GN Laboratories T1 Virus im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland USA
Durchschnittspreis 39,90 €

Produkteignung

suboptimal optimal
Pre Workout
Trainingsbooster

Erfahrungsbericht zum Hardcore Pre-Workout-Booster GN Laboratories T1 Virus

Zugegeben, Genetic Nutrition Laboratories, oder kurz GN, bring alle Nase lang einen neuen Booster raus. Sei es unter eigenem Namen oder in Kooperation mit gesponserten Athleten wie der Hardgainer Crew oder Road to Glory. Man kann hier klar sagen, GN Laboratories lässt sich in der Regel nur bedingt etwas Neues einfallen, vielmehr setzt man hier konstant auf Bewährtes. Viele dieser Booster waren eher mittelmäßig, einige wirklich gut und ein paar wenige sogar legendär. Zur FIBO 2018 erschienen dann mit dem T1 Virus und T1 Antivirus ein neuer Hardcore Booster und ein neuer Pump Booster. Heute stellen wir euch mit dem GN Laboratories T1 Virus den Hardcore Booster genauer vor und sagen euch, wie gut er im Vergleich abschneidet und ob sich der Kauf lohnt.


Verpackung

Bei der Verpackung hat sich der angebliche US-Hersteller GN Laboratories dieses Mal etwas Besonderes ausgedacht. Die Dose des GN Laboratories T1 Virus ist rot und trägt das Zeichen für biologische Gefahrstoffe in der Mitte und auf dem Deckel. In der Mitte der Vorderseite finden wir ebenfalls ein Feld mit der Inschrift “Dangerous” sowie einen Totenschädel. Man will also den Eindruck erwecken, dass das Produkt wirklich nichts für schwache Nerven ist. Das bestätigt auch die Warnung, dass man die Dosierung von GN T1 Virus nicht überschreiten sollte.

Alle relevanten Informationen wie Zutaten, Warnhinweise, Einnahmeempfehlung etc. finden wir auf der Rückseite der Dose. Anders als bei anderen Produkten des Herstellers, der laut Angaben auf der Dose in Miami Beach sitzt, finden wir alles nur in deutscher Sprache. Mit den anderen Boostern aus dem Hause GN hat der GN Laboratories T1 Virus jedoch gemeinsam, dass die Angaben ausschließlich in Großbuchstaben abgebildet sind. Mit schwarzer Schrift auf rotem Grund macht es das Ganze nicht besonders einfach leserlich…

GN Laboratories T1 Virus Hardcore Booster

Das Design des GN Laboratories T1 Virus soll Gefahr ausstrahlen.

Der GN Laboratories T1 Virus Nutrition ist als 500 g Dose in den drei Geschmacksrichtungen Black Cherry, Green Apple und Lemon Cola erhältlich.


Inhaltsstoffe & Dosierung von GN Laboratories T1 Virus

GN Laboratories T1 Virus Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe und Nährwerte des GN Laboratories T1 Virus

Zunächst einmal ist uns aufgefallen, dass man in der Liste der Inhaltsstoffe beim GN Laboratories T1 Virus teilweise andere Formen angibt als in der Tabelle, die ihr oben seht. Beispielsweise schreibt man in der Liste etwas von “L-Citrullin-DL-malat 2:1, L-Citrullin, Arginin HCL, normalem Beta Alanin oder Creatin HCL. Mit den angepriesenen Polyhydrat-Formen hat das wenig zu tun. Die Liste findet ihr am Ende dieser Sektion. Leider ist es nicht das erste Mal, dass GN Laboratories durch solche Ungereimtheiten auffällt und wir das anprangern. Hier sollte man in Zukunft wirklich mehr Sorgfalt walten lassen.

Eine Portion des GN Laboratories T1 Virus wiegt stattliche 30 g und bietet eine Menge verschiedener Inhaltsstoffe. Diese werden wir im Folgenden alle kurz besprechen, damit ihr wisst, was ihr davon erwarten könnt. Löblich finden wir, dass man dieses mal die Mengen aller Inhaltsstoffe genau angibt und nicht hinter einer Proprietary Blend versteckt, wie es in der Vergangenheit meistens der Fall war. Allerdings fragt man sich dann doch auch, wie verlässlich sind diese Angaben, wenn die Zutatenliste andere Substanzen aufweist als die Supplement Facts?

Vitamin C – wird vor dem Training meist verwendet, um den Cortisolspiegel zu verringern und den Pump zu steigern. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass Vitamin C ein Antioxidans ist. Das ist zunächst einmal eine gute Sache für die allgemeine Gesundheit, es gibt aber Zeitpunkte, an denen man als leistungsorientierter Sportler eher keine Antioxidantien zu sich nehmen sollte, nämlich vor und nach dem Training. Während des Trainings produziert der Körper ganz bestimmte freie Radikale. Diese freien Radikale dienen dann als Signal für den Körper, dass er sich an den Trainingsreiz anpassen muss, sprich stärker oder ausdauernder werden muss. Antioxidantien neutralisieren generell freie Radikale und können somit den Trainingsreiz vermindern. 150 mg sind hier zwar im Vergleich zu Konkurrenzprodukten noch milde dosiert, aber wir werden im Verlauf noch einmal auf das Thema zu sprechen kommen.

Kalzium – kennen die meisten von euch wohl hauptsächlich im Zusammenhang mit Knochen. Allerdings hat das Mineral auch andere Aufgaben. Beispielsweise ist es wichtig für die Muskelkontraktion und das wird auch der Gedanke hinter dem Einsatz sein. Im Vergleich zu den Knochen sind dafür zwar nur sehr geringe Mengen notwendig, doch kann man nicht wirklich steuern, wo der Körper das Kalzium verwendet. Die Dosierung von 150 mg ist relativ gering, wenn man dadurch versuchen sollte, seinen Bedarf zu decken. Zumal die Form als Kalziumoxid auch nicht wirklich die mit der höchsten Bioverfügbarkeit ist.

Magnesium – ist ein essentieller Nährstoff und beteiligt an über 300 Reaktionen im Körper, unter anderem an der Verdauung und am Muskelaufbau. Allerdings kann es bei Menschen mit einem Mangel (welcher auch bei uns nicht selten ist) zu einer sedierenden, also eher einschläfernden Wirkung kommen. Laut Zutatenliste wurde hier die Form Magnesiumcarbonat verwendet. Diese Form wird meistens eher von Kletterern oder Powerliftern als Kreide für die Hände verwendet, da es überschüssige Flüssigkeit absorbiert. Oral eingenommen hat es im Vergleich zu anderen Formen eine recht stark abführende Wirkung, also Vorsicht mit der Dosierung des GN Laboratories T1 Virus.

Niacin – auch Vitamin B3 genannt, kommt häufiger in Pre-Workout Boostern vor. Dieses Vitamin macht nun das Gegenteil von Vitamin C, es fördert den oxidativen Stoffwechsel, der beim Training stattfindet und fördert somit indirekt die Adaptation an einen Trainingsreiz. Außerdem kann es die Muskelausdauer verbessern. Interessant ist auch, dass Niacin zu einem so genannten „Flushing Effekt“ führen kann, der zu einem warmen Gefühl auf der Haut von Gesicht und Händen beiträgt. Ähnlich wie Beta-Alanin setzen Hersteller daher oft Niacin ein, um eine gewisse „Sofortwirkung“ herbeizuführen, die den Konsumenten glauben lässt, es passiere jetzt etwas ziemlich Abgefahrenes im Körper, dabei ist es nur eine Nebenwirkung. Für diesen Effekt sind aber deutlich höhere Dosen nötig.

Beta-Alanin – ist dafür bekannt, ein Kribbeln auf der Haut auszulösen. Die Hauptaufgabe des Beta-Alanins ist es jedoch, über mehrere Zwischenschritte die gesteigerte Milchsäureproduktion während des Trainings abzupuffern. Die gängige Tagesdosis liegt bei 2000 bis 5000 mg, aufgeteilt auf mehrere Einzeldosen. Grund dafür ist, dass Beta-Alanin mit anderen Aminosäuren, wie Taurin, um die Rezeptoren für die Aufnahme im Darm und über die Blut-Hirn-Schranke konkurriert. Im GN Laboratories T1 Virus ist mit 3000 mg schon eine recht hohe Dosis verbaut, aber solange man es nicht ohnehin schon nimmt, wird man davon nicht mehr merken als das Kribbeln. Weiterhin haben wir es hier mit der Form als Beta-Alanin Polyhydrat zu tun. GN Laboratories ist bekannt dafür Aminosäuren, in dieser Form zu verwenden.

Ähnliches gilt für das Creatin Polyhydrat. Im GN Laboratories T1 Virus finden sich ebenfalls 3000 mg davon. Creatin ist zweifelsfrei das am besten untersuchte legale Nahrungsergänzungsmittel in Bezug auf die körperliche Leistung, aber genau wie beim Beta-Alanin, bringt die einmalige Einnahme vor dem Training so gut wie nichts. Wer also ansonsten kein Creatin nimmt, der wird davon keinen Mehrwert haben und wer es nimmt wird diese 3000 mg mehr auch nicht merken. Damit hätte man schon mal 6 der 30 Gramm in der Portion sparen können.

Betain HCL – ist ein Abkömmling der Aminosäure Glycin. Diese Substanz ist bisher noch nicht allzu gut erforscht, doch sie kann dafür sorgen, dass Wasser in die Muskulatur gezogen wird und dadurch ein verstärkter Pump entsteht. Hierfür brauchen wir eine Dosierung von über 2 g. Mit den 3000 mg im GN Laboratories T1 Virus sind wir also auf der sicheren Seite.

Taurin – ist eine nicht-proteinogene Aminosäure und kann den oxidativen Stress nach dem Training minimieren. Taurin findet sich in Energy Drinks, da es die Wirkung von Koffein zu verstärken scheint. Außerdem macht Taurin immer dann Sinn, wenn Beta-Alanin im Spiel ist, denn Beta-Alanin verbraucht im Körper Taurin und damit sich die Taurinspeicher nicht leeren, sollte man parallel etwas davon zuführen. Taurin kann weiterhin ähnlich wie Creatin die Hydration der Muskelzellen verbessern. Anekdoten von Bodybuildern berichten jedoch davon, dass der Effekt ab ca. 1000 mg ins Gegenteil umschlägt, was bedeuten würde, dass Taurin hier mit 2000 mg sogar überdosiert ist. Wenn überhaupt ist der negative Effekt jedoch minimal

N-Acetyl L-Cystein – ist vielen von euch sicherlich besser als aktiver Wirkstoff im Hustenlöser ACC® Akut bekannt. Diese Form der Aminosäure Cystein wird sehr viel besser aufgenommen als die freie Version oder andere galenische Formen. Cystein ist wichtig für die Produktion des stärksten Antioxidans des Körpers, dem Glutathion. Weiterhin hat es die Eigenschaft, Enzyme zu hemmen, die Stickstoffmonoxid (NO) abbauen. Damit kann es den Pump-Effekt verlängern. Allerdings hat die antioxidative Wirkung auch ihre Schattenseiten, die wir bereits beim Vitamin C angesprochen haben. Mit 600 mg ist GN Laboratories T1 Virus genauso hoch dosiert wie der bekannte Hustenlöser von Hexal. Wenn ihr also gerade kein ACC® Akut zur Hand habt, hilft wahrscheinlich auch eine Portion vom GN Laboratories T1 Virus.

Alpha GPC – steht für „Alpha Glyceroyl Phosphoryl Cholin“ und dient im Gehirn als „Spender“ für Acetylcholin, einem Neurotransmitter, der die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Gängige Einzeldosierungen liegen zwar bei etwa 500 mg, jedoch wirkt es in Kombination mit anderen Substanzen synergistisch, wodurch weniger verwendet werden muss. Aus diesem Grund könnten die verwendeten 150 mg eventuell bereits ausreichend sein.

L-Citrullin Polyhydrat™ – ist eine Version der nicht-proteinogenen Aminosäure L-Citrullin, die wir auch schon in anderen Boostern von GN Laboratories gesehen haben. Normalerweise finden wir L-Citrullin in freier Form oder gebunden an Apfelsäure in Boostern enthalten. Letzteres bezeichnet man dann als so genanntes Citrullin Malat. L-Citrullin Polyhydrat wirkt jedoch auf dieselbe Art und Weise wie alle anderen Formen von Citrullin auch. Die wichtigste Eigenschaft von L-Citrullin in einem Pre-Workout ist, dass es in den Nieren zu L-Arginin umgewandelt wird. Studien konnten zeigen, dass die Supplementierung mit L-Citrullin deutlich effektiver ist als die mit L-Arginin selbst. Aus L-Arginin wiederum können Nitric Oxide Synthase (NOS) Enzyme im Blut Stickstoffmonoxid (NO) herstellen, was die Gefäße erweitern und damit für eine bessere Durchblutung, den sogenannten Pump sorgen kann. Dabei entsteht aus L-Arginin Stickstoffmonoxid und wieder L-Citrullin. Die Wirksamkeit von L-Citrullin als NO-Donor ist hinreichend belegt und so wird L-Citrullin auch unterstützenden in der Therapie von genetisch-bedingtem Muskelschwund eingesetzt. Im GN Laboratories T1 Virus sind satte 6000 mg enthalten, was auch am oberen Ende der empfohlenen Dosierung liegt.

Arginin Polyhydrat – ist ebenfalls so eine Verbindung, die GN gerne benutzt. Wir haben sie beispielsweise schon im GodMode gesehen. Arginin ist die Vorstufe von Stickstoffmonooxid (NO), was die Funktion hat, die Gefäße zu erweitern und dadurch den Blutfluss zu steigern. Das Ganze resultiert dann idealerweise in einem verbesserten Pump-Effekt. Sie steht in der Zutatenliste mit einer Menge von 4000 mg angegeben. Wenn man von einer üblichen Dosierung von 4000 bis 6000 mg ausgeht, ist das zwar am unteren Ende, da Arginin aber auf eine ähnliche Weise wirkt wie Citrullin, ist die Dosierung von beiden in Kombination durchaus gut. Ein weiterer Vorteil der Kombination von Citrullin und Arginin liegt darin, dass sie über verschiedene Transporter in das Blut aufgenommen werden. Sind die Arginin Transporter abgesättigt, kann immer noch Citrullin aufgenommen werden. Somit kann theoretisch mehr NO produziert werden als mit einem dieser Stoffe allein.

GlyceroMax™ – ist eine patentierte, pulverförmige Version von simplen Glycerin, wie man es auch in der Lebensmittelindustrie oder zu Hause beim Backen als Feuchthaltemittel verwendet. Früher hieß der Rohstoff „Hydromax®“, musste allerdings aus rechtlichen Gründen umbenannt werden. Es handelt sich also um dieselbe Substanz vom selben Hersteller, nur unter anderem Namen. Die Eigenschaft, dass Glycerol Wasser bindet, macht sich auch im Körper bemerkbar, indem es den Pump fördert. Leider sorgt es aber auch dafür, dass Booster mit diesem Inhaltsstoff sehr schnell zu einem einzigen Klumpen transformieren, was die Dosierung ohne Waage etwas schwieriger machen kann. Bezüglich der Dosierung kann man sagen, dass ähnliche Booster etwa 2000 bis 3000 mg verwenden. Der GN Laboratories T1 Virus bringt es jedoch “nur” auf 1500 mg. Die wird man sicher spüren, aber es wäre auch mehr drin gewesen.

Rote Beete Pulver – hat im Grunde zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen liefert es natürlicherweise hohe Mengen an Nitraten. Diese wiederum fördern erwiesenermaßen die Erweiterung der Blutgefäße, wodurch in der Theorie der Blutdruck gesenkt und der Pumpeffekt gesteigert wird. Wer schon einmal in der Küche mit dieser Knolle gearbeitet hat, der weiß ebenfalls, dass rote Beete Saft extrem stark färbt. Daher ist die zweite Aufgabe dieses Extraktes, dem Produkt seine Farbe zu verleihen, ohne dass man weitere künstliche Farbstoffe braucht. Das ist schon ein durchaus nützlicher Nebeneffekt.

L-Norvalin – ist eine Aminosäure, die wir immer häufiger in Pre Workout Produkten finden und das aus gutem Grund. Wie der Name schon sagt, ist Norvalin von der verzweigtkettigen Aminosäure Valin abgeleitet.  Norvalin hemmt das Enzym Arginase, welches Arginin abbaut. Gerade eben haben wir noch gesagt, dass Citrullin erst zu Arginin wird. In Kombination mit Norvalin können beide Stoffe aber noch besser und länger wirken. Mit 250 mg pro Portion ist der GN T1 Virus schon recht gut dosiert.

Resveratrol – ist ein bekanntes und beliebtes Antioxidans aus roten Trauben. Es wurde in der Vergangenheit dafür verantwortlich gemacht, dass Franzosen und Italiener aufgrund des hohen Rotweinkonsums länger leben als beispielsweise wir Deutschen. Die antioxidative Wirkung hat jedoch keinen erkennbaren Vorteil auf den Pump, aber wie bereits beschrieben eher potenzielle Nachteile in Bezug auf die langfristige Adaptation auf den Trainingsreiz. Dasselbe Problem haben wir schon beim Pump Booster “Pumpdown” von ZEC+ Nutrition diskutiert. Hier erklärt man, dass Resveratrol zwar das katabole, also energiebereitstellende Enzym AMPK aktiviert, gleichzeitig aber auch auf die Proteine ERK1 und ERK2 einwirkt, welche das Zellwachstum und damit den Muskelaufbau steigern. Das soll aber nicht ausschließen, dass die antioxidative Wirkung die Anpassung an den Trainingsreiz in Bezug auf Kraft und Ausdauer hemmt. Beziehungsstatus: es ist kompliziert! Man sollte nicht alles nur schwarz-weiß sehen. Man könnte aber vermuten, dass GN Laboratories hier von ZEC+ abgeschrieben hat. Auch andere Inhaltsstoffe würden darauf hinweisen.

Weißdornblattextrakt – wird auf Englisch auch “Hawthorn” genannt und hat die Aufgabe den Blutdruck zu senken, ist mit 200 mg aber wahrscheinlich etwas niedrig dosiert.

Kokosnusswasser Konzentrat – sieht man wahrlich nicht alle Tage in einem Booster. Kokosnusswasser besitzt hohe Gehalte natürlicher Elektrolyte und wird daher ab und zu in Supplementen eingesetzt. Das es hier in der Kategorie “Hydrate & Defend” steht, vermuten wir genau diesen Einsatzzweck im GN Laboratories T1 Virus.

Hesperidin – ist ein Flavonoid aus der Bitterorange oder auch Grapefruit, scheint das Herz-Kreislauf-System zu schützen und wirkt neuroprotektiv. Es scheint darüber hinaus eine milde positive Wirkung auf den Blutfluss zu entfalten, besitzt jedoch ebenfalls ein hohes antioxidatives Potenzial. Warum das nicht immer gut ist, haben wir bereits besprochen. Doch wie immer, macht hier die Dosis das Gift. Weiterhin kann Hesperidin die Bioverfügbarkeit anderer Substanzen steigern und davon gibt es im GN Laboratories T1 Virus einige.

Silberweidenrindenextrakt – enthält den Stoff Salicin, der in acetylierter Form auch unter dem Namen Aspirin bekannt ist. Dieses Stöffchen bewirkt, dass das Blut im Körper dünnflüssiger wird und schneller fließen kann. Der Vorteil davon ist, dass man einen stärkeren Pump bekommt und die Wirkstoffe sowie Sauerstoff schneller in die Muskulatur transportiert werden. Der große Nachteil ist jedoch, dass Blutungen bei einer eventuellen inneren oder äußeren Verletzung sehr viel langsamer aufhören zu bluten. Ob es das wirklich wert ist?

N-Acetyl L-Tyrosin – ist die acetylierte Form der Aminosäure Tyrosin, die im lebenden Organismus zu L-DOPA, dem Prekursor des Glückshormons Dopamin umgewandelt wird. Dopamin wiederum wird über mehrere Einzelschritte erst zu Noradrenalin und dann zu Adrenalin umgewandelt. Damit dient L-Tyrosin als wichtiges Substrat zur Herstellung der Katecholamine, die die Wachheit und Energiebereitstellung erhöhen. Die Dosierung von 1500 mg ist dabei definitiv zweckmäßig.

Eria Jarensis Extrakt (DMHA) – wirkt ähnlich dem berühmten DMAA (was wiederum der Vorgänger von DMBA ist) und kann die Blut-Hirn-Schranke überqueren. Es agiert als Neuromodulator im zentralen Nervensystem und steigert dort den Adrenalin- und Noradrenalin-Spiegel. In der Regel wird dieser Extrakt jedoch in Kombination mit anderen amphetaminähnlichen Stimulanzien verwendet und nicht allein. Bei GN Laboratories sehen wir ihn dagegen das erste Mal. Bisher verwendete man oft einen sogenannten “Kigelia Africana Extrakt” und versteckte dahinter unter anderem DMHA. Wir vermuten, dass man im GN T1 Virus Ahnliches macht und entweder DMHA oder DMBA dahinter steckt. Auch die Dosierung würde darauf hindeuten.

Koffein – müssen wir sicherlich kaum noch groß erklären. Allerdings sei gesagt, dass die Dosierung mit 200 mg recht gering für einen Booster ist, der sich selbst als äußerst gefährlich einstuft.

Dimethylaminoethanol. Der einwertige, primäre Alkohol, der noch eine Dimethylaminogruppe trägt, ist eng mit dem Cholin verwandt und wird auch als DMAE (nicht DMAA !!!) bezeichnet und ist ein cholinspendendes Molekül und stellt damit im Gehirn den Neurotransmitter Acetyl Cholin bereit. Dieser Neurotransmitter sorgt wiederum für eine gesteigerte Konzentration und einen erhöhten Fokus, was für ein gutes Training nur förderlich sein kann. Gängige Dosierungen liegen bei 200 bis 500 mg. Wer DMAE aber häufiger nimmt, baut eine gewisse Gewöhnung wie beim Koffein auf und dann sind 200 bis 500 mg plötzlich nicht mehr sonderlich wirkungsvoll. Im GN Laboratories T1 Virus sind 200 mg enthalten.

Natrium Bicarbonat – hatten wir schon im Nitro Glycerin von GN und ist nichts anderes als normales Natron, wie es beispielsweise auch im Backpulver vorkommt. Diese Substanz ist äußerst basisch und wird daher auch verwendet, um den Säuregehalt anderer Stoffe abzupuffern. Beispielsweise macht man sich den Effekt beim so genannten Kre-Alkalyn zu nutze. Ob es dadurch besser wird, sei dahin gestellt, doch wahrscheinlich soll es dieselbe Aufgabe in Bezug auf die Bioverfügbarkeit der aktiven Wirkstoffe des GN Laboratories T1 Virus übernehmen.

Piperin – ist der Extrakt des schwarzen Pfeffers und quasi die Mutter aller Stoffe, die eingesetzt werden, um die Effektivität andere Stoffe zu steigern. Zahlreiche Studien belegen diesen Effekt auch eindrucksvoll an einer Bandbreite von Wirkstoffen. Somit kann man niedrigere Dosierungen anderer Wirkstoffe genauso effektiv machen wie höhere Mengen ohne Piperin. Üblicherweise werden 5 bis 10 mg reines Piperin verwendet. Im GN T1 Virus stecken 5 mg.

GN Laboratories T1 Virus Supplement Facts

Der GN Laboratories T1 Virus veribndet eine ganze Menge Zutaten.

Und nun sind wir endlich durch mit der Betrachtung der Inhaltsstoffe. Insgesamt haben wir den Eindruck, als hätte ich die angebliche US-Firma bei der Zusammenstellung des GN Laboratories T1 Virus einige deutsche Pump Booster angeschaut und das Beste aus ihnen kombiniert. Dazu noch ein paar Stimulanzien und fertig ist die Laube. Das ist aber nichts Schlechtes oder Verwerfliches. Man muss dennoch sagen, dass Stoffe wie Beta-Alanin und Creatin bei einmaliger Einnahme nicht wirklich etwas bringen und hohe Mengen an Antioxidantien vor dem Training langfristig kontraproduktiv sein können. Ein wenig gewinnt man den Eindruck, als wäre hier einfach alles rein gemacht worden, was gut klingt. Wir werden später bei der Wirkung sehen, ob der GN Laboratories T1 Virus wirklich das Beste aus mehreren guten Produkten kombiniert.

GN Laboratories T1 Virus kann aufgrund des enthaltenen Eria Jarensis Extrakt zu einem positiven Dopingtest führen!

Inhaltsstoffe des GN Laboratories T1 Virus (Geschmacksrichtung Black Cherry):

L-Citrullin-DL-malat 2:1, L-Citrullin, Arginin hydrochlorid, Beta Alanin, Creatinhydrochlorid, Betain hydrochlorid, Taurin, N- Acetyl-L-Tyrosin, Glycerolpulver, N-Acetyl-L-Cystein, Kokosnusswasserkonzentrat (Cocos nucifera L.), Säureregulator: Magnesiumcarbonat, L-Norvaline, L-alpha Glycerylphosphorylcholine, Farbstoff: Beta Carotin, Aroma, Süßungsmittel: Sucralose, natürliches Aroma, Eria Jarensis Extrakt, Dimethylaminoethanol, Koffein, trans- Resveratrol (aus japanischen Staudenknöterich), chinesischer Weißdorn-Blattextrakt 5:1 (Crataegus pinnatifida), Säureregulator: Kalziumoxid, L-Ascorbinsäure, Hesperidin (aus der Pomeranze), Silberweidenrindenextrakt 10:1 (Salix alba), Säureregulator: Natriumbicarbonat, Nicotinsäure, Schwarzer Pfeffer-Fruchtextrakt (enthält 95% Piperin), Trennmittel: Siliciumdioxid, Farbstoff: Brillantblau FCF.


Einnahme

GN Laboratories gibt folgende Empfehlung auf der Dose an:

„Geben Sie 3 Messlöffel (30 g) T1 Virus in Mindestens 600 ml Wasser und schütteln Sie den Shaker 1 Minute kräftig. Trinken Sie diese Mischung 30 bis 45 Minuten vor Beginn des Trainings. Trinken Sie anschließend noch weitere 300 bis 500 ml klares Wasser. Testen Sie Ihre Verträglichkeit mit der Dosierung eines Messlöffels (10 g). Überschreiten Sie nicht 3 Messlöffel innerhalb von 24 Stunden.“

Abgesehen von einem fehlenden Leerzeichen auf der GN Laboratories T1 Virus Dose (welches wir hier verbessert haben) und der ausschließlichen Verwendung von Großbuchstaben, finden wir diese Empfehlung inhaltlich recht vernünftig. Fast dieselbe Empfehlung hatten wir auch schon bei anderen Boostern des Herstellers gesehen. Allerdings muss man sagen, dass man mit 3 Messlöffeln für 30 g nicht wirklich hinkommt. Das liegt hauptsächlich daran, dass der GN Laboratories T1 Virus ein wenig klumpt, was die Dosierung erschwert, sowie dem kleinen Messlöffel. Eventuell haben auch nur wir eine Dose mit diesem Messlöffel erwischt, denn in unserem T1 Antivirus steckte ein größerer Löffel (Review folgt). Man sollte also zur Sicherheit eine geeignete Küchenwaage verwenden.


Geschmack und Löslichkeit

Für unseren Test verwendeten wir die Geschmacksrichtung Black Cherry und können uns deshalb auch nur darauf beziehen. Trotz der paar Klumpen muss man sagen, dass sich der GN Laboratories T1 Virus recht gut in Wasser löst. Wie zu erwarten, hat der angemischte Shake eine rote Farbe und ist trüb. Trotz des Glycerins schmeckt er allerdings nur wenig mehlig, was zum Teil an der Dosierung liegt. Was jedoch deutlich hervor sticht, ist ein Nachgeschmack, der an ACC Akut erinnert. Dieser entsteht durch das enthaltene N-Acetyl L-Cystein. Leider ist dieser Nachgeschmack recht stark und hält sich lange im Mund. Dagegen hilft aber, mit klarem Wasser nachzuspülen oder ein Kaugummi einzuwerfen. Was man auch schmeckt, sind ein paar bittere Noten der enthaltenen Pflanzenstoffe. Man hat sich zwar Mühe gegeben, das alles zu überdecken, aber ein Genuss ist der GN Laboratories T1 Virus dennoch nicht. Haltet also besser etwas zum Nachtrinken bereit.

GN Laboratories T1 Virus Geschmack

Eine Gaumenfreude ist der GN Laboratories T1 Virus wahrhaftig nicht.

Wer einen Booster mit hervorragendem Geschmack sucht, ist beim GN Laboratories T1 Virus an der falschen Adresse. Allerdings muss man manchmal Kompromisse eingehen, wenn man dafür eine überdurchschnittliche Wirkung verlangt. Der GN Laboratories T1 Virus erinnert jedenfalls stark an Hustenlöser und wie sagte die Oma immer? “Was nicht schmeckt, das wirkt”. Wir werden sehen, ob sich das auch hier bewahrheitet.


Wirkung von GN Laboratories T1 Virus

Rein von den Wirkstoffen her wirkt der GN Laboratories T1 Virus, als hätte man versucht, das Beste aus verschiedenen Pump Boostern zu kombinieren, und dazu noch noch ein paar Stimulanzien beigefügt, um das Ganze zum Ballern zu bringen.

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Bereits kurz nach der Einnahme merkt man, wie langsam die Hummeln im Hintern aufkommen und man immer wacher wird. Es zieht einen regelrecht zum Training und der Bewegungsdrang steigt deutlich. Kommt man dann erst einmal an und beginnt, ein paar Sätze zu absolvieren, füllen sich die Muskeln auch recht schnell mit Blut. Der Pump durch das Training hinweg ist voluminös, was wir aber auch kaum anders erwartet hätten. Die stimulierende Wirkung passt wirklich sehr gut dazu, denn man tendiert automatisch dazu, die Pausenzeiten zu verkürzen, wodurch der Pump noch extremer wird. Man muss nur aufpassen, dass man sie nicht zu kurz hält, damit die Trainingsleistung nicht leidet. Leiden könnte die Leistung ebenfalls unter dem wirklich starken Pump, denn wenn dieser zu krass ist, kann die Blutzufuhr in den feinen Kapillaren teilweise abgeschnürt werden, wodurch der Muskel weniger Sauerstoff bekommt. Der Pump ist also auch immer ein Schwert mit zwei Schneiden. Nach dem Beenden des Trainings fällt der Pump allerdings recht schnell auch wieder ab, da nicht wirklich Stoffe enthalten sind, die ihn noch viel länger anhalten lassen.

Wer durch die Einnahme des GN Laboratories T1 Virus einen klaren Fokus und Euphorie bekommt, wird diese auch über das Training hinaus spüren. Wer eher ein drückendes oder stressendes Feeling hiervon bekommt, wird dies ebenfalls nach absolviertem Training noch bemerken. Wenn man vor hat, innerhalb der nächsten Stunden nach dem Training schlafen zu gehen, sollte man also lieber vorsichtig sein. Alles in Allem würden wir sagen, dass der GN Laboratories T1 Virus – je nach Verträglichkeit – wirklich eine sehr interessante Kombination aus Hardcore- und Pump Booster ist.

GN Laboratories T1 Virus Wirkung

Der GN Laboratories T1 Virus kann beides: Fokus und Pump

Crash / Down / Nebenwirkungen

Wir haben in den letzten Jahren vermutlich jeden GN-Hardcore Booster getestet und prinzipiell sind diese immer sehr ähnlich aufgebaut, auch wenn die Labels das so nicht immer darstellen. Obwohl der GN Laboratories T1 Virus wesentlich mehr aktive Inhaltsstoffe bereit hält wie zum Beispiel die „NARC-Booster“, so muss man sagen, dass rein von unserem subjektiven Empfinden die aufputschende Wirkung sich sehr ähnlich wie bei den Vorgängern anfühlt. Soll heißen, der GN Laboratories T1 Virus klatscht ziemlich rein und macht dabei keine Gefangenen. Das hat leider zum Nachteil, dass wenn man auf die entsprechende Stimulation nicht gut reagiert, bereits während dem Training ein drückenderes, leicht melancholisches Gefühl bekommt. Man ist zwar aufgeputscht und peitscht sein Workout durch, fühlt sich dabei aber wie ein Getriebener.

Das drückende Gefühl macht sich besonders nach dem Workout bemerkbar, sprich wenn man herunter kommt. Hier werden sich vermutlich einige von euch wie ausgekotzt fühlen und einen heftigen Crash erleiden. Man hat so ein bisschen das Gefühl, als ob der GN Laboratories T1 Virus jegliches Serotonin in unserem Körper zerstört hat. Wie macht sich das bemerkbar? Neben einer etwas negativen Grundstimmung bleibt das Hungergefühl aus und wer ganz viel Pech hat, der wird vermutlich Probleme haben, seine Liebste nach der Einnahme des GN T1 Virus zu begatten. Macht euch also auf den sogenannten „Booster-Pimmel“ gefasst.

Wie bei allen Hardcore Boostern, sei auch hier vor einer zu späten Einnahme gewarnt. Wer den GN Laboratories T1 Virus recht spät zu sich nimmt, wird keinen vernünftigen Schlaf finden!


Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis für eine Dose GN Laboratories T1 Virus liegt bei 39,90 €, wofür man 17 Portionen bekommt. Damit kommt man auf einen Portionspreis von ca. 2,35 €.

Aus dem Grund, dass der GN Laboratories T1 Virus beide Welten (Hardcore Booster und Pump Booster) kombiniert, würden wir von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen. Vorausgesetzt man sucht auch nach einem solchen Produkt.


Fazit

Der GN Laboratories T1 Virus vereint wirklich ein paar gute Eigenschaften von einigen Pump Boostern. Darüber hinaus bietet er eine Kombination aus Extrakten und Stimulanzien, um einem Hardcore Booster alle Ehre zu machen. Beides in Kombination macht den GN Laboratories T1 Virus zu einem Hardcore Pump Booster, was aktuell noch nicht viele Produkte ebenfalls darstellen. Die Nachteile dabei sind allerdings der weniger gute Geschmack, die hohen Mengen an Antioxidantien, das Klumpen des Pulvers, was die Dosierung erschwert, sowie der heftige Crash, der eintreten kann. Wer einen Hardcore Booster mit gutem Pump sucht und über diese Nachteile hinwegsehen kann, der kann sich den GN Laboratories T1 Virus durchaus einmal einverleiben.

Sale
GN Laboratories T1 VIRUS, 500 g Dose, Black Cherry
  • GN Laboratories T1 VIRUS, 500 g Dose in Geschmacksrichtung Black Cherry
  • T1 VIRUS ist DER Hardcore Pre Workout Booster für fortgeschrittene Fitness Sportler und Bodybuilder !
  • T1 VIRUS ist der extremste und umfassendste Pre Workout Booster, der je das Licht der Welt erblickt hat und der mehr aktive Inhaltsstoffe in klinischen Dosierungen als jedes andere uns bekannte Pre Workout Produkt enthält !
  • Unbändige Energie damit du auch die brutalsten und mörderischsten Trainingseinheiten mit Leichtigkeit durchstehst !

Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 73.8/100 73.8
Inhaltsstoffe und Dosierung 85
Geschmack 50
Wirkung 80
Preis-Leistungs-Verhältnis 80

Positives

Negatives

Deckt viele Wirkmechanismen ab
Geschmacklich keine Offenbarung
Unterstützt den Muskelpump
Kann zu einem heftigen Crash führen
Pusht sehr stark
Ungereimtheiten auf dem Etikett


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2 comments

  1. Niko

    Erinnert an die Flex Zusammenstellung wie von Animals – hunderte von Inhaltsstoffen, da muss man erstmal recherchieren, ob dort illegale Stoffe zugeführt wurden, also Stoffe die nach dem deutschen Arzneilmittelgesetz erlaubt sind.

    Gesendet am 18. Mai 2018
  2. Emil Süss

    Servus, hab den booster heute zum ersten mal probiert und es ist auchauch das erste mal, dass ich einen hardcorebooster probiert habe und ichdonn muss leider sagennicht das ist ein totaler flop, nicht nur, dass der booster als harter klumpen ankahm, sondern auch dass wie gesagt keine wirkung vorhanden war….
    Die rede ist natürlich vom t1 virus

    Lg Emil

    Gesendet am 17. Juni 2018

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