Dave Palumbo reagiert

Warum werden keine neuen Steroide mehr entwickelt?


Vorab: Wir sind keine Befürworter des Steroidkonsums. Der durchschnittliche Studiogänger sollte in der Lage sein, mit Hilfe von intelligentem Training auch ohne Steroide gute Resultate zu erbringen. Die gesundheitlichen und auch rechtlichen Risiken werden dem Nutzen in den meisten Fällen nicht gerecht. Zumindest solange du kein Schauspieler oder Profisportler bist, bei denen große Geldbeträge auf dem Spiel stehen.


Während die essenzielle Bedeutung von Training und Ernährung in der Welt des Kraftsports und des Muskelaufbaus unumstritten ist, gehört gerade auf höchster Wettkampfebene auch der illegale Missbrauch von leistungssteigernden Mitteln wie Steroiden und anderen anabolen Substanzen zum Tagesgeschäft. Auch wenn die rechtlichen und gesundheitlichen Risiken hinreichend bekannt sind, beschäftigen sich viele Athleten mit der Beschaffung und Verwendung derartiger Hilfsmittel. Doch die Entwicklung dieser Substanzen scheint besonders in den letzten Jahren etwas zum Erliegen gekommen zu sein.

So wurde auch RxMuscle Gründer Dave Palumbo, der in den 90er Jahren selbst zu den massivsten Bodybuildern gehörte und sich in der Zwischenzeit als erfolgreicher Coach versuchte, von seinem Publikum gefragt, warum es keine neuen Substanzen mehr auf dem Markt gebe. Wenn sich einer mit den Hintergründen auskennt, dann der Mann, der selbst zahlreiche Erfahrungen an sich und seinen Athleten gesammelt hat und sogar Beiträge mit Insiderinformationen zum Schwarzmarkt von anabolen Steroiden veröffentlichte.


So funktioniert das mexikanische Geschäft mit Steroiden!


In seiner Antwort auf die Frage, die ihm im Zuge seiner Sendung „Ask Dave“ gestellt wurde, führt der ehemalige Schwergewichtsbodybuilder aus, dass es tatsächlich kaum Neuerungen auf dem Gebiet der anabolen Steroide gebe. Grund dafür sei, dass diese Art der leistungssteigernden Mittel ohnehin seit Jahrzehnten erfolgreich zur Therapie beim Menschen verwendet werde und als verschreibungspflichtiges Medikament außerdem nicht auf legalem Wege in größeren Mengen ohne Rezept zu bekommen sei.

Heutzutage werde in der klinischen Praxis sowieso fast ausschließlich Testosteron in verschiedenen Estern mit großem Behandlungserfolg verwendet, was die Entwicklung neuartiger Steroidhormone überflüssig mache. Wenn überhaupt, kämen die Rohstoffe für Schwarzmarktprodukte davon abgesehen aus China und basieren auf den Entwicklungen der Pharmaindustrie. Während diese laut Palumbo zwar in den letzten Jahren nach neuen Formen des Testosterons geforscht habe, habe man kaum andere Hormone unter das Mikroskop genommen.

Wenn man so will, gebe es dennoch innovative „Neuigkeiten“ im Bereich von Peptid- und Proteohormonen wie IGF-1. Hier sei der Forschungsbedarf noch nicht völlig ausgeschöpft. Potenzial für neue Produkte sieht der RxMuscle Gründer auch in Selektiven Androgen Rezeptor Modulatoren, kurz SARMs. Während er in den aktuellen Produkten dieser Kategorie keinen großen Mehrwert im Vergleich zu den bewährten anabolen Steroiden sieht, sei er selbst gespannt auf die nächste Generation von SARMs, die die Forschung hervorbringen könnte.


Das sind SARMs und so wirken sie!


Als den nächsten großen Durchbruch sieht der 2004 wegen des Handels mit Wachstumshormonen verurteilte Ex-Bodybuilder die Gruppe der Myostatin Inhibitoren. Myostatin ist ein Gen im Körper, welches uns evolutionär bedingt vor der Ansammlung zu großer Muskelmassen schützen soll. Dieses Gen für längere Zeit erfolgreich zu hemmen oder gar auszuschalten, berge große Hoffnungen in der Welt des Bodybuildings. Er selbst sieht die Vorstellung jedoch als kritisch und sogar angsteinflößend, seine Erbanlagen dauerhaft zu verändern.

Schlussendlich sei es einzig und allein so schwer, neue leistungssteigernde Mittel zu entwickeln, da die bestehenden Substanzen schon sehr gut funktionieren. Man brauche sich nur ansehen, welche Ausmaße die aktuellen Athleten erreichen, um zu verstehen, dass Steroide, Wachstumshormone und IGF-1 extrem gut funktionieren. Man könne höchstens die Effektivität und das Verringern von Nebenwirkungen weiter verbessern. 



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