Body Attack Attack2 im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Deutschland
Durchschnittspreis 29,90 €

Nährwerte pro 1 Portion (40 g)

Brennwerte 77 kcal
Eiweiß 4 g
Kohlenhydrate 6,7 g
Fett 0,1 g

Erfahrungsbericht zum Pump Booster Body Attack Attack2

Wenn es um Nahrungsergänzungsmittel geht, verkaufen sich aktuell 2 Dinge besonders gut. Das gute alte Whey Protein, sowie Pre-Workout Booster. Neben dem Proteinklassiker, der immer nachgefragt wird, gibt es bei den Boostern mittlerweile ziemlich viele Produkte am Markt und damit eine große Auswahl für den Konsumenten. Natürlich möchte jede Marke sein eigenes, einzigartiges Produkt herausbringen, was möglichst auch noch in die Reihen der Besten auf dem Markt gehört. Viele Produkte spezialisieren sich dabei auf den Fokus und Energie, andere eher auf den Pump. Heute stellen wir euch den Pump Booster Body Attack Attack2 vor uns sagen euch, was er besser macht als andere Produkte und wo möglicherweise noch Verbesserungsbedarf besteht.


Verpackung

Wenig überraschend kommt der Pump Booster Body Attack Attack2 in einer kleinen schwarzen Dose. Dieses mal ist das Etikett in einer knallig orangenen Farbe gehalten, was in Kombination mit der schwarzen Schrift dennoch ein ebenso elegant wirkt. Auf der Vorderseite sind bereits die Dosierungen einiger wichtiger Inhaltsstoffe angegeben um dem Kunden zu suggerieren, dass das Produkt hoch dosiert ist. Das haben wir bereits ein paar mal bei  deutschen Hersteller aus Ellerbeck gesehen. Ob das der Wahrheit entspricht erfahren wir später.

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Zutaten, Nährwerte, Einnahmeempfehlung, etc. sind wie immer auf der Rückseite und ein deutscher, englischer und spanischer Sprache abgebildet. Leider sind die genauen Mengen der Wirkstoffe nicht tabellarisch angegeben, sondern nur als Liste. Das haben wir schon beim Nitro Pump 3.0 beobachten können und ist sehr unübersichtlich und in unseren Augen nicht wirklich kundenfreundlich.

Das grundsätzliche Design des Body Attack Attack2 ist wie schon beim Nitro Pump 3.0 recht ansprechend, doch leider finden sich die genauen Dosierungen nur sehr umständlich lesbar in einer Liste wieder.

Body Attack Attack2 Erfahrung

Der Booster Body Attack Attack2 ist ein Pump Booster mit Koffein.

Der Body Attack Attack2 ist als 600 g Dose mit je 15 Portionen in den Geschmacksrichtungen “Cassis” und “Cherry Cola”, “Green Apple”, “Orange Grapefruit” und “Orange Maracuja” erhältlich.  


Inhaltsstoffe und Dosierung

Body Attack Attack2 Zutaten

Die Inhaltsstoffe und Nährwerte von Body Attack Attack2.

Wie schon angesprochen finden wir die Wirkstoffe und Nährwerte wie schon beim Nitro Pump 3.0 nicht in einer Tabelle, sondern nur als Liste angegeben. Laut unseren Informationen ist das in Bezug auf die Nährwerte rechtlich gesehen nicht zulässig. Besonders gut leserlich für den Verbraucher ist das ebenfalls nicht. Hier sollte der Hersteller aus dem Schleswig-Holsteinischen Ellerbek noch einmal nachbessern. Schauen wir uns nun die Inhaltsstoffe einmal genauer an.

Bezüglich der Nährwerte fällt uns zunächst auf, dass der Body Attack Attack2 mit 77 kcal pro Portion nicht ganz frei von Kalorien ist. Diese setzen sich hauptsächlich auf 6,7 g Kohlenhydraten pro Portion zusammen, welche laut Zutatenliste vorrangig aus Maltodextrin stammen. Kohlenhydrate können zwar den Pump fördern, in dieser Dosierung betrachten wir sie allerdings als unnötiges Füllmittel. In unseren Augen profitiert man am meisten in einer kalorienreduzierten Diät von einem Pump Booster um auch trotz des Nahrungsmangels eine anständige Fülle in die Muskulatur zu bekommen. Gerade in einer Diät möchte man jedoch nicht unbedingt noch flüssige Kohlenhydrate vor dem Training zu sich nehmen. Daher sehen wir den Einsatz hier etwas kritisch. Gehen wir nun die Wirkstoffe im einzelnen durch.

L-Citrullin Malat– ist eine Verbindung aus der nicht-proteinogenen Aminosäure L-Citrullin und der Apfelsäure. Die wichtigste Eigenschaft von L-Citrullin in einem Pre-Workout ist, dass es in den Nieren zu L-Arginin umgewandelt wird. Studien konnten zeigen, dass die Supplementierung mit L-Citrullin deutlich effektiver ist als die mit L-Arginin selbst. Aus L-Arginin wiederum können Nitric Oxide Synthase (NOS) Enzyme im Blut Stickstoffmonoxid herstellen, was die Gefäße erweitern und damit für eine bessere Durchblutung, den sogenannten Pump sorgen kann. Dabei entsteht aus L-Arginin Stickstoffmonoxid und wieder L-Citrullin. Die Wirksamkeit von L-Citrullin als NO-Donor ist hinreichend belegt und so wird L-Citrullin auch unterstützenden in der Therapie von genetisch-bedingtem Muskelschwund eingesetzt. Herkömmliche Dosierungsempfehlungen liegen ebenfalls bei 4000 bis 6000 mg. Im Body Attack Attack2 hat man sich für 6000 mg dieses Stöffchens entschieden, was eine sehr gute Menge am oberen Ende des Spektrums darstellt. Durchaus erwähnenswert ist, dass der Hersteller hier angibt, dass diese Menge 4200 mg reinem Citrullin entsprechen. Diese Angabe sieht man so nicht oft.

Keine Frage, Creatin Monohydrat ist das wohl am besten erforschte Nahrungsergänzungsmittel in Bezug auf die Kraftsteigerung. in diesem Falle haben wir es mit der patentierten Form des Creapure zu tun, welches höchste Reinheit, Made in Germany repräsentieren soll. Im Körper ist Creatin hauptsächlich dafür verantwortlich, Phosphatreste auf ADP zu übertragen um wieder neues ATP zu generieren. ATP ist die ultimative Energiequelle des Körpers und dadurch wichtig für die Muskelkraft. Um von den Effekten einer Einnahme zu profitieren sollte man es jedoch täglich oder fast täglich in einer Dosierung von 3 bis 5 g nehmen. Den Body Attack Attack2 werden aber die wenigsten von euch täglich. Wer also nicht jeden Tag diesen einen Booster nehmen möchte, der sollte entweder ohnehin mit Creatin supplementieren oder einfach keine großen Effekte dadurch erwarten.

Ein weiterer in unseren Augen sinnloser Inhaltsstoff in fertigen Boostern ist das Beta Alanin. Es ist dafür bekannt ein Kribbeln auf der Haut auszulösen, was jedoch nur eine Nebenwirkung ist. Die Hauptaufgabe des Beta-Alanins ist es, als Baustein für die Herstellung von Carnosin zu dienen. Carnosin wiederum puffert im Körper die gesteigerte Milchsäureproduktion während des Trainings ab, wodurch man theoretisch mehr Wiederholungen absolvieren kann, ohne wegen zu starker Übersäuerung aufgeben zu können. Man kennt das als brennenden Schmerz bei vielen Wiederholungen.. Die gängige Tagesdosis liegt dabei bei 2000 bis 5000 mg. Damit die Carnosinspeicher optimal gefüllt werden, ist es von Vorteil, die tägliche Dosis auf kleinere Einzeldosierungen aufzuteilen. Im Body Attack Attack2 ist eine Dosierung von 4000 mg enthalten, was im oberen Bereich der Dosierungsempfehlung liegt. Jedoch nimmt man es dadurch auf einen Schlag zu sich und nicht verteilt wie es empfohlen ist. Wenn man den Booster nicht gerade täglich nimmt oder sowieso mit Beta-Alanin supplementiert, wird man davon nicht viel mehr haben als maximal das Gefühl, man wäre in einen Ameisenhaufen gefallen. Für den Pump bringt es einem auch nicht, außer dass man vielleicht 1-2 Wiederholungen mehr rausquetschen kann, solange man ohnehin mit vielen Wiederholungen bis zur Übersäuerung trainiert.

Taurin – ist eine semiessentielle Aminosäure, die man in höheren Konzentrationen z.B. in Fleisch und Fleischprodukten findet. Außerdem kommt sie bei den meisten Energy-Drinks zum Einsatz, da sie zusammen mit Koffein synergistische Effekte erzielt. Taurin hat aber ebenfalls die Eigenschaft, die Zellhydration und damit das Zellvolumen zu fördern. Somit kann es zum Pumpeffekt beitragen. Die Menge von 2500 mg ist im Body Attack Attack2 unserer Meinung nach grenzwertig, denn zu viel des Ganzen wird in Bodybuilding-Kreisen auch zur Bekämpfung eines zu starken Pumps im unteren Rücken eingesetzt wird. Außerdem konkurriert es mit Beta Alanin um die Rezeptoren für die Aufnahme im Darm und der Blut-Hirn-Schranke. Da beides sehr hoch dosiert ist, könnte es sich bei der Aufnahme gegenseitig blockieren. Allerdings sorgt eine Beta-Alanin Aufnahme auch für einen höheren Bedarf an Taurin. Man muss jedoch nicht beides zugleich zu sich nehmen.

L-Asparaginsäure –  ist eine nicht-essentielle, proteinogene Aminosäure. Ihr findet häufig D-Asparaginsäure in Testosteron Boostern, da anfängliche Studien im eine Wirksamkeit in der Steigerung des Testosteronspiegels nachgesagt haben. Allerdings sind D-Asparaginsäure und L-Asparaginsäure biologisch betrachtet zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe und deshalb nicht miteinander Vergleichbar. Wir haben also leider keine Ahnung warum man sich im Body Attack Attack2 für den Einsatz dieser Aminosäure und dann auch noch in der L-Form entschieden hat.

Glycin – ist die kleinste der Aminosäuren und kann obendrein als Neurotransmitter im Gehirn wirken. Dabei kann es sowohl stimulierend als auch sedierend (müde machend) wirken. Trotzdem findet man es eher in Schlaf Supplementen als in Boostern, da es dafür bekannt ist die Schlafqualität zu verbessern. Die Dosierungen hierfür liegen bei ca. 3000 mg. Weiterhin legen Studien nahe, dass Glycin sogar die Proteinsythese um bis zu 80% steigern kann, und den Pump fördern kann und dafür könnte die Dosierung von 2000 mg im Body Attack Attack2 bereits ausreichen.

N-Acetyl-L-Tyrosin – ist die acetylierte Form der Aminosäure Tyrosin, die im lebenden Organismus zu L-DOPA, dem Prekursor des Glückshormons Dopamin umgewandelt wird. Dopamin wiederum wird über mehrere Einzelschritte erst zu Noradrenalin und dann zu Adrenalin umgewandelt. Damit dient L-Tyrosin als wichtiges Substrat zur Herstellung der Katecholamine, die die Wachheit und Energiebereitstellung erhöhen. Die Dosierung von 1500 mg im Body Attack Attack2 ist relativ durchschnittlich. Weiter unten beschreiben wir allerdings noch einen Inhaltsstoff, der die Wirkung des Tyrosins unterstützen kann.

Rohkakaobohnen-Extrakt – ist hier auf den Gehalt an Theobromin standardisiert. Theobromin ist ein Inhaltsstoff aus der Kakaobohne und besitzt strukturelle Ähnlichkeiten zum Koffein, wirkt aber weniger belastend auf das zentrale Nervensystem. Allerdings wirkt es stärker stimulierend auf den Herzschlag und die Weitung der Blutgefäße, wodurch es die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung des Körpers, sowie den Pump fördert. Weiterhin wirkt es entspannend auf die glatten Muskelzellen, inklusive der der Bronchien und wirkt daher z.B. gegen Asthma und andere Verengungen der Atemwege und kann so die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessern. Diese Tatsache ist besonders für Ausdauersportler von Bedeutung.

Adenosintriphosphat (ATP) – ist ein relativ ungewöhnlicher Inhaltsstoff, den aber viele aus dem Biologieunterricht kennen sollten. Wir haben bereits beim Creatin kurz angesprochen was ATP im Körper macht. Aber viele von euch wird es überraschen, dass man diese Substanz auch supplementieren kann. Aus der Schule solltet ihr wissen, wie wichtig ATP für die Energiebereitstellung und damit für die Kraftleistung ist. Wie geil wäre es denn, wenn man es einfach so von außen zuführen könnte? Nun, der Frage ist die Forschung bereits nachgegangen und zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Einerseits erhöht die exogene Zufuhr von ATP in Tierstudien effektiv den Blutspiegel dieser Verbindung. Allerdings konnten diese Ergebnisse beim Menschen nicht so eindrucksvoll bestätigt werden. Genau genommen war die Bioverfügbarkeit beim Menschen nur minimal. Allerdings fand Dr. Jacob Wilson und sein Team heraus, dass die Einnahme von 400 mg ATP 30 Minuten vor dem Training über 12 Wochen die Kraft und Muskelmasse im Vergleich zum Placebo steigert. Allerdings verwendete der gute Dr. Wilson hier auch ein sehr spezifisches Trainingsprogramm unter Zuhilfenahme von Periodisierung und die Effekte waren jetzt auch nicht extrem weit von der Placebogruppe entfernt. Trotz der geringen Bioverfügbarkeit kann ATP also eventuell doch zu einer besseren Leistung führen. Man vermutet, dass dies mit dem Abbauprodukt Adenosin zu tun hat, welches nachweislich die Vasodilatation verbessert. Im Body Attack Attack2 ist mit 450 mg etwas mehr von der Dosis aus den Studien enthalten aber die wenigsten von euch werden auf die Idee kommen, einen Booster über 12 Wochen täglich einzunehmen. Und da die ATP Einnahme zumindest beim Menschen keine unmittelbaren Effekte zu haben scheint, kann man rein von den Studien auch hier keine akute Kraftsteigerung erwarten. Aber das werden wir später bei der Wirkung sehen.

Quercetin – ist ein Pflanzen-Flavonoid, welches in vielen verschiedenen Früchten, Gemüsen, Getreiden und Blättern vorkommt. Quercetin wird als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet, welches Entzündungen und Allergien hemmen und Fett verbrennen kann. Eine weitere Studie verwendete Quercetin (300 mg) zusammen mit Grüntee-Catechinen und Koffein (45 mg). Dabei konnte eine Verbesserung der Trainingsleistung in trainierten Radsportlern festgestellt werden. Die Dosierung liegt im Body Attack Attack2 bei genau diesen 300 mg.

Pfeffer Extrakt – oder auch Piperin oder Bioperin genannt, ist quasi die Mutter aller Stoffe, die eingesetzt werden, um die Effektivität andere Stoffe zu steigern. Zahlreiche Studien belegen diesen Effekt auch eindrucksvoll an einer Bandbreite von Wirkstoffen. Somit kann man niedrigere Dosierungen genauso effektiv machen wie höhere ohne Piperin. Die 4 mg aus dem enthaltenen Extrakt liefern 3,8 mg reines Piperin, was vergleichsweise wenig, aber dennoch effektiv ist.

Vitamin C – wird vor dem Training meist verwendet um den Cortisolspiegel zu verringern. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass Vitamin C ein Antioxidans ist. Das ist zunächst einmal eine gute Sache, allerdings gibt es Zeitpunkte, an denen man als leistungsorientierter Sportler eher keine Antioxidantien zu sich nehmen sollte, nämlich vor und nach dem Training. Während des Trainings produziert der Körper ganz bestimmte freie Radikale. Diese freien Radikale dienen dann als Signal für den Körper, dass er sich an den Trainingsreiz anpassen muss. Antioxidantien neutralisieren generell freie Radikale und können somit den Trainingsreiz vermindern. Die 100 mg im Body Attack Attack2 sind keine utopisch hohe Menge aber können da schon ihre Wirkung entfalten. Ein zweischneidiges Schwert also.

Niacin – auch Vitamin B3 genannt kommt häufiger in Pre-Workout Boostern vor. Dieses Vitamin tut nun das Gegenteil von Vitamin C, es fördert den oxidativen Stoffwechsel, der beim Training stattfindet und fördert somit indirekt die Adaptation an einen Trainingsreiz. Außerdem kann es die Muskelausdauer verbessern. Interessant ist auch, dass Niacin zu einem so genannten „Flushing Effekt“ führen kann, der zu einem warmen Gefühl auf der Haut von Gesicht und Händen führt. Ähnlich wie Beta-Alanin setzen Hersteller daher oft Niacin ein um eine gewisse „Sofortwirkung“ herbeizuführen, die den Konsumenten glauben lässt, es passiere jetzt etwas ziemlich Abgefahrenes im Körper, dabei ist es nur eine Nebenwirkung. Für diesen Effekt sind allerdings deutlich höhere Dosen nötig als im Body Attack Attack2.

Kalzium – kennen die meisten von euch wohl hauptsächlich im Zusammenhang mit Knochen. Allerdings hat das Mineral auch andere Aufgaben. Beispielsweise ist es wichtig für die Muskelkontraktion und das wird auch der Gedanke hinter dem Einsatz. Im Vergleich zu den Knochen sind dafür zwar nur sehr geringe Mengen notwendig, doch kann man nicht wirklich steuern, wo der Körper das Kalzium verwendet. Die Dosierung von 400 mg entspricht ca. der Hälfte des durchschnittlichen Tagesbedarfs eines Erwachsenen und ist für einen Booster schon recht viel. Auch die Form als Kalzium-Citrat ist gut gewählt, jedoch erschließt sich uns der akute Effekt in einem Pre-Workout kaum. Wahrscheinlich hat man es als Elektrolyt zum Zwecke der Hydratation im Body Attack Attack2 eingesetzt.

Phosphor – ist neben Kalzium ein weiteres Elektrolyt im im Body Attack Attack2. Elektrolyte sind allgemein förderlich für die Hydration der Zellen.

Magnesium – ist ein essentieller Nährstoff und beteiligt an über 300 Reaktionen im Körper, unter anderem der Verdauung und Muskelaufbau. Allerdings kann es bei Menschen mit einem Mangel (welcher auch bei uns nicht selten ist) zu einer sedierenden, also eher einschläfernden Wirkung kommen. Laut Zutatenliste wurde im Body Attack Attack2 die Form Magnesium Citrat verwendet, eine der am besten bioverfügbaren Magnesiumformen mit einer Bioverfügbarkeit von ca. 30%. Die Dosierung ist mit 188 mg auch recht anständig.

Kalium – ist eigentlich nur ein ganz normales Mineral und Elektrolyt, was der Körper tagtäglich braucht und durch die Nahrung aufnimmt. Viele von uns haben allerdings eher eine recht geringe Kaliumaufnahme. In Bezug auf den Blutdruck ist Kalium der Gegenspieler von Natrium. Viele von euch werden schon einmal gehört haben, dass Natrium, bzw. Kochsalz den Blutdruck steigern kann. Bei Personen die dafür anfällig sind stimmt das auch. Ein hoher Blutdruck ist allerdings auf Dauer nicht besonders gesund. Vergleicht man die Dosierung von 1023 mg mit der empfohlenen täglichen Aufnahme von ca. 4000 mg, so erscheint die Menge im Body Attack Attack2 erstmal relativ gering. Man muss allerdings bedenken, dass es ja nicht das einzige Kalium ist was am am Tag aufnimmt, bzw. aufnehmen sollte. In den USA gibt es beispielsweise nur sehr wenige Supplemente, die mehr als 99 mg Kalium enthalten. Grund dafür ist die Angst vor Nebenwirkungen bei zu hoher Einnahme.

Zink – liegt hier als Zink Oxid vor. Das ist jetzt nicht gerade die Verbindung mit der höchsten Bioverfügbarkeit und auch die Dosierung von 1,6 mg machen es nicht besser. Zink ist wichtig für sehr viele verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper, allen voran die Immunfunktion und Proteinsynthese. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Zinkaufnahme über den Bedarf hinaus zum Muskelaufbau (Proteinsynthese) führt, aber ohne Zink wiederum auch kein Muskelaufbau. Die Dosierung ist leider auch hier nahezu lächerlich – so leid es uns tut.

Chrom – ist ein Spurenelement, welches wichtig für die Insulinwirkung ist. Damit kann es die Insulinsensitivität erhöhen. Allerdings trifft dies nur zu, wenn ein Mangel an Chrom vorliegt, wie das beispielsweise oft bei Diabetikern der Fall ist. Eine aktuelle Studie zeigte jedoch, dass eine Chrom Supplementation bei gesunden Personen, ohne Diabetes oder anders bedingten Chrom Mangel, langfristig gegenteilige Effekte auf die Insulinsensitivität haben kann. Glücklicherweise ist der Body Attack Attack2 jedoch in diesem Belangen mit 4 µg pro Portion mehr als gering dosiert, wodurch man sich wenig Gedanken machen muss. Diese Studie muss übrigens noch von anderen Untersuchungen bestätigt werden, um eine konkrete Empfehlung abzuleiten. Trotzdem bleibt Chrom für gesunde Menschen sinnlos.

Kommen wir zum Schluss noch zum guten alten Koffein. Es ist das weltweit am meisten konsumierte Stimulans überhaupt. Jeder von euch kennt wohl die Wirkung von 1-2 Tassen Kaffee. Im Body Attack Attack2 sind laut Hersteller 200 mg enthalten, was eine moderate Dosierung ist.

Ein Wirkstoff fehlt uns allerdings noch. Laut der Zutatenliste ist weiterhin der Stoff Riboflavin enthalten, welcher besser bekannt als Vitamin B2 ist. In der oben dargestellten Liste der Wirkstoffe fehlt es allerdings. Scheinbar hat man vergessen es mit aufzulisten. Vitamin B2 ist ein essentielles Vitamin, welches maßgeblich an der Umwandlung von Kohlenhydraten und Fetten in nutzbare Energie in Form von ATP beteiligt ist. Bei besonders hohen Dosierungen kann es dazu führen, dass der Urin neongelb gefärbt ist.  

Unterm Strich sind die Zutaten im Body Attack Attack2 insgesamt recht gut dosiert. Auf der Vorderseite der Dose schreibt man allerdings, dass es sich hierbei um einen “Muscle Pump Booster” handeln soll. Für einen gesteigerten Pump ist allerdings so gut wie nur Citrullin enthalten. Dafür sind im Body Attack Attack2 einige andere Stoffe, die wir eher in allgemeineren Pre Workout Boostern erwarten würden. Im Grunde handelt es sich hierbei rein von den Zutaten her also eher um einen Allrounder ohne Hardcore Stimulanzien. Unserer Meinung nach sind Stoffe wie ATP, Creatin und Beta Alanin allerdings mehr Kosmetik als wirklich sinnvoll.

Body Attack Attack2 Bericht

Die Wall-of-Text der Inhaltsstoffe ist schwer lesbar.

Inhaltsstoffe des Body Attack Attack2 (Geschmacksrichtung Cherry Cola):

L-Citrullin-Malat, Maltodextrin, Kreatin-Monohydrat (Creapure®) (11,4%), Beta-Alanin, Kaliumphosphat, Taurin, L-Asparagin, Glycin (enthält Gluten), Magnesiumcitrat, Calciumcitrat, Aroma (enthält Laktose), N-Acetyl-L-Tyrosin, Farbstoff (Ammoniumsulfit-Zuckerkulör), Rohkakaobohnen-Extrakt (1,3%), Adenosin Triphosphat Dinatrium (ATP TOR®(PEAK-ATP®)), Säuerungsmittel (Citronensäure), Trennmittel (Siliciumdioxid), Süßungsmittel (Acesulfam K, Sucralose, Natriumcyclamat, Saccharin), Quercetin Dihydrat, Koffein, L-Ascorbinsäure (0,25%), Emulgator (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren), Nicotinamid (0,14%), Riboflavin, Pfeffer-Extrakt, Zinkoxid, Chrom-(III)-chlorid.


Einnahme

Auf der Dose des Body Attack Attack2 finden wir folgende Empfehlung zur Einnahme:

“40 g Pulver (1 Messlöffel) in 400 ml Wasser einrühren und etwa 30-60 Minuten vor dem Training trinken. ”

Wie schon beim Nitro Pump 3.0: Kurz, knapp und enthält alles was man braucht. Geht also in Ordnung. Uns ist allerdings aufgefallen, dass der mitgelieferte Messlöffel minimal zu klein ist. Der Test mit der Küchenwaage ergab, dass in einem gestrichenen Messlöffel ungefähr 30-35 g passen. Aber wir empfehlen ohnehin immer einen Messlöffel zur Dosierung zu verwenden.


Geschmack

Den Body Attack Attack2 gibt es in 5 verschiedenen Geschmacksrichtungen zu kaufen. Diese wären “Cassis” und “Cherry Cola”, “Green Apple”, “Orange Grapefruit” und “Orange Maracuja”. Für unseren Test haben wir die Variante Cherry Cola getestet.

Zunächst kann man sagen, dass das Pulver nicht klump. Steht die Dose einige Zeit offen wird es zwar etwas fest, lässt sich aber mit ein paar Schlägen gegen die Tischkante wieder in ein gut dosierbares, feines Pulver verwandeln. Im Gegensatz dazu klumpen viele Pump Booster so stark, dass eine vernünftige Dosierung mit dem Messlöffel nicht mehr möglich ist. Das Pulver löst sich auch sehr gut in Wasser auf, da gibt es nichts zu beanstanden. Das Pulver an sich hat eine gräulich-grüne Farbe. In Wasser gelöst ist es wird es dann allerdings dunkelbraun und wirkt ein wenig unappetitlich.

Das Aroma nach Kirsch-Cola hat man unserer Meinung nach relativ gut getroffen. Man schmeckt die Cola deutlich raus und auch die fruchtige Note kommt zur Geltung. Wir fanden aber, dass man die Kirsche ein wenig mehr hervorheben könnte. Künstliches Kirscharoma kann aber auch schnell mal leicht nach Marzipan schmecken, wenn man es zu hoch dosiert und Marzipan-Cola stellen wir uns nicht soo geil vor. Daher können wir den Hersteller da schon verstehen. Beim Geschmack haben wir dieses mal nicht viel zu bemängeln. süße und Säure passen unserer Meinung nach recht gut zusammen. Schlussendlich würden wir den Body Attack Attack2 mit einer Mischung aus Eistee und Cola vergleichen, allerdings natürlich ohne die Kohlensäure.

Body Attack Attack2 Erfahrung

Den Geschmack des Body Attack Attack2 fanden wir ziemlich gelungen. Die Optik wirkt allerdings etwas unappetitlich.


Wirkung

Was einen guten Booster ausmacht ist allerdings nicht der Geschmack oder das Design. Am Ende des Tages ist es vor allem die Wirkung auf die es ankommt. Body Attack selbst bezeichnet seinen Attack2 als sogenannten “Muscle Pump Booster”. Wie wir bereits geklärt haben, kann das durchaus gut dosierte Citrullin Malat für eine Steigerung des Pump Effektes während des Trainings sorgen. Citrullin finden wir aber auch in Pre Workout Boostern die nicht explizit auf den Pump abgerichtet sind. In die Kategorie der Pump Booster zählen unserer Meinung nach eher Produkte, die auf viele unterschiedliche Mechanismen diesen Effekt steigern können. In den meisten Fällen enthalten sie dagegen kaum weitere Substanzen, wie Stimulanzien oder Creatin sondern fokussieren sich einzig und allein auf die Steigerung des Blutflusses und der Zellhydration. Der Body Attack Attack2 ist da anders. Abseits des Citrullins haben wir Stoffe, wie Creatin, Beta Alanin, ATP, Vitamine, Elektrolyte und Kräuterextrakte enthalten, die die allgemeine Leistungsfähigkeit beim Training langfristig steigern können. Im Grunde ist das Produkt also eher ein Allround-Talent als ein reiner Pump Booster. Allerdings müsste man sie dafür täglich einnehmen genau das sollte man mit einem Booster nicht tun.

Aufgrund des Koffeins können wir ca. 10-20 Minuten nach der Einnahme eine angenehm gesteigerte Wachheit feststellen. Durch die moderate Dosierung ist diese jedoch recht mild. 200 mg Koffein reichen für die meisten aus um eine gewisse Alltagsmüdigkeit loszuwerden, klatschen einem aber nicht direkt ins Gesicht. Dafür hat der Hersteller noch andere Produkte im Programm. Auch der Pump Effekt war angenehm gesteigert, allerdings nicht über das Niveau hinaus welches wir von 6000 mg Citrullin erwarten würde. Wie gesagt, echte Pump Booster decken verschiedene Wirkmechanismen ab und sorgen somit für einen weitaus heftigen Effekt. Zwar kann ein zu starker Pump auch wieder negative Folgen für die Trainingsleistung haben, allerdings finden wir es an dieser Stelle etwas unangebracht von einem “Muscle Pump Booster” zu sprechen.

Vom Beta Alanin merken wir ein leichtes Kribbeln auf der Haut, was bei der Dosierung von 4000 mg auch kein Wunder ist. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit an diese Nebenwirkung, allerdings konnten wir sie trotz regelmäßigem Boosterkonsum noch spüren. Beta Alanin bringt einem aber rein gar nichts, wenn man es nur sporadisch nimmt und in der Regel nimmt man Booster nicht zu jedem Training, geschweige denn täglich ein. Daher war kein Effekt auf die Steigerung der Ausdauerleistung zu spüren. Dasselbe gilt im Grunde für das Creatin.

Unterm Strich müssen wir sagen, ist der Body Attack Attack2 in unseren Augen irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Für einen Pump Booster sind uns zu wenig Wirkmechanismen abgedeckt und für einen Allround Booster hat er wenig akute Wirkungen. Stattdessen setzt der deutsche Hersteller auf Stoffe, wie Beta Alanin und Creatin, die in unseren Augen in einem fertigen Pre Workout Booster nicht viel zu suchen haben. Aber immerhin ist das was drin ist auch gut dosiert…


Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis für eine Dose Body Attack Attack2 liegt bei 29,90 € und liefert 600 g, was genau 15 Portionen entspricht. Pro Portion zahlt man somit 2€.

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Keine Frage, der Body Attack Attack2 ist anständig dosiert und liefert eine Bandbreite an Inhaltsstoffen. Rein bezogen auf die Rohstoffe halten wir den Preis damit für gerechtfertigt und vertretbar. Allerdings bringen einem Beta Alanin und Creatin überhaupt nichts, wenn man diese nicht ohnehin verwendet. Auch das ATP und Maltodextrin hätte man sich sparen können. Die Wirkung rechtfertigt am Ende den Preis in unseren Augen nicht.

Body Attack Attack2 Erfahrung

Zwar rechtfertigen die Rohstoffe den Preis, nicht aber deren Zusammensetzung und Wirkung.


Fazit

Bei unseren Booster Reviews kritisieren wir oft, dass die Produkte zwar im Grunde sinnvoll zusammengesetzt sind, allerdings die Dosierung einfach nicht ausreicht um den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Oftmals ist dagegen das Koffein oder andere Stimulanzien so hoch dosiert, dass man besser keine doppelte Portion zu sich nehmen sollte. Nun, beim Body Attack Attack2 ist es genau andersherum. Der deutsche Hersteller verwendet bei allen Inhaltsstoffen eine vernünftige Dosierung. Allerdings verwendet man dabei zum Teil Stoffe, die entweder nur bei täglicher Einnahme Sinn machen oder nur ein nettes Gimmik sind aber die akute Wirkung fehlt. In unseren Augen hätte man sich auf die Kombination aus Citrullin, Koffein und eventuell ein paar der enthaltenen Extrakte beschränken können und dadurch denselben Effekt zu einem niedrigeren Preis erreicht. Wir finden es sehr gut, dass man sich trotz der hohen Rohstoffkosten an sinnvolle Dosierungen wagt, allerdings fehlt noch das letzte Quäntchen Innovation und Leidenschaft um daraus ein anständiges Produkt zu machen. Sehr positiv überrascht hat uns dagegen der Geschmack. Am Ende ist es aber die Wirkung die den Unterschied macht!Body Attack Attack2 kaufen


Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 71.3/100 71.3
Inhaltsstoffe und Dosierung 70
Wirkung 50
Geschmack 85
Preis 80

Positives

Negatives

sehr gut dosiert
Zusammensetzung wenig durchdacht
guter Geschmack
Inhaltsstoffe in Textform

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1 comment

  1. Schrank

    Also ich muss schon sagen, dass ich da etwas mehr erwartet hatte, fällt für mich als booster schon unter Scam.

    Gesendet am 8. September 2018

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