Wer gewinnt die Arnold Classic Australia? - Gannikus.com

Brandon Curry rausWer gewinnt die Arnold Classic Australia?

Um direkt auf die Frage aus dem Titel einzugehen: Brandon Curry wird es definitiv nicht sein. Ja, der US-Amerikaner wurde erst kürzlich noch auf der Teilnehmerliste für die Arnold Classic Australia geführt, hat aber inzwischen offiziell mitgeteilt, wider Erwarten nicht anzutreten. Da der 36-Jährige schon vor circa eineinhalb Wochen in Columbus siegreich war, galt er selbstverständlich auch als Topanwärter auf den Sieg im australischen Melbourne. Wer den Wettkampf nun gewinnen wird, darüber lassen sich derzeit nur Spekulationen anstellen, allerdings gibt es gleich ein paar Athleten, die das Zeug dazu hätten!

Dass Brandon Curry nicht bei der Arnold Classic Australia 2019 startet, ist zwar aus Sicht der australischen Fans nicht unbedingt die glücklichste Entscheidung, doch nachvollziehbar ist sie dennoch. Der aktuell von Scitec Nutrition gesponserte IFBB Pro nimmt sich erst einmal Zeit für seine Familie, die aufgrund des erneut langen Aufenthalts in Kuwait zu kurz kam. Für die Vorbereitung auf den Mr. Olympia 2019 wird es den Arnold Classic Champion zum wiederholten Mal in den Wüstenstaat ziehen. Qualifiziert für das prestigeträchtige Event im kommenden September war er dank seines fünften Platzes aus dem Vorjahr bereits vor dem Triumph in Columbus.

Nach seiner gelinde gesagt ausbaufähigen Leistung in den USA steht Roelly Winklaar nicht gerade an erster Stelle, wenn es um einen Sieg bei der Arnold Classic Australia geht. Nichtsdestotrotz hat der holländische IFBB Pro den Wettkampf im letzten Jahr für sich entschieden und das ungeachtet der Tatsache, dass die Form in Columbus zuvor ebenfalls verbesserungswürdig war. Damals auf den zweiten Platz verdrängt wurde William Bonac, der sich vor anderthalb Wochen gegen Brandon Curry geschlagen geben musste, obwohl die Konditionierung in Columbus eigentlich „on point“ war. Der aus Ghana stammende Bodybuilder dürfte alles daran setzen, am Wochenende nichts anbrennen zu lassen, vor allen Dingen, weil Hauptkonkurrent Curry in Australien nicht mit von der Partie ist.


Brandon Curry und William Bonac in eigener Liga!


Auch Cedric McMillan bringt als einstiger Arnold Classic Sieger selbstverständlich das Potenzial mit, eine Pro Show wie die Arnold Classic Australia zu gewinnen. Anders als bei beispielsweise William Bonac hat der US-Army Instructor jedoch erhebliche Probleme damit, die Form auf den Punkt abzuliefern. Gerade deshalb ist der US-Amerikaner generell schwer einzuschätzen. An einem guten Tag könnte es ein glasklarer Triumph werden, an einem schlechten ein Platz außerhalb der Topränge.

Für eine Überraschung könnte Luke Sandoe sorgen, der in Columbus verblüffenderweise auf dem dritten Platz landete und sich damit endgültig auf den Radar von sowohl Experten als auch Konkurrenten bugsierte. Die Goldmedaille wird trotzdem schwer zu erreichen sein, selbst wenn sich der gebürtige Brite noch einmal verbessert präsentiert. Dafür müsste neben den üblichen Verdächtigen Roelly Winklaar und Cedric McMillan auch William Bonac patzen, wovon Stand jetzt nicht auszugehen ist.

Ebenso Außenseiterchancen kann man Josh Lenartowicz einräumen. Der gebürtige Australier ist der Lokalmatador und dementsprechend mit Heimvorteil ausgestattet. Ungeachtet der verhältnismäßig langen Pause vom Wettkampfsport zeigte er sich vor neun Tagen in den USA jedoch bei weitem nicht in Bestform. Hat der 35-Jährige an den nötigen Stellschrauben gedreht, ist er trotz dessen für eine Überraschung gut.

Keine Frage, von den Buchmachern würde sicherlich William Bonac die besten Chancen auf einen Sieg bei der Arnold Classic Australia eingeräumt bekommen. Der holländische IFBB Pro hat immerhin im vergangenen Jahr die Arnold Classic in den USA gewonnen und sich auch in diesem Jahr auf Rang zwei platziert. Sollte der 36-Jährige aber schwächeln, gibt es einige Athleten, die seine Favoritenrolle einnehmen könnten, weshalb man dem Event am Samstag durchaus mit Spannung entgegenfiebern kann. 

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