Tim Gabel rückt vom Veganismus ab


Tim Gabel erreichte nicht zuletzt durch Karl Ess einen hohen Grad an Bekanntheit als YouTuber und Fitnessmodel. Vor fast zwei Jahren schlug er auf die Ernährung bezogen einen ähnlichen Weg ein wie sein damaliger Mentor. Das scheint nun vorbei zu sein.

Da sich aufgrund des Themas des Videos nun zwei verschiedene Lager bilden könnten, wobei die eine Partei sich in ihrem Fleischkonsum bestätigt und die andere Partei sich eher auf den Schlips getreten fühlen könnte, formuliert Tim seine Gedanken in mehr als einer halben Stunde Zeit deutlich aus.

Veganer war Tim seit April 2014. Das kam so, dass er täglich Unmengen an Fleisch aß und sein Stiefvater, der Arzt ist, ihn darauf aufmerksam machte, dies könnte eventuell nicht allzu gesund sein. Er ließ sich im Zuge dessen regelmäßig durchchecken und die Tendenz ging eher dahin, dass der hohe Fleischkonsum eher negativ als positiv zu sein schien. Statt weiterhin moderat Fleisch zu essen, hörte Tim komplett auf, da er – wie er selbst sagt – nur schwarz oder weiß gesehen hat.

Anfänglich profitierte er auch von der veganen Ernährung. Er schlief weniger, war trotzdem fitter und steigerte sich im Training. Das passiere laut ihm bei jeder Form der Ernährungsumstellung. Natürlich hatte sich Tim im Vorfeld über diverse, potenziell auftretende Mängel informiert. Dazu gehörte auch der Mangel an Vitamin B12, welches er daraufhin supplementierte. Trotz der Supplementation jedoch hatte er einen Mangel, den er selbst erst viel später bemerkte.

Er möchte jetzt seine Einstellung nicht komplett über den Haufen werfen und wieder Unmengen an Fleisch konsumieren. Trotzdem muss er den Umstieg als öffentliche Person thematisieren, auch wenn er jetzt nie der dogmatische Veganer war.

Grundsätzlich hat jeder das Recht auf Genuss, man darf andere Lebensformen dabei aber nicht mehr als nötig einschränken. Hier gibt es natürlich extreme Unterschiede zwischen einer Hähnchenbrust aus dem Discounter und einem freilaufenden Huhn, das nicht sittenwidrig geschlachtet wurde. Tim geht hier auf den ganzen Prozess der Verarbeitung von Billigfleisch ein und spricht Themen wie Antibiotikagabe und schlechte Fütterung an.

Auch auf die Nachteile von Wurstwaren kommt er zu sprechen, was für die meisten aber nichts Neues sein sollte. Außerdem hat ein hoher Fleischkonsum auch große ökologische Auswirkungen. Man müsse sich einmal vorstellen, wie viel Wasser und Getreide für die Fleischherstellung verbraucht werden.

Unter dem Strich sollte man als Nicht-Veganer immer die Fleischqualität und die Frequenz, in welcher man Fleisch ist, kritisch hinterfragen. Nicht vegan zu leben heißt nicht, dass man jeden Scheiß essen muss. Natürlich darf man laut Tim auch mal aus Genussgründen ein Eis essen, aber man sollte es, wie bei allem, nicht übertreiben.


Bei Interesse könnt ihr euch das 35-minütige Video natürlich auch noch selbst auf YouTube zu Gemüte führen!




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