Innovative Laboratories Wicked im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Vereinigte Staaten (USA)
Durchschnittspreis 44,90€

Erfahrungsbericht zum Pre Workout Booster  “Wicked” von Innovative Laboratories

Von den US amerikanischen Hersteller Innovative Labs haben wohl die wenigsten von euch Kriegern schon mal gehört. Der Hersteller aus Norcross in Georgia ist hierzulande auch nur in sehr wenigen Shops präsent und auch dann nur mit sehr speziellen Hardcore Produkten, wie Fatburnern und Pro-Hormonen, die sich nach unserer Rechtslage im Graubereich befinden. So auch nicht anders mit dem Hardcore Booster Wicked, den wir bereits Anfang 2016 angekündigt haben. Nun ist es endlich soweit und dieser Booster ist auch bei uns in Deutschland erhältlich. Zwar stellt sich die Frage wie lange noch, aber wir liefern euch jetzt das entsprechende Review. Stay Tuned!


Verpackung

Im Vergleich zu anderen Hardcore Boostern ist die Dose des Wicked von Innovative Laboratories ziemlich groß. Von den Ausmaßen erinnert sie an eine kleine Dose Proteinpulver oder Substrat Booster, wie No-Xplode von BSN, usw. Was das Etikett angeht so kommen wir aber auf den Eindruck eines Hardcore Boosters zurück. Die feuerhinterlegten Totenköpfe mit dem Schriftzug “Wicked” erinnern dabei aber eher an ein T-Shirt von einem Heavy Metal Festival von vor 10 bis 20 Jahren. Da haben wir definitiv schon zeitgemäßere Designs gesehen. Ansonsten wirbt der Hersteller damit, Creatin Nitrat und Agmatin Silikat verwendet zu haben, wobei man gerade Letzteres sicherlich nicht täglich sieht. Die Supplement Facts stellen sich auf der Rückseite dar, allerdings muss man die Dose drehen um sie lesen zu können, da sie waagerecht abgedruckt sind. Von den Ausmaßen hätte die Tabelle aber auch bequem senkrecht auf das Etikett gepasst. Weiterhin haben wir es hier leider mit einer Proprietary Blend zu tun, was bedeutet, dass wir von den meisten Inhaltsstoffen keine Information über die genauen Mengen haben.

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Insgesamt wirkt die Verpackung wenig zeitgemäß. Weshalb die Nährwerte und wertgebenden Inhaltsstoffe waagerecht abgebildet sind und warum die Dose viel zu groß für die Menge an Pulver ist, ist uns auch ein Rätsel. Hier hat man nicht viele Gedanken an Design und Auswahl der Dose verschwendet.

Der Wicked von Innovative Laboratories ist ein Hardcore Booster mit DMAA.

Der  Wicked von Innovative Laboratories ist als 330 g Dose in den Geschmacksrichtungen „Grueling Grape“ (grausame Traube) und „Punishing Punch“ (bestrafender Schlag) erhältlich!


Inhaltsstoffe und Dosierung

Inhaltsstoffe und Dosierung von Wicked von Innovative Laboratories.

Wie so oft bei US Amerikanischen Herstellern haben wir es hier mit einer Proprietary Blend zu tun, das heißt, man gibt nicht an wie viel von jedem einzelnen Wirkstoff exakt enthalten ist. Das ist wie immer auch hier ein Kritikpunkt. Die Seite PricePlow.com hat jedoch die Insider Information herausgegeben, dass die Koffeinmenge 300 mg betragen soll und dass dieser Hardcore Booster 70 mg DMAA enthalten soll. Wir garantieren jedoch nicht, dass diese Aussagen der Wahrheit entsprechen.

Beim Blick auf die Zutaten lassen sich einige Raritäten erkennen. Gehen wir also nun kurz durch, was diese Inhaltsstoffe in der Theorie leisten sollten.

Vitamin C – wird vor dem Training meist verwendet um den Cortisolspiegel zu verringern. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass Vitamin C ein Antioxidans ist. Das ist zunächst einmal eine gute Sache, allerdings gibt es Zeitpunkte, an denen man als leistungsorientierter Sportler eher keine Antioxidantien zu sich nehmen sollte, nämlich vor und nach dem Training. Während des Trainings produziert der Körper ganz bestimmte freie Radikale. Diese freien Radikale dienen dann als Signal für den Körper, dass er sich an den Trainingsreiz anpassen muss. Antioxidantien neutralisieren generell freie Radikale und können somit den Trainingsreiz vermindern. 250 mg sind mehr als das Dreifache des täglichen Bedarfs und können da schon ihre negativen Wirkungen entfalten. Ein zweischneidiges Schwert also.

Niacin – auch Vitamin B3 genannt kommt häufiger in Pre-Workout Boostern vor. Dieses Vitamin tut nun das Gegenteil von Vitamin C, es fördert den oxidativen Stoffwechsel, der beim Training stattfindet und fördert somit indirekt die Adaptation an einen Trainingsreiz. Außerdem kann es die Muskelausdauer verbessern. Interessant ist auch, dass Niacin zu einem so genannten „Flush Effekt“ führen kann, der zu einem warmen Gefühl auf der Haut von Gesicht und Händen führt. Ähnlich wie Beta-Alanin setzen Hersteller daher oft Niacin ein um eine gewisse „Sofortwirkung“ herbeizuführen, die den Konsumenten glauben lässt, es passiere jetzt etwas ziemlich Abgefahrenes im Körper, dabei ist es nur eine Nebenwirkung. Für diesen Effekt könnten die verwendeten 400 mg schon ausreichen. Wir werden es bei der Wirkung sehen…

Vitamin B6 – heißt mit wissenschaftlichem Namen auch Pyridoxin und ist ein essentielles Vitamin für über 100 Reaktionen im Körper. Es ist hauptsächlich im Proteinstoffwechsel involviert. Außerdem ist es ein wichtiger Cofaktor für die Aktivität des Enzyms „L-dopa decarboxylase“, welches L-DOPA in aktives Dopamin umwandelt. Vitamin B6 wirkt hier also synergistisch zum L-Tyrosin, welches zwar oft in Boostern zu finden ist, nicht aber im Wicked.

Inositol – auch bekannt als Inosit, ist ein wasserlöslicher Fettstoff, der nicht nur wichtige Funktionen bezüglich unserer Gesundheit gewährleistet, nein, es ist auch für den Fett- und Cholesterinstoffwechsel essenziell. Sieht man nicht in jedem Booster, macht aber zumindest für die Gesundheit absolut Sinn. In Bezug auf die akute Trainingsleistung aber eher nicht.

Beta-Alanin – ist dafür bekannt ein Kribbeln auf der Haut auszulösen. Die Hauptaufgabe des Beta-Alanins ist es jedoch, als Baustein für die Herstellung von Carnosin zu dienen, was die gesteigerte Milchsäureproduktion während des Trainings abpuffern soll. Die gängige Tagesdosis liegt dabei bei 2000 bis 5000 mg. Damit die Carnosinspeicher optimal gefüllt werden, ist es von Vorteil, die tägliche Dosis auf kleinere Einzeldosierungen aufzuteilen. Grund dafür ist, dass Beta-Alanin mit anderen Aminosäuren, wie Taurin, um die Rezeptoren für die Aufnahme im Darm und über die Blut-Hirn-Schranke konkurriert und auch die Carnosin-Synthese nicht beliebig schnell von statten geht. Wir vermuten im Innovative Labs eine Dosierung von 2500 bis 3000 mg, was im mittleren Bereich der Dosierungsempfehlung liegt, jedoch nimmt man es dadurch auf einen Schlag zu sich und nicht verteilt wie es empfohlen wird. Wenn man den Booster nicht gerade täglich nimmt oder sowieso Beta-Alanin supplementiert, wird man davon nicht viel mehr haben als maximal das Gefühl, man wäre in einen Ameisenhaufen gefallen.

L-Citrullin Silikat –  ist eine galenische Form des Citrullins, die man wirklich nicht jeden Tag in einem Booster sieht. Normalerweise finden wir L-Citrullin in freier Form oder gebunden an Apfelsäure in Boostern enthalten, was man dann Citrullin Malat nennt. L-Citrullin Silikat wirkt auf die selbe Art und Weise wie alle anderen Formen von Citrullin auch. Da es jedoch hier an das Spurenelement Silicium gebunden ist, welches laut Innovative Labs die strukturelle Integrität der Blutgefäße aufrechterhalten soll, müsste diese spezielle Form sogar noch etwas mehr in Bezug auf die Gesundheit der Arterien und Venen leisten. Die wichtigste Eigenschaft von L-Citrullin in einem Pre-Workout ist es jedoch, dass es in den Nieren zu L-Arginin umgewandelt wird. Studien konnten zeigen, dass die Supplementierung mit L-Citrullin deutlich effektiver ist als die mit L-Arginin selbst. Aus L-Arginin wiederum können Nitric Oxide Synthase (NOS) Enzyme im Blut Stickstoffmonoxid herstellen, was die Gefäße erweitern und damit für eine bessere Durchblutung, den sogenannten Pump sorgen kann. Dabei entsteht aus L-Arginin Stickstoffmonoxid wieder L-Citrullin. Die Wirksamkeit von L-Citrullin als NO-Donor ist hinreichend belegt und so wird L-Citrullin auch unterstützenden in der Therapie von genetisch-bedingtem Muskelschwund eingesetzt. In der N.O. Amplification Matrix vom Wicked sind insgesamt 5000 mg enthalten, wobei L-Citrullin Silikat an zweiter Stelle kommt. Wir vermuten hier also eine Dosis von 1500 bis 2000 mg, was entschieden zu wenig ist um den Pump über den beschriebenen Wirkmechanismus maximal zu fördern.

Rotwein Extrakt – enthält unter anderem den Inhaltsstoff Resveratrol, ein weiteres Antioxidans wäre. Allerdings gibt der Hersteller an, dass der hier verwendete Extrakt auf 30% Glycerol standardisiert ist. Man kennt es vielleicht aus manchen Lebensmitteln oder zu Hause vom Backen als Feuchthaltemittel, da es die Eigenschaft besitzt Wasser zu binden. Dieser Vorteil macht sich jedoch auch im Körper bemerkbar indem es Wasser in die Muskulatur zieht und damit den Pump fördert. Leider sorgt es in adäquater Dosierung aber auch dafür, dass Booster mit diesem Inhaltsstoff sehr schnell zu einem einzigen Klumpen transformieren, was die Dosierung ohne Waage etwas schwieriger macht. Da Wicked aber ganz und gar nicht klumpt und dieser Extrakt auch an letzter Stelle der N.O. Amplification Matrix steht, kann es im Prinzip nur unterdosiert sein. Andere Booster enthalten beispielsweise 3000 mg Glycerol in Reinform.

Creatin Nitrat – ist mal wieder eine Form von Creatin, die besonders gut aufzunehmen sein soll. Viele verschiedene Formen von Creatin werden als überlegen gegenüber normalen Monohydrat vermarktet, doch die Wissenschaft gibt das leider nicht her. Normales Creatin Monohydrat ist eines der am besten untersuchtesten Supplemente überhaupt und hat seine Effektivität mehrfach bewiesen. In der Stellungnahme der “International Society of Sports Nutrition” bezüglich Creatin schreiben die Autoren:

„Die enorme Zahl an Untersuchungen mit positiven Ergebnissen der Creatin Monohydrat Supplementierung lässt uns schlussfolgern, dass es derzeit das effektivste Nahrungsergänzungsmittel für die Steigerung der Kapazität für hochintensives Training und den Aufbau von Magermasse ist“.

Damit sollte klar sein, dass Creatin Monohydrat allein vollkommen ausreichen würde und alles andere nur Marketing ist. Auch was die Dosierung angeht haben wir hier so unsere Zweifel, denn die gesamte Anabolic Cell Voluminizer Matrix des Wicked enthält nur 4010 mg, wobei eine vernünftige Dosierung von Creatin allein schon bei 5 g aufwärts liegt. Uns entgeht hier ein bisschen der Sinn des Ganzen, denn wer ohnehin Creatin nimmt, der wird das auch ohne den Wicked tun und wer keines nimmt, hat von einer einmaligen Einnahme keinen Vorteil!

2-Aminoethanesulfonic Acid Silikat – klingt abgefahren ist aber nichts anderes als gewöhnliches Taurin, hier aber wieder in der Silikat-Form. Es handelt sich hierbei um eine semiessentielle Aminosäure, die man in höheren Konzentrationen z.B. in Fleisch und Fleischprodukten findet. Außerdem kommt sie bei den meisten Energy Drinks zum Einsatz, da sie zusammen mit Koffein synergistische Effekte erzielt. Außerdem erhöht es die Hydration, also die Flüssigkeitsversorgung der Muskelzellen und fördert so teilweise den Pump. Wir kennen zwar hier wieder die Dosierung nicht, jedoch konkurriert es mit Beta Alanin um die Transporter für die Aufnahme, wodurch beide Stoffe in Kombination weniger schnell aufgenommen werden als einzeln. Trotzdem macht es Sinn sie zu kombinieren, da zusätzliches Beta Alanin Taurin im Körper verbraucht. Optimal wäre es also beide zeitlich getrennt zu nehmen, aber wir reden hier von Feinheiten.

Agmatin Silikat  – ist eine weitere Kombination aus einem Stoff und Silizium, welches wie bereits erwähnt die Blutgefäße schützen soll. Agmatin ist genau genommen ein Aminoguanidin und ein Stoffwechselprodukt des Arginins. Agmatin  wird in Boostern für eine Verbesserung des Pumps verwendet und ist aktuell in Deutschland nicht verkehrsfähig, da es ein sogenanntes Novel Food ist. Im Gegensatz zu Arginin oder Citrullin kann es jedoch nicht von den gewissen Enzymen dazu verwendet werden, um Stickstoffmonoxid freizusetzen, sondern wirkt sich auf die besagten Enzyme selbst aus und erhöht im Zuge dessen die Muskeldurchblutung. Mengen ab 1g gelten als effektiv und von diesen können wir hier wohl nur träumen!

(N-(Aminoiminomethyl)-Beta-Alanin) – ist ein Analogon von Creatin, sieht diesem also von der chemischen Struktur extrem ähnlich. Es wirkt jedoch etwas anders, denn es kann unter anderem: die Insulin-Funktion verbessern, eine verbesserte Gewichtsabnahme bringen, die Muskelkontraktion erhöhen, sowie die Aufnahme von Creatin verbessern. Dieser Stoff ist wirklich sehr interessant und wird in Zukunft wohl noch eine größere Rolle bei Supplementen spielen.

D-Ribose – ist ein Zuckermolekül mit 5 Kohlenstoffatomen, Bestandteil der DNA und hat einen synergetischen Effekt im Zusammenspiel mit Creatin indem es dessen Wirkung verstärkt. Es erhöht außerdem die ATP Produktion und sorgt so für eine bessere Energiebereitstellung und mehr Ausdauer.

Creatinol-o-Phosphat – hat strukturell zwar nichts mit herkömmlichen Creatin zu tun, wirkt aber ebenfalls positiv auf die Steigerung der Muskelkraft, im Vergleich zu normalem Creatin jedoch eher akut, also direkt nach der Einnahme. Gängige Dosierungen liegen bei 1000 bis 2000 mg, wobei man keinesfalls erwarten kann, dass Wicked auch nur annähernd an diesen Wert herankommt. Wir werden bei der Wirkung sehen ob wir eine Kraftsteigerung verzeichnen können. Als Rohstoff ist Creatinol-o-Phosphat übrigens relativ teuer, man hat sich also hier nicht lumpen lassen.

Müssen wir noch große Worte über Koffein verlieren? Jeder der zumindest schon mal eine Tasse Kaffee oder einen Energy Drink probiert hat, hat am eigenen Leibe gespürt was Koffein bewirken kann. Nicht umsonst ist es weltweit das am häufigsten konsumierte Stimulans und Suchtmittel. Die Dosierung von 300 mg, die laut PricePlow.com im Wicked von Innovative Laboratories enthalten sein sollen sind für einen Hardcore Booster nicht viel und nicht wenig, sondern eher als moderat oder durchschnittlich zu bezeichnen. Allerdings ist es hier nicht das einzige Stimulanz denn zum Hauptwirkstoff kommen wir erst noch.

Methylhexanamin HCL – ist nichts weiter als eine andere Bezeichnung für das berühmte 1,3-Dimethylamylamin, aka DMAA. Dieses Stimulans ist in Bezug auf die chemische Struktur dem Amphetamin sehr ähnlich und kann so auch vergleichbare Effekte freisetzen, die jedoch etwas weniger potent sind. Unter anderem wird die Ausschüttung der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin angeregt, wodurch ein merklicher Energieschub und ein deutlich ausgeprägter Fokus entsteht. In gewisser Weise wirkt sich DMAA auch unterdrückend auf den Appetit aus, was jeder schon gemerkt haben sollte, der bereits einen Booster mit dieser Substanz getestet hat. DMAA gilt bereits ab einer Menge von 50 mg als effektiv. Laut PricePlow.com haben wir es bei den enthaltenen 70 mg zwar mit einer geringen, aber durchaus potenten Dosierung zu tun.

Rauwolfia serpentina Extract – ist der Extrakt aus der Wurzel der Rawolfia Pflanze der Spezies serpentina, auch “indische Schlangenwurzel” genannt. Es enthält unter anderem Alpha Yohimbin und wir vermuten, dass auch dieser Extrakt darauf standardisiert ist, auch wenn es Innovative Laboratories nicht angibt. Alpha Yohimbin wiederum ist ein natürlicher Alpha-2-Rezeptor Antagonist (a2-Blocker), welcher den Körper dazu veranlasst, mehr Noradrenalin zu produzieren. Dadurch arbeitet Yohimbe ähnlich wie andere Stimulanzien, wie z.B. Koffein oder DMAA, indem es den sympathischen „flieh oder kämpf (fight or flight)“ Mechanismus des Nervensystems anwirft und dadurch deinen Energieverbrauch steigert.

Noch ein kurzes Wort zu den sonstigen Inhaltsstoffen, die keine direkte Wirkung entfalten. Wir haben es bei diesem Gebräu mit dem roten Farbstoff  “FD&C Red #40” zu tun. Hierbei handelt es sich um so genannten Azofarbstoff, welcher im Verdacht steht, bei Kindern Aufmerksamkeitsdefizite hervorzurufen. Daher müsste das Produkt nach EU-Richtlinien mit dem Hinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden. Das wird zwar von einer Portion sicher nicht passieren, jedoch sollten die Eltern unter euch vorsichtig sein, wo sie ihre Supplemente lagern. Das können wir für alle Supps empfehlen und nicht nur aufgrund von Farbstoffen…

Rein von den Zahlen, Daten und Fakten weiß kann der Wicked erstmal nur durch seine Stimulanzien überzeugen.

Allein von der Zusammenstellung der Zutaten lässt der Wicked erahnen, dass Innovative Laboratories durchaus weiß was sie tun. Grundsätzlich ist die Auswahl und Kombination der einzelnen Wirkstoffe schon sinnvoll, aber im Prinzip sind jegliche Inhaltsstoffe bis auf die Stimulanzien und Vitamine ziemlich sicher unterdosiert. Den einzigen Nutzen den diese Inhaltsstoffe damit noch haben haben ist, gut auf dem Etikett auszusehen und dem potentiellen Nutzer eine wirksame Formel vorzugaukeln. Es ist ja gut und schön, wenn man einen reinen Fokus und Spaß Booster raushauen will, aber dann soll man doch bitte den restlichen Kleinkram weglassen, wenn es in diesen Dosierungen sowieso nichts bringt.

Weitere Zutaten des  Wicked von Innovative Laboratories (Geschmacksrichtung Punishing Punch):
Maltodextrin, Natural and Artificial Flavors, Citric Acids, Malic Acid, Sucralose, FD&C Red #40.


Einnahme

Der Hersteller gibt auf der Dose folgende Einnahmeempfehlung in englischer Sprache an. Wir haben sie für euch übersetzt:

An Trainingstagen:

Nehmen Sie einen gehäuften Messlöffel um Ihre persönliche Toleranz festzustellen. Sobald Ihre Toleranz festgestellt ist, erhöhen einige Nutzer die Dosierung vielleicht auf 2 Messlöffel in 180 bis 240 ml (abhängig vom bevorzugten Geschmack) eiskaltem Wasser. Nehmen Sie es nicht mit Nahrung

An trainingsfreien Tagen:

Nehmen Sie einen Messlöffel am Morgen um den gesteigerten Stickstoffmonoxid, ATP und Energie Spiegel aufrecht zu erhalten, während es dabei hilft das Körperfett und Erschöpfung zu reduzieren.”

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Okay, das ist neu. Während wir unseren Lesern stets sagen, dass man diese amphetaminähnlichen Stimulanzien wie DMAA möglichst selten verwenden sollte, da die Langzeitwirkungen nicht abzusehen sind und das Ganze sehr stark aufs zentrale Nervensystem gehen kann, gibt Innovative Labs seinen Kunden tatsächlich die Empfehlung dies täglich zu tun. Wir können davon wirklich nur abraten!!
Was wir jedoch löblich finden ist, dass hier ein gehäufter Messlöffel tatsächlich der angegebenen Menge entspricht. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber viele Hersteller bekommen das einfach nicht auf die Reihe. Wir haben es extra für euch mit der Gannikus Präzisions-Boosterwaage nachgemessen. Bei einem Hardcore Booster kann es schon einen Unterschied machen, ob man 25% mehr oder weniger zu sich nimmt als eigentlich geplant.


Löslichkeit und Geschmack

Innovative Laboratories “Wicked” ist in den Geschmacksrichtungen „Grueling Grape“ und „Punishing Punch“ zu erwerben. Wir haben für unseren Test die zweite der beiden Versionen verwendet und beziehen uns daher nur darauf. Nun, im Vergleich zu anderen Boostern schmeckt der Wicked Booster sogar ziemlich gut, da auch keine Stoffe enthalten sind, die sehr stark bitter schmecken. Allerdings schmeckt er jetzt auch nicht so gut, dass man ihn sich wie eine Cola reinziehen würde. Man kann ihn also sehr gut trinken, aber man muss keine Angst haben vom Geschmack dieses Boosters süchtig zu werden. Eigentlich schmeckt er wie viele Ami Booster in der Geschmacksrichtung Fruit Punch auch und das ist vor allem extrem süß.

Ziemlich süß, aber recht lecker, der Wicked von Innovative Laboratories.


Wirkung

Die Zutatenliste lässt erahnen, dass Innovative Laboratories sicherlich Ahnung von der Materie hat und weiß wie man einen guten Booster baut. Doch auch trotz Proprietary Blend können wir mit großer Sicherheit sagen, dass alle Stoffe bis auf die Stimulanzien und Vitamine in ihrer Menge unterrepräsentiert sind. Und genauso gestaltet sich im Prinzip auch die Wirkung. Trotz Citrullin, Glycerol und Agmatin ist nicht viel von einem gesteigerten Pump Effekt zu spüren. Unser Haupttester im Falle des Wicked Hardcore Boosters von Innovative Laboratories ist jemand, der sehr gut auf die kraftsteigernde Wirkung von Creatinol-o-Phosphat anspricht, aber auch davon war aufgrund der geringen Menge nichts zu merken. Was man jedoch spürt ist die Wirkung der Stimulanzien. Zwar ist Koffein mit 300 mg laut PricePlow.com noch relativ moderat dosiert, empfindliche Personen würde aber allein das schon aus den Socken hauen. Den Effekt merkt man recht schnell, schon ca. 10 bis 15 Minuten nach der Einnahme indem sich eine gesteigerte Wachheit einstellt. Dazu gesellt sich auch recht bald die gute Laune und der Fokus des 1,3 Dimethylamylamins (DMAA), welches mit 70 mg aber ebenfalls noch recht human dosiert ist. So wirklich scheppern tut der Wicked nicht, führt aber zu einer angenehmen Wachheit und einem mentalen Fokus, der auch Stunden nach dem Training noch anhält. Einen Crash konnten wir persönlich nicht verzeichnen, was aber nicht ausschließt, dass das bei Niemandem der Fall ist.

Die Wirkung des Wicked von Innovative Laboratories ist in Bezug auf die Wachheit und den Fokus recht angenehm. Viel mehr kann er aber leider dennoch nicht und das trotz entsprechender Inhaltsstoffe. Der Booster ist einfach an entscheidenden Stellen unterdosiert.


Preis-Leistungs-Verhältnis

Eine Dose des Innovative Laboratories  Wicked mit 330 g Inhalt bekommt man (noch) über deutsche Internetshops zu einem Preis von 39,90 €. Bei einer Dosierung von 11 g pro Einheit kommt man somit auf genau 30 Portionen und zahlt dafür je ca. 1,33 €.

Im Vergleich zu anderen Hardcore Boostern ist das ein niedriger bis mittlerer Preis.  Bedenkt man, dass alle Wirkstoffe abgesehen von den Stimulanzien aufgrund der Dosierung keinen direkten Nutzen auf das Training haben und man auch darauf verzichten könnte, ist der Preis allerdings ziemlich übertrieben. Wenn man dann jedoch noch weiter spinnt und sich vor Augen führt, dass der Wicked zur Zeit eines der wenigen erhältlichen Produkte ist, welches noch die gebannten Substanzen 1,3 Dimethylamylamin (und Agmatin) enthält, sollte man bei dem Preis definitiv zuschlagen, wenn man der Meinung ist sich noch etwas von diesem hoch wirksamen Stimulans unter den Nagel reißen zu müssen. Für alle anderen lohnt es sich nicht.

Wir können den  Wicked von Innovative Laboratories  nur für echte DMAA Fans empfehlen.


Fazit

Was bleibt unter dem Strich zu sagen?  Wicked von Innovative Laboratories erfindet das Rad jetzt nicht unbedingt neu. Man setzt zwar bei einigen Inhaltsstoffen auf die nicht sehr alltägliche Silikat-Form, das bringt aber am Ende wenig, wenn man zu wenig davon in den Booster hinein gibt. Die Formel erweckt den Eindruck als wüsste man zwar was man tut, aber da die verwendeten Stimulanzien in Kombination schon zu einem stark spürbaren Effekt führen, verzichtet man darauf alles weitere ordentlich zu dosieren. Aus diesem Grund dienen die meisten der Inhaltsstoffe nur der Kosmetik auf dem Etikett und haben in unserem Test keine Wirkung gezeigt.
Was jedoch gewirkt hat ist das DMAA in Kombination mit Koffein und Rauwolfia serperntina (Yohimbin). Der Fokus und die Wachheit sind deutlich erhöht und das so wie man es von DMAA Boostern kennt. So richtig scheppern tut der Wicked aufgrund der moderaten DMAA Menge zwar nicht, aber immerhin ist es einer der wenigen erhältlichen Produkte, die dieses Stimulans, sowie Agmatin noch enthalten. Wir können den Wicked des US amerikanischen Herstellers Innoative Laboratories also nur echten DMAA Fans empfehlen. Für alle anderen lohnt sich der Kauf wohl eher nicht.

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Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 73.8/100 73.8
Inhaltsstoffe und Dosierung 65
Wirkung 70
Geschmack 85
Preis/Leistung 75

Positives

Negatives

guter Geschmack
größtenteils unterdosiert
angenehm stimulierende Wirkung
teilweise unnötige Inhaltsstoffe
enthält DMAA
Desing nicht zeitgemäß

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