Blackline 2.0 #sinob im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Deutschland
Durchschnittspreis 31,90 €

Erfahrungsbericht zum Pre Workout Booster #sinob von Blackline 2.0

Shit it not our Business. Dafür steht die Abkürzung, die sich hinter dem Namen #sinob des deutschen Herstellers Blackline 2.0 verbirgt. Dieser Satz hat sich gleichzeitig zum Motto der gesamten Produktlinie gemausert, denn seien wir mal ehrlich, unnütze und schlecht aufgestellte Produkte gibt es genug auf diesem Markt. Man muss zugeben, dass das aber auch große Töne sind, die Blackline 2.0 da mit diesem Motto von sich gibt und ob der #sinob “No Bullshit Booster” wirklich so gut ist oder doch in die Kategorie “Shit” fällt, erfahrt ihr heute bei uns in der Review. Viel Spaß!


Verpackung

Wie die meisten Booster kommt Blackline 2.0 #sinob in einer schwarzen Dose. Im Gegensatz zu anderen Boostern ist der Hintergrund des Etiketts allerdings wie schon beim The Relevant festgestellt in dezenter Carbon Optik gehalten. Unter dem Produktnamen #sinob steht die Aussage „No Bullshit Booster“ Weiter unten gibt es dann 4 Aussagen:

  • 300 g Content
  • 10 Servings (10 g)
  • 400 mg Caffeine per Serving
  • D – Made in Germany

Im weitere Verlauf des Reviews werden wir noch auf die ein oder andere Aussage davon zu sprechen kommen.

Die Nährwerte und relevanten Inhaltsstoffe sind sauber und ordentlich in einer Tabelle mit den dazugehörigen Mengen pro 100 g, 10 g Portion angegeben Die Zutaten, Dosierung und Allergene finden wir dagegen in Textform auf Deutsch aber nicht auf Englisch wie beim zweiten Booster aus dem Hause Blackline 2.0 – The Relevant. Des Weiteren gibt man einen Warnhinweis, dass der Booster eine Koffeinmenge von 400 mg enthält, was 4 Tassen Filterkaffee entspricht und daher nicht für Minderjährige, ältere, Schwangere oder Stillende Personen geeignet ist. Ebenfalls finden wir auf der Rückseite zwei Siegel, die besagen, dass es sich hierbei um eine “brand new Formula” handelt und frei von Dopingsubstanzen ist. Ein bissen Webetext, inkl. Internetadresse darf natürlich auch nicht fehlen

Insgesamt wirkt die Blackline 2.0 #sinob Dose nicht besonders aufregend oder cool, liefert aber alle nötigen Informationen sauber und transparent auf Deutsch aufgelistet.

Das Design ist ganz okay, aber nichts super ausgefallenes


Inhaltsstoffe und Dosierung

Nährwerte 100 g Portion 10 g
Brennwert 1375 kj / 324 kcal 138 kj / 32 kcal
Fett 0,6 g 0,1 g
Kohlenhydrate 61,2 g 6,1 g
  • davon Zucker
4,0 g 0,4 g
Ballaststoffe 0,2 g 0,0 g
Eiweiss 0,2 g 0,0 g
Salz 0,21 g 0,0 g

 

Wasserlösliche Vitamine 100 g Portion 10 g
Vitamin C –  Ascorbinsäure 1600 mg / 2000% 160 mg / 200%
Vitamin B3 – Niacin 400 mg / 2500% 40 mg / 250%
Vitamin B5 – Pantothensäure 100 mg / 1667% 10 mg / 167%
Vitain B6 – Pyridoxin 25 mg / 1789% 2,5 mg / 179%

 

#sinob Matrix 100 g Portion 10 g
Taurin 8000 mg 800 mg
Glucoronolacton 5000 mg 500 mg
Koffein 4000 mg 400 mg
Beta-Alanin 2000 mg 200 mg
Schisandra Extrakt 2000 mg 200 mg
DMAE Bitartrat 1500 mg 150 mg
Bitterorangenschalenextrakt 1250 mg 125 mg
N-Acethyl-L-Tyrosin 1250 mg 125 mg
Rhodiola Rosea Extrakt 1250 mg 125 mg
Naringin 600 mg 60 mg

Inhaltsstoffe und Nährwerte des #sinob von Blackline 2.0

Kommen wir zunächst zu den Makronährstoffen. Nicht bei jedem Booster sind diese angegeben oder gar nötig, aber hier macht es definitiv Sinn, denn ein Kohlenhydratgehalt von 61,2% ist schon nicht ganz unerheblich. Dieser setzt sich hauptsächlich aus der ersten Zutat der Liste zusammen, dem Maltodextrin und hat hier keinen besonderen Zusatznutzen. Bei 6,1 g Kohlenhydraten pro Portion dient das Maltodextrin einfach nur dazu die Menge pro Portion auf eine glatte Zahl von 10 g zu bringen. Im Prinzip ist das nichts Schlimmes oder Ungewöhnlich, aber wenn über die Hälfte des Boosters aus billigem Maltodextrin bestehen, hätte man auch einfach die Portion verkleinern können und gerade Personen auf Diät, womöglich sogar Keto, überlegen sich sicher zweimal, ob sie sich die 6,1 g Kohlenhydrate pro Portion vor dem Training geben möchten. Daher ist das hier ein Minuspunkt. Für die Trainingsleistung, Pump, Fokus, etc. bringen einem 6 g Malto zumindest nicht sonderlich viel.

Was die Wirkstoffe angeht, haben wir eine Latte von 14 Substanzen in Blackline 2.0 #sinob, aber wie wir wissen heißt das noch Nichts für die Wirkung eines Boosters. Wir haben schon Booster mit wenigen Inhaltsstoffen gehabt, die sehr gut gewirkt haben und welche mit vielen Wirkstoffen, die ein Fehlgriff waren. Schauen wir uns die einzelnen Stoffe kurz an um abzuschätzen wie er theoretisch wirken sollte.

Vitamin C – auch Ascorbinsäure genannt, wird vor dem Training meist verwendet um den Cortisolspiegel zu verringern. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass Vitamin C ein Antioxidans ist. Das ist zunächst einmal eine gute Sache, allerdings gibt es Zeitpunkte, an denen man als leistungsorientierter Sportler eher keine Antioxidantien zu sich nehmen sollte, nämlich vor und nach dem Training. Während des Trainings produziert der Körper ganz bestimmte freie Radikale. Diese freien Radikale dienen dann als Signal für den Körper, dass er sich an den Trainingsreiz anpassen muss. Antioxidantien neutralisieren generell freie Radikale und können somit den Trainingsreiz vermindern. 160 mg sind das Doppelte des täglichen Bedarfs und können da schon ihre Wirkung entfalten. Ein zweischneidiges Schwert also.

Vitamin B3 – auch Niacin, bzw. Nicotinsäure genannt kommt häufiger in Pre-Workout Boostern vor. Dieses Vitamin macht nun in gewisser Weise das Gegenteil vom Vitamin C und fördert den oxidativen Stoffwechsel, der beim Training stattfindet und somit indirekt die Adaptation an einen Trainingsreiz. Außerdem kann es die Muskelausdauer verbessern. Interessant ist auch, dass Niacin zu einem so genannten „Flushing Effekt“ führen kann, der zu einem warmen Gefühl auf der Haut von Gesicht und Händen führt. Ähnlich wie Beta-Alanin setzen Hersteller daher oft Niacin ein um eine gewisse „Sofortwirkung“ herbeizuführen, die den Konsumenten glauben lässt, es passiere jetzt etwas ziemlich Abgefahrenes im Körper, dabei ist es nur eine Nebenwirkung. Dafür reichen die 40 mg aus dem #sinob aber bei weitem nicht aus.

Pantothensäure – auch bekannt als Vitamin B5, ist ein wichtiger Stoff bei der Produktion von Coenzym A. Dies wiederum ist ein essentielles Element bei der Energiebereitstellung im Körper und ein Mangel dieses Coenzyms kann zu einer verminderten Trainingsleistung führen. Studien haben allerdings gezeigt, dass synthetisches Vitamin B5 aus Supplementen nicht sehr effektiv ist um den Coenzym A Spiegel anzuheben.

Vitamin B6 – heißt mit wissenschaftlichem Namen auch Pyridoxin und ist ein essentielles Vitamin für über 100 Reaktionen im Körper. Es ist hauptsächlich im Proteinstoffwechsel involviert. Außerdem ist es ein wichtiger Cofaktor für die Aktivität des Enzyms „L-dopa decarboxylase“, welches L-DOPA in aktives Dopamin umwandelt. Vitamin B6 wirkt hier also synergistisch zum ebenfalls eingesetzten N-Acetyl-L-Tyrosin.

Taurin – ist eine semiessentielle Aminosäure, die man in höheren Konzentrationen z.B. in Fleisch und Fleischprodukten findet. Außerdem kommt sie bei den meisten Energy-Drinks zum Einsatz, da sie zusammen mit Koffein synergistische Effekte erzielt. Die 800 mg im #sinob sind zwar etwas gering dosiert aber für einen Booster zweckmäßig.

Glucuronolacton – Finden wir immer öfter in Pre Workout Boostern und ist schon seit Jahren durch seinen Einsatz in Energy Drinks bekannt.  Es kann die Blutgefäße vor oxidativen Schäden schützen und krebshemmend wirken. Hauptgrund für den Einsatz dieser Substanz ist jedoch seine synergistische Wirkung zu Koffein und Taurin, welche wir ebenfalls im #sinob Booster finden.

Koffein – ist in so ziemlich jedem Booster enthalten, was es uns schwer macht immer wieder neue Worte dafür zu finden. Im #sinob ist es sicherlich DER Hauptwirkstoff und wird dementsprechend auch auf dem Etikett angepriesen. Für alle die es aber noch nicht wissen, Koffein besetzt die Adenosinrezeptoren im Gehirn, sodass Adenosin nicht mehr andocken kann. Der eigentlich für diese Rezeptoren vorgesehene Stoff ist ein Metabolit der im Körper eine Erschöpfung der Energievorräte anzeigt. Blockiert nun etwas wie Koffein diese Rezeptoren, kann Adenosin nicht mehr andocken und seine müdemachende Wirkung entfalten. Nimmt man allerdings häufiger Koffein zu sich, bildet der Körper einfach mehr Rezeptoren damit Adenosin wieder Platz hat. Die Folge: man gewöhnt sich an Koffein und muss immer mehr davon nehmen und den gewünschten Wachheitseffekt zu spüren. 400 mg sind dabei schon eine sehr heftige Dosis und wer davon nichts spürt, der sollte entweder dringend eine Stimulanzien Pause einlegen oder es lieber gleich bleiben lassen.

Beta Alanin – ist dafür bekannt ein Kribbeln auf der Haut auszulösen. Es verbindet sich im Körper mit der Aminosäure Histidin zu Carnosin, welches den niedrigen pH-Wert durch die gesteigerte Milchsäureproduktion während des Trainings abpuffern soll. Bei dieser Verbindung bleibt das biogene Amin Histamin übrig, was dann das berühmte Kribbeln auslöst. Die gängige Tagesdosis für Beta Alanin liegt bei 2 bis 5 g. Damit die Carnosinspeicher optimal gefüllt werden, ist es von Vorteil, die tägliche Dosis auf kleinere Einzeldosierungen aufzuteilen. Grund dafür ist, dass Beta-Alanin mit anderen Aminosäuren, wie Taurin, um die Rezeptoren für die Aufnahme im Darm und über die Blut-Hirn-Schranke konkurriert und auch die Carnosin-Synthese nicht beliebig schnell von statten geht. Viel ist also pro Dosis gar nicht nötig, aber um voll von den Vorteilen von Beta Alanin profitieren zu können reicht eine einmalige Aufnahme eben nicht aus. Auch nicht bei 5 g pro Portion. Im #sinob No Bullshit Booster von Blackline 2.0 finden wir jedoch gerade mal mickrige 200 mg dieses Stoffes und die machen so gut wie gar nichts im Körper. Nicht einmal ein Kribbeln ist davon zu erwarten. Es sieht lediglich schön auf dem Etikett aus, mehr nicht.

Schisandra Extrakt – ist der Extrakt der Beere des „chinesischen Spaltkörbchens“ und wird auch „Wohlfühlbeere“ genannt. Seinen bioaktiven Inhaltsstoff, das Schizandrol A kennen einige alte Hasen von euch noch aus dem originalen Jack3D. Es soll für ein wohltuendes Gefühl und mentale Leichtigkeit sorgen, Cortisol senken und Angstzustände lösen. Damit ist Schisandra in die Gruppe der sogenannten Adaptogene einzuordnen. 200 mg sind hier je nach Schizandrol A Gehalt eine vernünftige Dosierung.

Dimethylaminoethanol Bitartrat – besser bekannt unter seiner Abkürzung DMAE (nicht DMAA !!!) ist ein cholinspendendes Molekül und stellt damit im Gehirn den Neurotransmitter Acetyl Cholin bereit. Dieser Neurotransmitter sorgt wiederum für eine gesteigerte Konzentration und Fokus. Allerdings besteht hier wie beim Koffein auch ein gewöhnungseffekt. Für Menschen, die bisher kein DMAE oder andere Cholindonoren genommen haben, könnten die 150 mg gerade so ausreichen. Für Krieger unter uns, die es regelmäßiger nehmen ist die Dosis aber nur ein tropfen auf den heißen Stein.

Bitterorangenschalenextrakt – auch Citrus Aurantium genannt, ist hauptsächlich der Lieferant für Synephrin. Synephrin ist ein Stoff mit struktureller Ähnlichkeit zum verschreibungspflichtigen Ephedrin, jedoch wesentlich schwächer in seiner Wirkung. Die Substanz ist hauptsächlich als „Fat Burner“ bekannt, da 50 mg P-Synephrin in der Lage sind, einen zusätzlichen Energieverbrauch von 65 kcal in einem Zeitraum von 75 Minuten herbeizuführen. Da wir jedoch nicht wissen, wie viel Synephrin dieser Extrakt genau enthält, können wir auch kaum sagen, ob die Dosierung sinnvoll ist. 125 mg Citrus Aurantium sind hier im Vergleich zur Konkurrenz aber ebenfalls recht gering dosiert.

N-Acetyl L-Tyrosin – ist die acetylierte Form der Aminosäure Tyrosin, die im lebenden Organismus zu L-DOPA, dem Prekursor des Glückshormons Dopamin umgewandelt wird. Dopamin wiederum wird über mehrere Einzelschritte erst zu Noradrenalin und dann zu Adrenalin umgewandelt. Damit dient L-Tyrosin als wichtiges Substrat zur Herstellung der Katecholamine, die die Wachheit und Energiebereitstellung erhöhen. Die Dosierung von 125 mg ist hier aber zu wenig um einen spürbaren Effekt zu erzielen. Normalerweise liegen die Dosierungen für diesen Stoff bei 1000 bis 2000 mg, also locker dem 10-fachen.

Rhodiola Rosea – ist wie Schisandra ein Adaptogen der traditionellen chinesischen Medizin und ist ursprünglich ein Kraut aus Skandinavien. Ihm wird nachgesagt, die körperliche und geistige Vitalität zu verbessern. In Studien wurde gezeigt, dass es die Ermüdung und Erschöpfung durch anhaltende Stresssituationen reduzieren kann. Außerdem wirkt Rhodiola Rosea neuroprotektiv und hat gezeigt, dass es die Langlebigkeit erhöhen kann. Um eine Aussage über die Dosierung treffen zu können wäre es interessant zu wissen auf welchen Gehalt an Rosavin, dem aktiven Inhaltsstoff der verwendete Extrakt standardisiert ist. Vergleicht man die Menge jedoch mit der Konkurrenz sind 125 mg auch eher wenig. Im neueren Booster des deutschen Herstellers Blackline 2.0 “The Relevant” ist es beispielsweise mit satten 400 mg in der großen Portion dosiert und wir können davon ausgehen, dass es sich hier um den selben Extrakt handelt.

Naringin – Ist einer der Bitterstoffe aus der Grapefruit, die für die bioverfügbarkeitssteigernden Effekte dieser Frucht verantwortlich sind. Daher sollte man viele Medikamente auch nicht mit Grapefruitsaft einnehmen. Hier ist es wahrscheinlich nochmal isoliert eingesetzt um einen noch größeren Effekt zu erzielen. Allerdings verstärkt Naringin auch den eben angesprochenen fettverbrennenden Effekt des Synephrins aus dem Citrus Aurantium, wodurch hier die geringe Dosierung dennoch potent ausgenutzt werden kann.

Beim Blick auf die Inhaltsstoffe und Dosierungen scheint #sinob nicht sonderlich gut durchdacht zu sein.

Insgesamt wirkt die Zusammensetzung des #sinob von Blackline 2.0 nicht sonderlich sinnvoll und ist in den meisten Fällen auch unterdosiert. Das Koffein ist jedoch so hoch dosiert, dass man sicherlich keine 2 oder 3 Portionen nehmen sollte um bei den anderen Inhaltsstoffen auf vernünftige Dosierungen zu kommen. Es scheint als sei #sinob nur um das Koffein herum aufgebaut und alles was dies nicht unterstützt ist einfach unterdosiert und nur da um auf dem Etikett gut auszusehen. Zumindest so unser erster Eindruck, wie die ganzen Stoffe allerdings harmonieren und zusammenwirken, sehen wir immer erst nach der Einnahme.

Inhaltsstoffe des Blackline 2.0 #sinob:

Maltodextrin, Säuerungsmittel Citronensäure, Taurin, Glucuronolacton, Aroma, Koffein, Beta-Alanin, Schisandra Extrakt, L-Ascorbinsäure (Vitamin C), DMAE Bitartrat, N-Acetyl -L-Tyrosin, Rhodiola Rosea Extrakt, Bitterorangenschalen Extrakt, Farbstoff Beta-Carotin (1%ig), Naringin, Süßungsmittel Sucralose, Niacin (Vitamin B3), Calcium-D-Pantothenat (Vitamin B5), Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B6), Farbstoff Patent Blau.


Einnahme

Der deutsche Hersteller Blackline 2.0 empfiehlt auf der Rückseite der Dose folgende Verzehrempfehlung:

“Dosierung: 10 g Pulver und 300 ml kaltes Wasser in den Mixbecher geben, 20 Sekunden lang schütteln und ca. 30 Minuten vor dem Training trinken.”

Die 20 Sekunden sind insofern nötig, dass sich einige der Inhaltsstoffe nicht sofort auslösen. Entweder man nimmt sich diese Zeit zum Shaken oder lebt eben mit ein paar Krümeln auf dem Boden. Ansonsten gibt es daran nichts auszusetzen.


Geschmack

Für unseren Test verwendeten wir die Geschmacksrichtung Orange des Blackline 2.0 #sinob und können uns deshalb auch nur darauf beziehen. Ansonsten gibt es aber auch noch die Geschmacksrichtung “Saurer Apfel” zur Auswahl.

Der angemischte Shake hat eine orange-braune Farbe und sieht nicht wirklich lecker aus. Dazu passt auch der Geschmack, der zwar süß und etwas fruchtig ist, aber mit vielen bitteren Nebengeschmäckern durch die Pflanzenextrakte kommt. Hier muss man also definitiv sagen, dass der Booster kein Gaumenschmaus ist. Einer unserer Tester bekam aufgrund des Geschmacks sogar eine Gänsehaut. Wären die bitteren Inhaltsstoffe, die schwer zu übertönen sind gut dosiert, könnte man sagen, dass man eben den Kompromiss aus durchdachten Zutaten und angemessenen Dosierungen eingehen muss. Dies war beispielsweise beim The Relevant von Blackline 2.0 der Fall. Aber da #sinob zur Hälfte aus Maltodextrin besteht, hätte man den Geschmack unserer Meinung nach echt deutlich besser hinbekommen können.

Die Löslichkeit ist gut, der Geschmack allerdings katastrophal.


Wirkung

Beim Blick auf die Inhaltsstoffe und deren Dosierungen ist uns aufgefallen, dass der Hauptwirkstoff im Blackline 2.0#sinob zweifelsfrei das Koffein ist und die meisten der restlichen Zutaten so aufgestellt sind, dass sie das Koffein in der Wirkung unterstützen. Alles was dazu nicht beiträgt ist zumindest aus analytischer Sicht ziemlich stark unterdosiert oder nutzlos. Man kann auch schon von vornherein sagen, dass dieser Booster nicht dafür konzipiert ist, einen brutalen Pump oder mehr Kraft abzuliefern, denn an entsprechenden Wirkstoffen mangelt es völlig. Es soll einzig und allein “knallen”, “scheppern” und wach machen, zumindest laut Zutatenliste.

Leider bewahrheitet sich dieser Befund nach der Einnahme, denn das Einzige was man wirklich merkt ist das Koffein. Da es hier mit 400 mg ziemlich hoch dosiert ist, tritt die Wirkung auch sehr plötzlich und hart ein. Rein subjektiv scheinen die 125 mg Rhodiola Rosea auch nicht viel daran zu ändern, denn in ausreichender Dosierung macht es die Koffeinwirkung etwas smoother und angenehmer ohne ein zittriges Gefühl auszulösen. Allerdings konnten die Nebenwirkungen des vielen Koffeins ein wenig durch den Shisandra Extrakt abgemildert werden, denn der lässt einen ein wenig wohler fühlen und kann die Anspannung etwas auflösen.

Sicherlich, jeder von uns hat eine andere Gewöhnung an Koffein und reagiert anders auf dieses Stimulanz. Da aber im Prinzip nicht viel mehr als das enthalten ist, würde man den selben Effekt quasi auch mit ein paar Tassen Kaffee, Koffeintabletten oder Energy Drinks erreichen und die dürften auf jeden Fall angenehmer in der Einnahme sein. Besser schmecken als Blackline 2.0#sinob tun die genannten Dinge allemal.

Fairerweise müssen wir gestehen, dass Blackline 2.0 zuerst den #sinob und erst danach den “The Relevant” herausgebracht hat. Den zweiten von beiden hatten wir bereits im Test und er kam durchaus gut dabei weg. Blackline 2.0 hat also definitiv aus den Fehlern vom #sinob gelernt und es beim The Relevant deutlich besser gemacht. Der #sinob Booster ist aus unserer Sicht zwar ziemlicher Murks, aber zumindest war man dazu bereit sich das einzugestehen, was nicht bei jedem Hersteller der Fall ist. Daher soll dies keine generelle Kritik am Hersteller sein, eher ein Lob!


Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis für eine Dose Blackline 2.0#sinob liegt bei 31,90 € und liefert je nach Dosierung 30 Portionen. Damit liegt der Preis pro Einnahme bei ca. 1,06 €.

Im Vergleich zu anderen Boostern ist dieser Preis recht niedrig. Allerdings muss man sagen, dass der #sinob Booster von Blackline 2.0 nicht viel mehr kann als ein paar Tassen Kaffee und dazu noch zu etwa der Hälfte aus Maltodextrin besteht und dann auch noch ziemlich scheiße schmeckt. Gut, wer keinen Kaffee mag und ansonsten mit dem Geschmack von #sinob zurecht kommt, der ist auf jeden Fall billiger unterwegs als mit 5 Dosen Red Bull, aber davon abgesehen halten wir den Preis dennoch für ungerechtfertigt.

Der Booster # sinob von Blackline 2.0 ist in unserem Test leider durchgefallen.


Fazit

“Shit is not our Business” lautet der ausgeschriebene Name des #sinob Pre Workout Boosters von Blackline 2.0 und dieser Name wandelte sich zum Motto der ganzen Produktlinie. Nun, für den Rest der Produkte mag das vielleicht zutreffen, aber in unserem heutigen Test hat der #sinob definitiv auf ganzer Linie versagt. Im Prinzip basiert die Wirkung einzig und allein auf einer sehr hohen Dosis an Koffein, wobei die restlichen Stoffe dies unterstützen sollen oder einfach nur auf dem Etikett auftauchen, ohne aber nennenswert dosiert zu sein. Darüber hinaus besteht das Produkt zu gut der Hälfte aus billigem Maltodextrin, was bekanntlich keine großartige Wirkung bringt und dem Hersteller auch so gut wie keine Kosten verursacht. Und dabei schmeckt der Booster auch noch ziemlich schlecht.

Doch fairerweise müssen wir sagen, dass Blackline 2.0 aus diesen Fehlern gelernt hat. Denn das zweite Pre Workout Produkt des deutschen Herstellers “The Relevant” hat in unserem Test bereits ziemlich gut abgeschnitten. Scheinbar hat man ein wenig mehr Ressourcen in die Produktentwicklung investiert und das mit Erfolg. Wir sind also in Zukunft auf weitere, hoffentlich gute, Produkte von Blackline 2.0 gespannt!

BlackLine 2.0 # Sinob Pre-Workout Booster Trainingsbooster Bodybuilding 300g Orange Iced Tea - Eistee Orange
  • Ergiebige, einzigartige, geniale 300 g Dose für bis zu 30 Portionen !
  • Hochkonzentrierter ganz besonderer Pre Workout Booster! Shit Is Not Our Business
  • Wie sollte es auch anders sein? Wer BlackLine two kennt der weiß, dass es absolut kein Bullshit ist!
  • Mit Vorsicht zu genießen bei rund 400 mg Koffein pro Portion ! Wird euch ais den Socken hauen das Ding
  • Auf diese Weise wird man beim Training härter, intensiver und auch besser trainieren können


Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 55.0/100 55.0
Inhaltsstoffe und Dosierung 50
Wirkung 60
Geschmack 50
Preis/Leistung 60

Positives

Negatives

Blackline hat aus diesen Fehlern gelernt
schlechter Geschmack
teilweise unterdosiert
Basiert nur auf Koffein


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