenze gezogen wird, ist allerdings nicht klar. Man gibt lediglich zu verstehen, dass darunter Supplements in Liquid- und Pulverform fallen und sich offensichtlich auf Großpackungen bezogen wird.

Nimmt man Tabletten mit Koffein oder gängige Pre Workout Booster als Beispiel heran, so ist ist durch deren Konsum sehr einfach möglich, die Menge der Stimulans zu kontrollieren und eine nicht gefährliche Dosis einzunehmen. Wird die FDA diese Supplements in Ruhe lassen oder ebenfalls regulierend eingreifen? Ein wenig scheinheilig muten die Aussagen der amerikanischen Behörde schon an, insbesondere wenn man bedenkt, dass es unzählige freiverkäufliche Medikamente gibt, mit denen man sich rein theoretisch umbringen könnte. Bei der Pharmaindustrie sieht man es dann letztlich aber scheinbar nicht ganz so eng.

Am Ende bleiben die Formulierungen der FDA mehr als nur unpräzise formuliert. Es wird zwar verdeutlicht, dass Koffein in Pulverform diverse Gefahren birgt, aber was man jetzt im Detail in welcher Menge regulieren möchte, ist eher weniger ersichtlich. Der Grundgedanke ist sicherlich gut gemeint, sollte dann aber auch auf andere Bereiche angewendet werden und nicht nur innerhalb der Supplementindustrie. Ob uns das Ganze überhaupt eines Tages betrifft, bleibt sowieso abzuwarten, da es sich bei der FDA wie gesagt um ein amerikanisches Organ handelt!

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