GN Laboratories Narcotica Infection im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Vereinigtes Königreich
Durchschnittspreis 39,80 €

Erfahrungsbericht zum Pre Workout-Booster GN Laboratories Narcotica Infection

Erst zur FIBO dieses Jahres brachte GN Laboratories zwei neue Booster auf den Markt – den T1 Virus und den T1 Antivirus. Bis auf den Gehalt an Stimulanzien waren jedoch beide Produkte identisch. Aufgrund der umfassenden Zusammensetzung und der medienwirksamen Präsentation löste diese Veröffentlichung damals einen großen Hype aus. Allerdings hat der Hersteller kürzlich alle seine Hardcore Booster mit Amphetamin-ähnlichen Stimulanzien aus dem Sortiment genommen und diese Lücke muss gefüllt werden. Deshalb brachte man nun zwei neue Booster auf den Markt – den GN Laboratories Narcotica Infection und den Narc Nemesis. Heute präsentieren wir euch den ersten der beiden und klären, ob GN noch mehr geändert hat als nur die Stims und ob man sich unsere Kritik zu Herzen genommen hat.


Verpackung

Die Form und Größe der Dose sind in diesem Fall dieselbe wie beim T1 Virus bzw. beim T2 Antivirus. Geändert hat sich aber das Design des Etikettes. Dieses wirkt beim GN Laboratories Narcotica Infection sehr viel eleganter. Hier finden wir auch wieder die geflügelten Totenköpfe, die für die Narcotica-Reihe typisch sind. Uns gefällt das Design prinzipiell erst einmal sehr gut!

Alle relevanten Informationen wie Zutaten, Warnhinweise, Einnahmeempfehlung etc. finden wir auf der Rückseite der Dose. Dieses Mal allerdings wieder sowohl in deutscher als auch englischer Sprache. Auch hat man sich unsere Kritik bezüglich der Schriftart zu Herzen genommen und schreibt nicht mehr alles nur in Großbuchstaben. Das war bisher immer sehr unübersichtlich bei allen Boostern von GN Laboratories. 

Was sich ebenfalls geändert hat, ist die Anschrift des Herstellers. Statt eine Scheinadresse in Miami Beach zu verwenden, gibt man nun „GN Laboratories Europe“ mit Sitz in England an. Als Distributionsadresse nennt man einen Standort in den Niederlanden.

Narcotica Infection Erfahrungen

Der GN Laboratories Narcotica Infection ist als 400 g Dose in der Geschmacksrichtung Red Punch  erhältlich.


Inhaltsstoffe & Dosierung von GN Laboratories Narcotica Infection

GN Laboratories Narcotica Infection Erfahrung

Inhaltsstoffe und Nährwerte des GN Laboratories Narcotica Infection.

In dieser Tabelle, die von der Website des Herstellers stammt, gibt man eine Portion mit 15 g an. Auf der Rückseite der Dose finden wir jedoch auch die Werte der Doppelten Portion mit 30 g. Wir werden uns im Folgenden auf die Werte pro Portion beziehen und euch sagen, ob und wo eventuell die doppelte Menge mehr Sinn macht.

Niacin, auch Vitamin B3 genannt, kommt häufiger in Pre Workout Boostern vor. Dieses Vitamin fördert den oxidativen Stoffwechsel, der beim Training stattfindet, und fördert somit indirekt die Adaptation an einen Trainingsreiz. Eigentlich bedeutet „oxidativer Stoffwechsel“ oder „freie Radikale“ erst einmal nichts Gutes für unsere Gesundheit. Während des Trainings produzieren die Muskeln allerdings eine ganz bestimmte Art von freien Radikalen, die dem Körper als Signalmoleküle dienen, um sich an den Trainingsreiz anpassen zu können. Außerdem kann es die Muskelausdauer verbessern.

Vitamin B12 ist wichtig für die Funktion des Gehirns und der Herstellung von genetischem Material. Das bringt aber keine akuten Vorteile in Bezug auf das Training oder die Fettverbrennung. Ein Mangel an Vitamin B12 tritt in der Regel nur bei Veganern auf, da es in der Natur ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Daher sollten Veganer mit B12 supplementieren. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass auch Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen häufig unter B12 Mangel leiden, da es im Magen mit einem bestimmten Stoff gekoppelt wird, der es im oberen Dünndarm vor dem vorzeitigen Abbau schützt. In diesem Falle ist es aber nicht gängige Praxis, einfach mehr reines Vitamin B12 oben hineinzugeben.

Magnesium ist ein essentieller Nährstoff und beteiligt an über 300 Reaktionen im Körper, unter anderem an der Verdauung und am Muskelaufbau. Allerdings kann es bei Menschen mit einem Mangel (welcher auch bei uns nicht selten ist) zu einer sedierenden, also eher einschläfernden Wirkung kommen. Laut Zutatenliste wurde hier die Form Magnesiumbisglycinat verwendet. Hier hat man sich unsere Kritik aus den vorherigen Boostern zu Herzen genommen und eine Form eingesetzt, die besser vom Körper aufgenommen werden kann und zu weniger Nebenwirkungen führt als das Carbonat im T1 Virus und T1 Antivirus. Die Dosierung im GN Laboratories Narcotica Infection ist mit 75 mg zwar 50% höher angesetzt als im Narcotica Infection, aber dennoch recht gering. Doch eine akute Wirkung auf das Training hat es ohnehin nicht, solange der tägliche Bedarf gedeckt ist..

L-Citrullin Polyhydrat™ ist eine Version der nicht-proteinogenen Aminosäure L-Citrullin, die wir auch schon in anderen Boostern von GN Laboratories gesehen haben. Unter anderem auch in den beiden Virus-Boostern. Normalerweise finden wir L-Citrullin in freier Form oder gebunden an Apfelsäure in Boostern. Letzteres bezeichnet man dann als so genanntes Citrullin Malat. L-Citrullin Polyhydrat wirkt jedoch auf dieselbe Art und Weise wie alle anderen Formen von Citrullin auch. Die wichtigste Eigenschaft von L-Citrullin in einem Pre Workout ist, dass es in den Nieren zu L-Arginin umgewandelt wird. Studien konnten zeigen, dass die Supplementierung mit L-Citrullin deutlich effektiver ist als die mit L-Arginin selbst. Aus L-Arginin wiederum können Nitric Oxide Synthase (NOS) Enzyme im Blut Stickstoffmonoxid (NO) herstellen, was die Gefäße erweitern und damit für eine bessere Durchblutung, den sogenannten Pump sorgen kann. Dabei entsteht aus L-Arginin Stickstoffmonoxid und wieder L-Citrullin. Die Wirksamkeit von L-Citrullin als NO-Donor ist hinreichend belegt und so wird L-Citrullin auch unterstützenden in der Therapie von genetisch-bedingtem Muskelschwund eingesetzt. Im GN Laboratories Narcotica Infection sind pro Portion 3000 mg enthalten. Die doppelte Menge in der großen Portion wäre hier sicherlich sinnvoller.

Arginin Polyhydrat ist ebenfalls so eine Verbindung, die GN gerne benutzt. Arginin ist die Vorstufe von Stickstoffmonooxid (NO), was die Funktion hat, die Gefäße zu erweitern und dadurch den Blutfluss zu steigern. Das Ganze resultiert dann idealerweise in einem verbesserten Pump-Effekt. Sie steht in der Zutatenliste mit einer Menge von 1500 mg in der einfachen bzw. 3000 mg in der doppelten Portion angegeben. Wenn man von einer üblichen Dosierung von 4000 bis 6000 mg ausgeht, sind zwar beide erstmal unterdosiert, da Arginin aber auf eine ähnliche Weise wirkt wie Citrullin, ist die Dosierung von beiden in Kombination durchaus gut. Ein weiterer Vorteil der Kombination von Citrullin und Arginin liegt darin, dass sie über verschiedene Transporter ins Blut aufgenommen werden. Sind die Arginin Transporter abgesättigt, kann immer noch Citrullin aufgenommen werden. Somit kann theoretisch mehr NO produziert werden als mit einem dieser Stoffe allein.

Glycerin wird in der Bäckerei oder in der Lebensmittelindustrie auch als Feuchthaltemittel verwendet. Im T1 Virus und T1 Antivirus hatten wir an dieser Stelle noch die patentierte Form des GlyceroMax™, früher Hydromax®, enthalten. Dazu finden wir im GN Laboratories Narcotica Infection allerdings keine Angabe mehr. Wir wissen also auch nicht genau, wie viel reines Glycin dieser Rohstoff nun liefert. Die Eigenschaft, dass Glycerol Wasser bindet, macht sich auch im Körper bemerkbar, indem es den Pump fördert. Leider sorgt es aber auch dafür, dass Booster mit diesem Inhaltsstoff sehr schnell zu einem einzigen Klumpen transformieren, was die Dosierung ohne Waage etwas schwieriger machen kann. Bezüglich der Dosierung kann man sagen, dass ähnliche Booster etwa 2000 bis 3000 mg verwenden. Der GN Laboratories Narcotica Infection bringt es jedoch „nur“ auf 1000 mg in der kleinen Portion, was trotzdem zu spüren sein sollte. Die doppelte Menge dann erst recht. 

Betain HCL ist ein Abkömmling der Aminosäure Glycin. Diese Substanz ist bisher noch nicht allzu gut erforscht, doch sie kann dafür sorgen, dass Wasser in die Muskulatur gezogen wird und dadurch ein verstärkter Pump entsteht. Hierfür brauchen wir eine Dosierung von über 2 g. Mit den 1000 mg pro Portion ist der GN Laboratories Narcotica Infection in der einfachen Portion etwas schwach dosiert. Hier macht ebenfalls die größere Menge Sinn.

Creatinol-o-Phosphat hat strukturell zwar nichts mit herkömmlichem Creatin zu tun, wirkt aber ebenfalls positiv auf die Steigerung der Muskelkraft, im Vergleich zu normalem Creatin jedoch eher akut, sprich direkt nach der Einnahme. Gängige Dosierungen liegen bei 1000 bis 2000 mg, wobei der GN Laboratories Narcotica Infection mit 1000 mg pro Portion schon recht gut dabei ist. Als Rohstoff ist Creatinol-o-Phosphat übrigens relativ teuer, man hat sich also hier nicht lumpen lassen.

Beetroot Powder, zu Deutsch “rote Beete Pulver”, hat im Grunde zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen liefert es natürlicher Weise hohe Mengen an Nitraten. Nitrate wiederum fördern erwiesener Maßen die Erweiterung der Blutgefäße, wodurch in der Theorie der Blutdruck gesenkt und der Pumpeffekt gesteigert wird. Wer schon einmal in der Küche mit dieser Knolle gearbeitet hat, der weiß ebenfalls, dass rote Beete Saft extrem stark färbt. Daher ist die zweite Aufgabe dieses Extraktes, dem GN Laboratories Narcotica Infection seine Farbe zu verleihen, ohne dass man weitere künstliche Farbstoffe braucht. Das ist schon ein durchaus nützlicher Nebeneffekt.

N-Acetyl L-Tyrosin ist eine Form der Aminosäure Tyrosin, die im lebenden Organismus zu L-DOPA, dem Präkursor des Glückshormons Dopamin, umgewandelt wird. Dopamin wiederum wird über mehrere Einzelschritte erst zu Noradrenalin und dann zu Adrenalin umgewandelt. Damit dient L-Tyrosin als wichtiges Substrat zur Herstellung der Katecholamine, die die Wachheit und Energiebereitstellung erhöhen. Die Dosierung von 1000 mg in der kleinen bzw. 2000 mg in der großen Portion des GN Laboratories Narcotica Infection ist dabei definitiv zweckmäßig.

Taurin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure und kann den oxidativen Stress nach dem Training minimieren. Taurin findet sich in Energy Drinks, da es die Wirkung von Koffein zu verstärken scheint. Taurin kann weiterhin ähnlich wie Creatin die Hydration der Muskelzellen verbessern. Anekdoten von Bodybuildern berichten jedoch davon, dass der Effekt ab ca. 1000 mg ins Gegenteil umschlägt, was bedeuten würde, dass Taurin hier in der kleinen Portion gut dosiert ist, in der großen mit 2000 mg allerdings sogar überdosiert ist. Wenn überhaupt ist der negative Effekt jedoch minimal.

Dimethylaminoethanol. Der einwertige, primäre Alkohol, der noch eine Dimethylaminogruppe trägt, ist eng mit dem Cholin verwandt und wird auch als DMAE (nicht DMAA) bezeichnet und ist ein cholinspendendes Molekül und stellt damit im Gehirn den Neurotransmitter Acetyl Cholin bereit. Dieser Neurotransmitter sorgt wiederum für eine gesteigerte Konzentration und einen erhöhten Fokus, was für ein gutes Training nur förderlich sein kann. Gängige Dosierungen liegen bei 200 bis 500 mg. Wer DMAE aber häufiger nimmt, baut eine gewisse Gewöhnung wie beim Koffein auf, und dann sind 200 bis 500 mg plötzlich nicht mehr sonderlich wirkungsvoll. Im GN Laboratories Narcotica Infection sind 250 mg enthalten in der kleinen Portion enthalten.

Dazu gesellt sich jedoch die gleiche Menge Cholin Bitartrat, welches den gleichen Mechanismus bedient wie DMEA, aber über andere Transportsysteme in das Blut und über die Blut-Hirn-Schranke transportiert wird. In Kombination ist die Dosierung hier schon ziemlich gut.

Mit dem Wegfall des Eria Jarensis Extrakt ist Koffein nun das einzige Stimulanz, welches GN in seinen Boostern verwendet. Koffein blockiert im Gehirn und im Körper die Adenosinrezeptoren. Adenosin wiederum ist ein Molekül, welches uns eine Ermüdung anzeigt und so vor Überlastung schützen soll. Dockt genug Adenosin an seinen Rezeptoren an, weiß der Körper, es wird zeit sich auszuruhen und ein Nickerchen zu machen. Blockiert nun Koffein diese Rezeptoren, kann das Signal nicht mehr übermittelt werden und die Müdigkeit verfliegt. Die Dosierung von 200 mg in der einfachen Portion ist mit 200 mg recht moderat und ausreichend, um eine gewisse Alltagsermüdung los zu werden. Mit der doppelten Menge sollte es jedoch schon spürbar boosten. Wenn ihr von dieser Menge nichts mehr merkt, dann wäre es definitiv Zeit für eine Koffeinpause. 

Schisandra Beeren-Extrakt ist der Extrakt der Beere des „chinesischen Spaltkörbchens“ und wird auch „Wohlfühlbeere“ genannt. Schizandrol A soll für ein wohltuendes Gefühl und mentale Leichtigkeit sorgen, Cortisol senken und Angstzustände lösen. Damit ist Schisandra in die Gruppe der sogenannten Adaptogene einzuordnen. Je nach Gehalt an Schizandrol A sind Mengen zwischen 50 und 500 mg wirksam. Im GN Laboratories Narcotica Infection sind 150 mg eines 2:1 Extraktes enthalten.

Mit „Roseroot Root Extract“ ist hier Rhodiola Rosea gemeint, ein weiteres Adaptogen der traditionellen chinesischen Medizin, das ursprünglich aus Skandinavien stammt. Ihm wird nachgesagt, die körperliche und geistige Vitalität zu verbessern. In Studien wurde gezeigt, dass es die Ermüdung und Erschöpfung durch anhaltende Stresssituationen reduzieren kann. Außerdem wirkt Rhodiola Rosea neuroprotektiv und hat gezeigt, dass es die Langlebigkeit erhöhen kann. Neuerdings gibt es immer mehr Booster, die diesen Wurzelextrakt enthalten. Bei dem Extrakt kommt es darauf an, wie viel Rosavin enthalten ist. Leider finden wir beim GN Laboratories Narcotica Infection dazu keine Angaben. Die Studien zu dem Thema verwendeten eine Dosierung von zwei Mal 200 mg mit circa 5% Rosavin am Tag, waren aber eher auf langfristige Wirkungen ausgelegt. In der kleinen Portion des GN Laboratories Narcotica Infection sind jedoch „nur“ 100 mg eines 8:1 Extraktes enthalten.

Siberischer Ginseng oder Eleutherococcus senticosus ist eigentlich gar kein echter Ginseng. Stattdessen ist es eine andere Spezies, die wahrscheinlich aus Marketing-Gründen verwendet wurde. Die sibirische Variante besitzt hölzerne Wurzeln statt den fleischigen des echten, koreanischen Ginsengs und enthalten Eleutheroside statt Ginsenoside. Strukturell handelt es sich um verschiedene Adaptogene, beide jedoch mit Wirkung auf die Energieproduktion. Dabei ist der sibirische Ginseng jedoch etwas schwächer als Panax Ginseng, wie die koreanische Variante auch genannt wird.

Grüntee Extrakt liefert ebenfalls Koffein. Die Hauptwirkstoffe des Grüntees in Bezug auf die Fettverbrennung sind jedoch die Katechine, wie Epicatechin (EC), Epigallocatechin (EGC) und besonders Epigallocatechingallat (EGCG). Viele Grüntee Extrakte auf dem Markt sind besonders hoch konzentriert an EGCG, da es in Studien einen signifikanten Effekt auf die Fettverbrennung gezeigt hat. Im GN Laboratories Narcotica Infection finden wir insgesamt 75 mg Grüntee-Extrakt, wovon 42 mg auf das wertvolle EGCG entfallen sollen. Um die positiven Eigenschaften des EGCG voll auszunutzen, sollte man es auf ca. 500 mg reines EGCG pro Tag bringen. Damit müsste man schon eine halbe Dose dieses Boosters zu sich nehmen, um auf diese Menge zu kommen. Allerdings kann man das Schlafen dann auch für die nächsten Tage vergessen.

Guarana Frucht Extraktliefert weitere Mengen an Koffein, die aber mit in die 200 mg pro Portion einberechnet wurden. Das Koffein des Guaranas ist allerdings eingebunden in einer natürlichen Matrix. Diese Substanz wird in Energydrinks oder auch Kaugummis verarbeitet und ist für seine anregende Wirkung bekannt. Der Koffeingehalt liegt bei etwa 3.2 bis 7.0% im trockenen Pulver und ist damit höher als in der Kaffeebohne. Weitere relevante Inhaltsstoffe wären Theobromin, Theophyllin, Phenole, Tannine, Procyanidine sowie Katechine und Epikatechine, die auch im Tee zu finden sind.

Theobromin ist ein Inhaltsstoff aus der Kakaobohne. Es besitzt strukturelle Ähnlichkeiten zum Koffein, wirkt aber weniger belastend auf das zentrale Nervensystem. Allerdings wirkt es stärker stimulierend auf den Herzschlag und die Weitung der Blutgefäße, wodurch es die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung des Körpers sowie den Pump fördert. Weiterhin wirkt es entspannend auf die glatten Muskelzellen, inklusive der der Bronchien, und wirkt daher z.B. gegen Asthma und andere Verengungen der Atemwege und kann so die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessern. Diese Tatsache ist besonders für Ausdauersportler von Bedeutung. 25 mg pro Portion im GN Laboratories Narcotica Infection sind allerdings etwas wenig. Auch die 50 mg der doppelten Portion sind etwas schwach dosiert. 

Hesperidin ist ein Flavonoid aus der Bitterorange oder auch Grapefruit, scheint das Herz-Kreislauf-System zu schützen und wirkt neuroprotektiv. Es scheint darüber hinaus eine milde positive Wirkung auf den Blutfluss zu entfalten, besitzt jedoch ebenfalls ein hohes antioxidatives Potenzial. Warum das nicht immer gut ist, haben wir bereits besprochen. Doch wie immer macht hier die Dosis das Gift. Weiterhin kann Hesperidin die Bioverfügbarkeit anderer Substanzen steigern und davon gibt es im GN Laboratories Narcotica Infection einige.

Quercetin ist ein Pflanzen-Flavonoid, welches in vielen verschiedenen Früchten, Gemüsen, Getreiden und Blättern vorkommt. Quercetin wird als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet, welches Entzündungen und Allergien hemmen und Fett verbrennen kann. Eine weitere Studie verwendete Quercetin (300 mg) zusammen mit Grüntee-Catechinen und Koffein (45 mg). Dabei konnte eine Verbesserung der Trainingsleistung in trainierten Radsportlern festgestellt werden. Jetzt würde auch die geringe Menge Grüntee im GN Laboratories Narcotica Infection Sinn machen, doch leider sind nur 100 mg Quercetin pro Portion enthalten.

Glutathion ist das stärkste körpereigene Antioxidans des Menschen. Allerdings hat es auch die Fähigkeit, den Abbau von NO zu hemmen und dadurch den Pump zeitlich zu verlängern. Im T1 Virus und  T1 Antivirus verwendete GN für diesen Effekt noch N-Acetyl-L-Cystein, kurz NAC. Dies ist auch der Hauptwirkstoff des Hustenlösers ACC Akut und hat einen sehr dominanten Eigengeschmack. Das Problem ist nur, dass Glutathion bei oraler Einnahme zu einem weniger starken Anstieg der Glutathionspiegel im Blut führt als NAC. Außerdem sind Antioxdantien vor dem Training auch immer etwas problematisch. Während des Trainings produziert der Körper ganz bestimmte freie Radikale. Diese freien Radikale dienen dann als Signal für den Körper, dass er sich an den Trainingsreiz anpassen muss, sprich stärker oder ausdauernder werden muss. Antioxidantien neutralisieren generell freie Radikale und können somit den Trainingsreiz vermindern. Daher sollte man immer etwas vorsichtig damit umgehen.

Pomegranate Peel Extract, zu Deutsch Granatapfelschalen Extrakt, liefert hauptsächlich Antioxidantien der Cyanidin Gruppe. Andere Hersteller verwenden dafür Extrakte aus Pinienrinde (Pine Bark) oder anderen Pflanzen, doch GN Laboratories hat sich für dem Narcotica Infection für den Granatapfel entschieden. Procyanidine, bestehend aus langen Ketten von Catechinen, fördern die Synthese des Stickstoffmonoxids und tragen damit ebenfalls zur Verbesserung des Pump Effektes bei.

Traubenkernextrakt ist für seine antioxidativen Eigenschaften bekannt, soll aber auch antiöstrogene Effekte besitzen. Durch seine enthaltene Anthocyanidine kann es ähnlich wie Pinienrindenextrakt den Blutfluss steigern. Potentielle negative Effekte von Antioxidantien vor dem Training haben wir jedoch schon beim Gltathion besprochen.

Weidenrindenextrakt enthält den Stoff Salicin, der in acetylierter Form auch unter dem Namen Aspirin bekannt ist. Dieses Stöffchen bewirkt, dass das Blut im Körper dünnflüssiger wird und schneller fließen kann. Der Vorteil davon ist, dass man einen stärkeren Pump bekommt und die Wirkstoffe sowie Sauerstoff schneller in die Muskulatur transportiert werden. Der große Nachteil ist jedoch, dass Blutungen bei einer eventuellen inneren oder äußeren Verletzung sehr viel langsamer aufhören zu bluten. Ob es das für den GN Laboratories Narcotica Infection wirklich wert ist?

Astaxanthin gilt als stärkstes Antioxidans der Welt und hat deshalb seine Hauptaufgabe darin, freie Radikale zu bekämpfen. Warum das nicht immer gut ist, haben wir bereits geklärt. Es stammt aus der Rotalge und gibt unter anderem Flamingos und Lachs ihre typische Farbe. Außerdem wirkt es entzündungshemmend, kann die Ausdauer fördern und sich positiv auf die Muskelerholung auswirken. Eine optimale Menge läge bei ungefähr 10 bis 12 mg. Im GN Laboratories Narcotica Infection haben wir jedoch nur 5 mg pro Portion enthalten. Weiterhin ist es fettlöslich und wird in Kombination mit einer Fettquelle wesentlich besser aufgenommen. An dieser Stelle macht es unserer Meinung nach daher wenig Sinn. 

Piperin ist der Extrakt des schwarzen Pfeffers und quasi die Mutter aller Stoffe, die eingesetzt werden, um die Effektivität andere Stoffe zu steigern. Zahlreiche Studien belegen diesen Effekt auch eindrucksvoll an einer Bandbreite von Wirkstoffen. Somit kann man niedrigere Dosierungen anderer Wirkstoffe genauso effektiv machen wie höhere Mengen ohne Piperin. Üblicherweise werden 5 bis 10 mg reines Piperin verwendet. Im GN Narcotica Infection stecken 4,8 mg. Das ist noch vertretbar.

Cayenne Pfeffer ist dafür bekannt, durch das enthaltene Capsicum die Verdauung und den Stoffwechsel anzuregen. Allerdings steigert Chili auch die Bioverfügbarkeit von Stimulanzien wie Koffein und hat gezeigt vor dem Training eingenommen die Leistung zu verbessern. Für den Hausgebrauch kann man übrigens auch Cayennepfeffer in seine Shakes mischen, was allerdings eine ziemlich scharfe Angelegenheit ist.

Wenn man sich die Zusammensetzung des GN Narcotica Infection so anschaut, könnte man meinen, man hätte die Formel des T1 Virus genommen, das Eria Jarensis entfernt, das Koffein ein wenig hoch geschraubt und die Formel ansonsten basierend auf unseren Kritikpunkten vom letzten Mal abgeändert. Beispielsweise hat man das Creatin und Beta-Alanin herausgenommen, das doch recht hervorschmeckende N-Acetyl-L-Cystein entfernt und zusätzliches Cholin und Creatinol-O-Phosphat eingefügt, um nur ein paar Punkte zu nennen. Dennoch hat man auch Stoffe entfernt, die eigentlich sinnvoll waren oder die Dosierung vermindert. Der GN Narcotica Infection enthält jedoch immer noch eine ganz Menge an Inhaltsstoffen. Doch das mehr nicht unbedingt besser ist, haben wir schon oft beobachtet. Wir sind gespannt, wie sich das in der Wirkung bemerkbar macht.

Narcotica Infection Zutaten

Die Zusammensetzung des GN Labortatories Narcotica Infection klingt sinnvoll.

Inhaltsstoffe des GN Laboratories Narcotica Infection (Geschmacksrichtung Red Punch):

Citrulline Polyhydrate, Arginine Polyhydrate, Glycerol, Betaine Hydrochloride, Creatinol-O-Phosphate, Taurine, N-Acetyl-Tyrosine, Flavourings, Sour Cherry Fruit Powder, Beetroot Root Powder, DMAE, Hesperidin, Choline Bitartrate, Caffeine, Sweetener: Sucralise, Shisandra Chinensis Fruit Extract 2:1, Cacao Extract, Quercetin, Astaxanthin, Pomegrenate Peel Extract, L-Glutathione, Roseroot Root Extract 8:1, Green Tea Extract, Grape Seed Extract, Siberian Ginseng Root Extract 25:1, Magnesium Bisglycinate, Willow Bark Powder, Guarana Fruit Extract 1:1, Sodium Bicarbonate, Anti-Caking Agent: Silicone Dioxide, Nicotinamide, Cayenne Pepper Extract 10:1, Black Pepper Fruit Extract 25:1, Cyanocobalamin.


Einnahme

GN Laboratories gibt folgende Empfehlung auf der Dose an:

„Nehmen Sie 1 Portion 15 g (1 Messlöffel) in 200 bis 250 ml Wasser 30 bis 45 Minuten vor dem Training. ÜBERSCHREITEN SIE DIE 2 PORTIONEN NICHT INNERHALB VON 24 STUNDEN.“

Eine durchaus vernünftige Empfehlung. Allerdings muss man sagen, dass man mit einem Messlöffeln für 15 g nicht wirklich hinkommt. Mit unserer Boosterwaage sind wir bei einem Messlöffel auf ca. 11 bis 12 g gekommen. Man sollte also zur Sicherheit eine geeignete Küchenwaage verwenden.


Geschmack und Löslichkeit

Anders als der Narc Nemesis ist der GN Laboratories Narcotica Infection nur in einer Geschmacksrichtung erhältlich – Red Punch. Schon beim Öffnen der Dose steigt einem der sehr fruchtige, süße Geruch in die Nase. Wer bereist Produkte des Herstellers in den Geschmacksrichtungen „War Berries“, „Crazy Fruits“ oder eben Fruit Punch probiert hat, der wird sich zurückerinnert fühlen. Offensichtlich verwendete man immer wieder die selben Aromen, um die mehr oder weniger gut schmeckenden Wirkstoffe zu überdecken. Das macht allerdings fast jeder Hersteller so und ist überhaupt nichts verwerflich. Zumindest solange es schmeckt.

Beim Anmischen des Shakes gibt es keinerlei Probleme. Das Pulver löst sich schnell und gut auf. Wenn man sich dann allerdings den ersten Schlucke genehmigt, ist man dann doch erst einmal etwas überrascht. Mit 15 g in 200 ml Wasser ist der Geschmack viel stärker und süßer als man das von GN bisher gewohnt war. Auch das mehlige Mundgefühl ist noch stärker ausgeprägt als man das bisher kannte. Das war schon bei unseren vorherigen Tests ein Kritikpunkt. Aus anderen Reviews wissen wir, dass man diesen Nebeneffekt definitiv auch umgehen kann. Aber sei es drum, so schlimm ist es nicht. Wer den Geschmack ein wenig weniger intensiv mag, der sollte darauf achten, ein wenig mehr Wasser zu verwenden.

Narcotica Infection Geschmack

Der GN Laboratories Narcotica Infection schmeckt gut, aber sehr stark.

Was wir allerdings gut finden ist, dass mit dem Entfernen des NACs auch der Nachgeschmack nach Hustenlöser verschwunden ist. Zwar ist der Geschmack bei Booster eher zweitrangig, aber das hat uns schon wirklich stark gestört.


Wirkung von GN Laboratories Narcotica Infection

Rein von den Wirkstoffen her wirkt der GN Laboratories Narcotica Infection, als hätte man versucht, die Formel des T1 Antivirus hinsichtlich der Stimulanzien EU-tauglich zu machen und weiterhin anhand von Reviews wie unserem zu verbessern.

>> GN Laboratories Narcotica Infection bekommt ihr hier! <<

Man kann also nun nicht mehr erwarten, dass man aufgepusht wird wie bei einem Hardcore Booster. Dennoch war das Koffein sehr gut zu spüren. Was uns auch sehr gut gefallen hat, war der Pump. Besonders bei der doppelten Portion von 30 g kommt er nah an reine Pump Booster heran, allerdings hält er nicht so lange an. Das Glutathion wird einfach nicht effektiv genug aufgenommen. Auch eine gesteigerte Kraft durch das Creatinol-O-Phosphat konnten wir feststellen. Man darf hier aber keine Sprünge von 10 Kilo auf der Bank erwarten. Eher so etwas wie ein bis zweiWiederholungen über das Gewohnte hinaus. Den Fokus fanden wir dank der guten Dosierungen von DMAE und Cholin wirklich gut. Warum man allerdings kein L-Theanin verwendet hat wie im Narc Nemesis, ist uns unklar.


Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis für eine Dose GN Laboratories Narcotica Infection liegt bei 39,80 €, wofür man knappe 27 Portionen zu je 15 g oder gute 13 Portionen zu je 30 g bekommt. Daraus ergibt sich ein Portionspreis von ca. 1,49 €, bzw. 2,98 €.

Der GN Laboratories Narcotica Infection ist definitiv ein Allround-Booster, der so ziemlich alle Aspekte berücksichtigt, die ein guter Booster beinhalten kann. Auch die Umsetzung finden wir dieses Mal sehr viel besser, als wir das bisher von diesem Hersteller kannten. Diese derart große Bandbreite an Inhaltsstoffen hätte es unserer Meinung nach aber nicht sein müssen. Einige von ihnen hätte man sich durchaus sparen können. Dennoch bezahlt man sie mit. Immerhin hat man hier dieses mal auf Creatin und Beta-Alanin verzichtet. Andere Wirkstoffe, wie das Creatinol-O-Phosphat, sind dagegen sehr sinnvoll und recht teuer im Rohstoffpreis. Daher finden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung.

Narcotica Infection Erfahrung

Unter dem Strich ist der Narcotica Infection ein guter EU Booster.


Fazit

Summa summarum macht GN Laboratories mit seinem Narcotica Infection definitiv einen Schritt in die richtige Richtung. Zwar verzichtet man bewusst auf Amphetamin-ähnliche Stimulanzien, jedoch hat man an der generellen Formel einiges verbessert. Der eine oder andere Inhaltsstoff ist zwar noch etwas unterdosiert oder fehl am Platz, allerdings haben wir das Gefühl, dass man sich unsere Kritik zu Herzen genommen hat. Dennoch glauben wir nicht, dass GN Trick 17 angewendet hat und diese Substanzen eingesetzt hat und sie nicht deklariert. Das hätte man bei der Wirkung gemerkt. Letztlich deckt der GN Laboratories Narcotica Infection so ziemlich jeden Aspekt ab, der zu einem guten Training gehört. Wir glauben allerdings nicht, dass man dafür so viele Wirkstoffe benötigt hätte.

Sale
GN Laboratories T1 VIRUS, 500 g Dose, Black Cherry
  • GN Laboratories T1 VIRUS, 500 g Dose in Geschmacksrichtung Black Cherry
  • T1 VIRUS ist DER Hardcore Pre Workout Booster für fortgeschrittene Fitness Sportler und Bodybuilder !
  • T1 VIRUS ist der extremste und umfassendste Pre Workout Booster, der je das Licht der Welt erblickt hat und der mehr aktive Inhaltsstoffe in klinischen Dosierungen als jedes andere uns bekannte Pre Workout Produkt enthält !
  • Unbändige Energie damit du auch die brutalsten und mörderischsten Trainingseinheiten mit Leichtigkeit durchstehst !

 


Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 83.8/100 83.8
Inhaltsstoffe und Dosierung 90
Geschmack 85
Wirkung 85
Preis-Leistungs-Verhältnis 75

Positives

Negatives

größtenteils sinnvolle Zusammensetzung
sehr starker Geschmack
weitestgehend sinnvolle Dosierungen
mehliges Mundgefühl
cooles Design
viele Antioxidantien

Weitere Reviews für dich:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben
Gannikus.com

Gannikus.com