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Rocka Nutrition Hypertroph HD im Test


Allgemeine Information

Herkunftsland Deutschland
Durchschnittspreis 34,99 €

Nährwerte pro 1 Portion (25 g)

Brennwerte 65 kcal
Eiweiß 11,5 g
Kohlenhydrate 0,78 g
Fett 0,13 g

Erfahrungsbericht zum Post-Workout Produkt Hypertroph HD von Rocka Nutrition

Bei dem Wort Hypertrophie sollte es jetzt bei jedem Athleten klingeln, der darauf aus ist Muskulatur aufzubauen. Das Wort bezeichnet das Dickenwachstum von Zellen, in unserem Falle natürlich der Muskelzellen. Während die Zunahme an Muskelmasse zwar auch durch die Hyperplasie, der Vermehrung der (Muskel-) Zellen stattfinden kann, ist die Hypertrophie der Mechanismus, der durch Training, Ernährung und gewisse andere Dinge deutlich stärker beeinflusst werden kann. Und wie wir alle wissen, spielt die Proteinsynthese, besonders nach dem Training, dabei eine besondere Rolle. Nicht umsonst nehmen Bodybuilder schon seit Generationen schnell verfügbare Proteinquellen, wie Whey Protein zu sich um das “anabole Fenster” nach dem Training optimal für sich zu nutzen. Über die Existenz eines solchen Fensters streiten sich zwar die Geister, aber dennoch zeigen Studien, dass die Muskelproteinsynthese durch gezielte Supplementation optimiert werden kann. Heute stellen wir euch das Post Workout Supplement “Hypertroph HD” aus dem Hause Rocka Nutrition vor und sagen euch, ob es wirklich der heilige Gral nach dem Training ist, oder der simple Whey Shake seinen zweck genauso erfüllt!


Verpackung

Hypertroph HD ist eines der Produkte aus der neuen Performance Linie des berliner Herstellers rund um den jungen Unternehmer Julian Zietlow. Dementsprechend sind die Produkte dieser Linie auch sehr ähnlich was die Aufmachung angeht und daher werden wir euch nichts Neues berichten, wenn ihr bereits eines unserer Reviews dazu gelesen habt.

Rocka Nutrition Hypertroph HD kommt wie viele andere Produkte der Marke in einer schwarzen Dose. Die Größe der Dose entspricht ebenfalls der von bestehenden Produkten, was auch kein Problem darstellt. Man muss ja nicht für jedes Produkt eine eigene Dose produzieren lassen. Außerdem passt sie so rein von der Konfektionierung sehr gut in euren Schrank, wenn ihr bereits andere Rocka Produkte in Verwendung habt. Anders als die meisten anderen Produkte des berliner Herstellers ist das Etikett allerdings dieses mal nicht im verspielten Pink oder Blau gehalten, sondern vorrangig in Schwarz. Dieses neue Konzept zieht sich durch alle Produkten der neuen Performance Linie, wobei wie die beiden Hauptfarben Pink und Blau im Produktnamen wiederfinden. Einzelne Ornamente und Schriftzüge sind in glänzendem Silber gehalten. Direkt unter dem Namen des Produktes bezeichnet man den Hypertroph HD als “Science Post Workout Powder”, also wissenschaftliches Post-Workout Pulver.

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Wie immer dürfen auch Zutaten, Nährwerte und Warnhinweise nicht fehlen. Die Wirkstoffe die das anabole Fenster optimal ausnutzen sollen sind sauber in einer Tabelle mit genauen Mengen abgebildet. Man ist hier also ziemlich transparent, wie sich das auch gehört.

Die Aufmachung des Produktes ist für Rocka Nutrition etwas Neues, wobei sich diese durch die neue Performance Linie, hinweg zieht. Insgesamt wirkt das aber recht cool und ansehnlich. Im Vergleich zu den restlichen Produkten sieht das Design eher “Hardcore” aus.

Der Hypertroph HD Post Workout Shake von Rocka Nutrition ist ein Produkt zur Verbesserung der Proteinsynthese nach dem Training.

Der Post Workout Drink Rocka Nutrition Hypertroph HD ist als 500 g Dose mit je 20 Portionen in den Geschmacksrichtungen “Bubble Gum” und “Grapefruit” erhältlich.  


Inhaltsstoffe und Dosierungen

Inhaltsstoffe und Nährwerte des Rocka Nutrition Hypertroph HD.

Bevor wir uns darauf stürzen, den Hypertroph HD auseinander zu nehmen, möchten wir Rocka Nutrition mal ein Lob aussprechen. Zwar ist es für einen deutschen Hersteller so vorgeschrieben, die Nährwerte und Wirkstoffe sauber zu deklarieren, das Aminogramm wäre allerdings nicht Pflicht gewesen, zumal es sich hierbei nicht um ein reines Proteinpulver handelt. Viele Hersteller geben aber nicht einmal auf der Verpackung ihrer Whey Proteine die komplette Zusammensetzung der Aminosäuren an. Dies macht es für uns, aber auch für euch leichter nachzuvollziehen, was man da letztendlich in sich hineinkippt und in welchen Mengen. Das sollte scheint zwar selbstverständlich, ist bei derartigen Produkten aber eher die Ausnahme als die Regel.

Und wenn wir schon dabei sind, das Aminogramm zu loben, lasst uns gleich mit dem beginnen, was den Großteil dessen ausmacht, dem Molkenproteinisolat, besser bekannt als Whey Isolat. Man kann sicherlich sagen, dass Whey Protein in unseren Kreisen das am häufigsten verwendete Proteinpulver ist und das nicht ohne Grund. Dadurch, dass es sehr schnell vom Körper aufgenommen werden kann, liefert es seine Aminosäuren sehr schnell an das Blut und lässt den Spiegel sehr hoch steigen. Der Begriff “Isolat” bedeutet dabei nur, dass es im Vergleich zum herkömmlichen Konzentrat noch einen weiteren Schritt durchlaufen hat, der den Kohlenhydrat- und Fettanteil noch einmal reduziert. Doch auch unter den Isolaten gibt es Unterschiede. Im Falle des Hypertroph HD von Rocka Nutrition müssen wir einen Teil der Geschmacksbewertung schonmal vorweg nehmen.

Beim Probieren des Shakes merkt der erfahrene Nutzer recht schnell, dass es sich hierbei um einen Rohstoff handelt, der in Whey Proteinen zum Einsatz kommt, die besonders auf die Verwendung in Wasser abgestimmt sind. Er zeichnet sich dadurch aus, dass der milchige Geschmack reduziert ist und die Flüssigkeit in Wasser auch klarer erscheint. Die vollständige Bewertung der Löslichkeit und des Geschmacks erfolgt aber weiter unten.

Beim Hypertroph HD handelt es sich jedoch nicht bloß um ein reines Whey Isolat, sondern um ein Kombiprodukt. In der Zutatenliste wird nicht angegeben, wie viel des kompletten Proteins hier enthalten ist, jedoch sagt man auf der Vorderseite, dass es 6,25 g pro Portion sind. Gängige Verzehrsempfehlungen reichen von 25 bis 50 g, wobei man in wissenschaftlichen Studien herausfand, dass bei jungen Menschen mindestens 20 g, bei älteren sogar 40 g nötig wären, um die Proteinsynthese zu optimieren [1, 2]. Diese Studien befassen sich allerdings mit reinem Whey Protein. Vielleicht kann der Effekt ja durch die anderen Inhaltsstoffe verbessert werden…

Womit wir auch schon bei der zweiten Zutat wären, dem Leucin, bzw. den BCAA’s. Wie viele von euch wissen, ist Leucin der King unter den Aminosäuren, wenn es darum geht die Muskelproteinsynthese (MPS) zu stimulieren. Sie tut das indem die die Aktivierung des Enzyms “mammalian Target of Rapamycin”, kurz mTOR, veranlasst. mTOR wiederum aktiviert eine Kaskade weiterer Enzyme die letztendlich dazu führen, dass neue Proteinstrukturen in den Muskelzellen aufgebaut werden. Leucin wirkt also anabol. Seit Jahren machen sich Bodybuilder dies zu nutze, indem sie mit BCAA’s, also verzweigtkettigen Aminosäuren, supplementieren, welche neben Leucin auch noch aus Isoleucin und Valin bestehen. Man erhofft sich davon einen Schutz der Muskulatur vor dem Abbau, was in einer Diätphase die oberste Priorität im Bodybuilding ist. Mittlerweile ist bekannt, dass pro Portion etwa 3 g Leucin dafür nötig sind, die MPS maximal zu steigern und mit seinen 5,4 g pro Portion ist das Hypertroph HD auch definitiv auf der sicheren Seite. Aus Leucin oder BCAA’s allein kann der Körper allerdings kein neues Protein aufbauen. In der Natur kommt diese drei Aminosäure nie in Isolation vor, sondern fast nur in Kombination mit allen anderen 19 proteinogenen Aminosäuren. Proteinogene Aminosäuren sind die Aminosäuren, die zum Aufbau von Körpergeweben verwendet werden. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Aminos, die zwar wichtige Aufgaben im Körper haben aber nicht in Organe, Muskel, usw. eingebaut werden.

Von diesen 20 proteinogenen Aminosäuren kann der Körper 12 selbst herstellen und 8 nicht. Diese 8 nennt man also essentielle Aminosäuren, kurz EAA’s. Stellt man also mindestens die EAA’s zur Verfügung, kann der Körper sich alle Aminosäuren selbst herstellen die er braucht um Gewebe aufzubauen. Nimmt man nun also 3 g oder mehr Leucin aus Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, usw. zu sich, “weiß” der Körper, dass nun ausreichende Mengen aller proteinogenen Aminosäuren oder zumindest EAA’s vorhanden sind um den Aufbau von neuem Körpergewebe zu starten. Führt man aber nur Leucin oder die 3 BCAA’s zu, werden die Mechanismen zum Muskelaufbau zwar aktiviert, allerdings fehlt der Baustoff um daraus tatsächlich Muskelgewebe zu bauen. Man kann sich das so vorstellen, als würde man 20 Bauarbeiter anstellen, sie mit Werkzeug ausstatten, ihnen aber keine Baumaterialien geben. Sie könnten zwar ein Loch buddeln, aber ein Haus zu bauen ist unmöglich. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von BCAA’s in diesem Dosierungsbereich die Proteinsynthese gegenüber einem Placebo um 22% steigert, jedoch um 50% weniger als ein komplettes Protein, bzw. alle 8 EAA’s [3]. Weiterhin schlussfolgerten die Forscher, dass es die essentiellen Aminosäuren und nicht nur die BCAA’s oder Leucin sind, die der Limitierende Faktor bei der MPS sind. Rocka Nutrition Hypertroph HD liefert 5,4g reines Leucin in freier Form, als Ethyl Ester HCL, sowie ein wenig aus dem Whey Isolat. Weiterhin liefern die ca. 6,25 g des Proteinrohstoffes etwa 5,5 g weitere Aminosäuren, die dann als Baustoff für den Muskelaufbau dienen. Nun, das ist nicht sonderlich viel an Material. Zwar ist Leucin der wichtigste Trigger der MPS aber mit wenig Material kann der Körper auch nur wenig aufbauen [5]. Man sollte hier also auf jeden Fall schauen, recht bald nach dem Shake eine Mahlzeit mit ausreichend vollständigem Protein zu sich zu nehmen, damit die MPS nicht ins leere läuft. Alternativ kann man auch zusätzliche Mengen an Whey Protein dazu stacken.

Gamma-Aminobuttersäure – kennen die meisten auch unter der Abkürzung GABA. Es handelt sich hierbei um eine Aminosäure, die zur mentalen Entspannung beiträgt und größtenteils direkt im Gehirn wirkt. Durch die Verlangsamung oder auch komplette Hemmung der Reizübertragung zwischen den Zellen wird nach dem Konsum vor allem die Muskulatur gelockert. Gängige Begleiterscheinungen, bzw. Nebenwirkung sind dabei Kurzatmigkeit und ein Kribbeln, ähnlich wie beim Beta Alanin, die allerdings bei normalen Dosierungen harmlos für gesunde Personen ist. Normalerweise finden wir GABA eher in Produkten zur Verbesserung des Schlafes. Allerdings enthalten auch andere Post-Workout Produkte, die Re-Act von Zec+ Nutrition diese Aminosäure, da sie zur Entspannung nach dem Training beiträgt. Und wie wir alle wissen wächst der Muskel nicht im Training, sondern in der Ruhephase. Ein weiterer Vorteil könnte sein, schneller runter zu kommen, wenn man recht spät trainiert und sich eventuell vorher noch einen Booster geballert hat. Sollten die eingesetzten 3000 mg pro Portion aber tatsächlich auch müde machen, haben diejenigen ein Problem, die am Morgen vor der Arbeit, Uni oder Schule trainieren gehen. Wir werden später sehen wie sich Hypertroph HD von Rocka Nutrition bei uns ausgewirkt hat. Es sei allerdings schonmal gesagt, dass 3000 mg wesentlich mehr sind als in so manchem Schlafprodukt!

Magnesiumdicitrat – ist eine der häufigsten galenmischen Formen von Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln, abgesehen es wird als Füllstoff verwendet. Mit ca. 30% hat diese Citrat Form auch eine sehr hohe Bioverfügbarkeit unter den erhältlichen Magnesium Formen und eignet sich daher gut als Lieferant für dieses Mineral. Magnesium kann bei einem vorliegenden Mangel sedierend, also müde machend wirken und damit für einen besseren Schlaf sorgen. Und ob man es glaubt oder nicht, aber in unserer Gesellschaft ist ein Mangel an Magnesium gar nicht mal selten. Egal ob Mangel oder nicht, sorgt Magnesium aber auf jeden Fall für eine Muskelentspannung, wobei wir wieder bei der Regenerationsphase wären. Außerdem dient dieses Element als Cofaktor für über 300 Enzyme im menschlichen Körper und ist damit absolut essentiell für die Gesundheit. Rocka Nutrition gibt an, dass hier 403 mg elementares Magnesium enthalten sind, was 107% des durchschnittlichen Tagesbedarf eines Erwachsenen entsprechen. Mit 15-16% elementarem Magnesium entspricht das einer Menge von ca. satten 2,7 g Magnesiumcitrat pro Portion. Ist man diese Menge nicht gewohnt, kann das Produkt damit durchaus zu Durchfall führen. Man sollte die angegebene Menge also auf keinen Fall überschreiten, wenn man seinen Verdauungstrakt nicht bereits auf Magnesiumcitrat konditioniert hat.  

L-Carnitin – kann vom Körper selbst in geringen Mengen hergestellt werden. Es ist wichtig für die Verstoffwechselung von Fett und wird daher oft als Fatburner an sich vermarktet. Hauptaufnahmequellen für Carnitin ist Fleisch, da es mit wenigen Ausnahmen nicht in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommt. Aus diesem Grund tragen Veganer und Vegetarier ein höheres Risiko für einen Carnitin-Mangel (bedeutet jedoch nicht, dass jeder Veganer einen Mangel hat), was dazu führen würde, dass sie schlechter Fett verbrennen. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich einen Carnitin-Mangel zu erleiden, wenn man wenigstens ab und zu ein Stück Fleisch zu sich nimmt. Studien haben gezeigt, dass die Supplementation von L-Carnitin in Bezug auf die Fettverbrennung und auch weitere angepriesene Vorteile  nutzlos ist, wenn kein Mangel vorliegt. Allerdings zeigen andere Untersuchungen auch, dass diese Aminosäure die Dichte der Androgenrezeptoren fördern kann und sich positiv auf die kognitive Leistung auswirken kann, wofür es allerdings andere Formen als nur die freie Aminosäure bedarf. Wirklich Sinn macht es hier also aus wissenschaftlicher Sicht nicht. Die Dosis von 2000 mg im Hypertroph HD ist dagegen schon recht viel im Vergleich zur Konkurrenz. Ist zwar gut gemeint, aber von unserem Standpunkt eher Nutzlos.

Dicalciumphosphat – ist wie der Name schon sagt eine Verbindung aus Calcium und Phosphor, welche beide neben Natrium und Magnesium zu den Elektrolyten zählen. Elektrolyte wiederum führen dazu, dass der Körper Flüssigkeiten besser aufnimmt und damit auch der Hypertroph HD schneller im Blut ankommt. Findet man das richtige Verhältnis aus Elektrolyten und Flüssigkeit, spricht man von einem isotonischen Getränk. Natürlich haben Calcium und Phosphor aber noch weitere Aufgaben im Körper, wie z.B. Muskelkontraktion oder Bausubstanz für Knochen und Zähne. Übrigens enthält das verwendete Whey Isolat an sich schon nicht zu verachtende Mengen dieser beiden Mineralien, jedoch nicht in so hoher Konzentration wie auf dem Etikett angegeben.

Zink – liegt hier als Zink Picolinat in einer Dosierung von 25 mg elementarem Magnesium pro Portion vor. Das ist schon eine recht hohe Menge an Zink wenn man bedenkt, dass Studien zeigen, dass der Plasmaspiegel von 20 mg reinem Zink nicht stärker ansteigt als von 10 mg [4]. Die hier verwendeten 25 mg sind aber eine recht normale Dosierung und definitiv zweckmäßig. Viele Bodybuilder setzen zwar auf sehr viel höhere Mengen, allerdings wird das zumindest durch die Wissenschaft nicht gestützt. Zink ist wichtig für sehr viele verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper, allen voran die Immunfunktion und Proteinsynthese. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Zinkaufnahme über den Bedarf hinaus zum Muskelaufbau (Proteinsynthese) führt, aber ohne Zink wiederum auch kein Muskelaufbau.

Vitamin B6 – mit wissenschaftlichem Namen auch Pyridoxin genannt, ist ein essentielles Vitamin für über 100 Reaktionen im Körper. Es ist hauptsächlich im Proteinstoffwechsel involviert. Außerdem ist es ein wichtiger Cofaktor für die Aktivität des Enzyms „L-dopa decarboxylase“, welches L-DOPA in aktives Dopamin umwandelt. Damit könnte es ein Glücksgefühl hervorrufen, vorausgesetzt man hatte vorher zu wenig Vitamin B6 im Körper. Davon ab kann Vitamin B6 aber auch dazu führen, dass man intensiver träumt. Studien dazu beobachteten diesen Effekt zwischen 100 mg und 250 mg Pyridoxin mit steigender Intensität bei steigender Dosis. Dementsprechend ist nicht zu erwarten, dass die 11 mg aus einer Portion Rocka Nutrition Hypertroph HD viel ausrichten können. Allerdings passt es sehr gut zum eingesetzten Zink und Magnesium. Viele von euch kennen vielleicht das patentierte Präparat ZMA, welches oftmals nach dem Training oder vor den Schlafen eingesetzt wird. Es besteht aus Zink und Magnesium Aspartat, sowie Vitamin B6. Diese spezielle Kombination soll den Testosteronspiegel steigern, was aber wohl eher am Aspartat als an dem Vitamin und den beiden Mineralien liegt. Dennoch kann ein Mangel an Magnesium und Zink zu einem erniedrigten Testosteronspiegel beitragen. Viele Hersteller versuchen das patentierte ZMA mit anderen Formen nachzubauen und vielleicht steckt diese Absicht auch hinter der Kombination in diesem Produkt.

Wie man sieht enthält Hypertroph HD von Rocka Nutrition keine direkte Kohlenhydratquelle. Viele Athleten schwören allerdings darauf, nach dem Training ein Kohlenhydratpulver, wie Maltodextrin oder Wachsmaisstärke zu sich zu nehmen, damit sich die Glykogenspeicher möglichst schnell wieder füllen und möglichst viel Insulin ausgeschüttet wird. Insulin ist dabei ein Speicherhormon, was im Falle eines Energieüberschusses nicht nur Fett speichert, sondern auch Aminosäuren in die Muskelzellen schleust. Allerdings führt die hohe Menge Leucin allein schon zu einer sehr rapiden Ausschüttung dieses Hormons und Studien zeigen, dass es bezüglich der Proteinsynthese keinen Unterschied macht, ob man nur ein leucinreiches Protein wie Whey konsumiert oder es mit Kohlenhydraten kombiniert. Außerdem haben Forschungen gezeigt, dass die Auffüllung der Glykogenspeicher genauso effektiv ist, wenn man seine Kohlenhydrate innerhalb der nächsten 24 Stunden durch Nahrung zuführt. Eine sehr schnelle Wiederauffüllung über schnelle Kohlenhydrate ist demnach nur relevant, wenn man mehrere Trainingseinheiten am Tag absolviert oder mit Insulin arbeitet. Rocka Nutrition überlässt es also dem Konsumenten, ob er noch ein Kohlenhydratpulver dazugeben möchte oder darauf verzichten mag. Nötig ist es für die meisten sicherlich nicht und ein Stück Obst würde seinen Zweck genauso erfüllen.

Hypertroph HD von Rocka Nutrition ist ein Post-Workout Produkt ohne Kohlenhydrate

Und damit hätten wir alle relevanten Inhaltsstoffe des Hypertroph HD erläutert. Für uns sieht das so aus als würde man ein Schlafprodukt mit einem Post-Workout Supplement kombinieren, was sicherlich auch Sinn macht. Schließlich wächst der am besten in einer Ruhephase. Sollte Hypertroph HD aber tatsächlich zu Müdigkeit führen, wäre es wohl eher kontraproduktiv, wenn man nach dem Training noch mehr vorhat als etwas zu essen und dann auf der Couch zu liegen oder ins Bett zu gehen. Außerdem sollte man beachten, dass dieses Produkt nur wenig komplettes Protein enthält und dadurch auch nur wenig “Baumaterial” für das Wachstum der Muskelzellen liefert. Man sollte also darauf achten, recht schnell nach diesem Shake eine proteinreiche Mahlzeit zu sich zu nehmen oder zusätzlich ein Proteinpulver dazu zu nehmen. Was das L-Carnitin hierin zu suchen hat ist uns allerdings ein Rätsel.

Inhaltsstoffe des Rocka Nutrition Hypertroph HD (Geschmack Bubble Gum):

Molkenproteinisolat (enthält Emulgator Sojalecithin), L-Leucin, Gamma-Aminobuttersäure, Magnesiumcitrat, L-Carnitin, Säuerungsmittel (Zitronensäure), Dicalciumphosphat, Säuerungsmittel (Weinsäure (L+)), Aroma, L-Valin, L-Isoleucin, Inulin, L-Leucin Ethyl Ester Hydrochlorid, färbendes Lebensmittel (Spirulina-Konzentrat), Zinkpicolinat, Süßungsmittel (Sucralose, Acesulfam K), Pyridoxinhydrochlorid


Löslichkeit und Geschmack

Rocka Nutrition Hypertroph HD ist in zwei Geschmacksrichtung erhältlich und die nennen sich “Bubble Gum” und “Grapefruit”. Für unseren Geschmackstest beziehen wir uns auf die Sorte Bubble Gum.

An sich ist das Pulver sehr fein und erinnert an BCAA’s. Angemischt in Wasser fällt eine leicht bläuliche Farbe auf, die in diesem Fall durch den Einsatz von Spirulina, einer natürlichen Algenart, herbeigeführt wird. Dieses mal passt die Farbe besser zur Geschmacksrichtung als wir das bei anderen Produkten des berliner Herstellers gesehen haben, aber das spielt im Grunde keine Rolle. Außerdem schäumt der Shake sehr stark, wenn man ihm im Shaker zubereitet. Sogar so stark, dass man aufpassen sollte, dass der Deckel des Shakers nicht aufplatzt, uns ist das nämlich passiert. Dies hätte man sicherlich durch Zusatzstoffe unterbinden können, allerdings stehen die meisten Leute nicht so sehr auf Dinge in der Zutatenliste die sie nicht zuordnen können. Lässt man den Shaker 1-2 Minuten stehen, löst sich der Schaum jedoch von selbst auf. Bevor wir zum Geschmack an sich kommen sei gesagt, dass man nach dem Trinken des Shakes am Boden einen Absatz findet. Das ist auf nicht verwunderlich bei der Menge des verwendeten Magnesiumcitrats. Dies hat nunmal die Eigenschaft sich sehr schlecht aufzulösen.

Geschmacklich kann man definitiv bei Rocka Nutrition Hypertroph HD das Kaugummiaroma herausschmecken, jedoch nicht sonderlich intensiv. Es erinnert eher an fruchtige Kaugummis für Kinder als an Menthol oder Minze, was für ein solches Produkt auch sicherlich besser passt. Allerdings empfanden wir die Süße und Säure des Shakes dieses mal weniger gut abgestimmt als wir das von Rocka Nutrition gewohnt sind. Hypertroph HD schmeckt relativ säuerlich und weniger süß was nicht ganz zum Bubble Gum Aroma passt. Natürlich schmeckt es aber nicht als würde man in eine Zitrone beißen, was wir hier beschreiben sind lediglich Feinheiten und rein subjektiver Natur, man kann das Zeug definitiv gut trinken.

Unterm Strich ist Hypertroph HD  von Rocka seitens der Löslichkeit und des Geschmacks keine Offenbarung. Der Shake schäumt stark, löst sich nicht komplett auf und das Aroma ist relativ schwach. Das kennen wir besser von Rocka, wobei man sagen muss, dass BCAA’s und Leucin, insbesondere in der Ethyl Ester HCL Form auch schlecht zu überdecken sind.

Löslichkeit und Geschmack können beim Rocka Nutrition Hypertroph HD leider weniger überzeugen.


Einnahmeempfehlung

Auf der Dose des Hypertroph HD wird folgende Einnahmeempfehlung gemacht:

“Zwei leicht gehäufte Messlöffel (25 g) mit 300 ml Wasser shaken und ca. 10 bis 20 Minuten nach dem Training verzehren. Die empfohlene tägliche Menge darf nicht überschritten werden.”

Jo, macht Sinn für ein Post-Workout Produkt, wobei der letzte Satz definitiv betont werden sollte. Nicht etwa weil Leucin giftig wäre, sondern weil Magnesiumcitrat und GABA so hoch dosiert sind, dass Nebenwirkungen wie Kurzatmigkeit und Durchfall auftreten können.


Wirkung

Um die tatsächliche Wirkung auf die Proteinsynthese objektiv bewerten zu können, müsste man eine klinische, placebokontrollierte Studie durchführen. Nun, wir bei Gannikus versuchen schon einiges für euch möglich zu machen, aber das überschreitet selbst unsere Kapazitäten. Allerdings können wir ein bisschen was über unsere subjektive Wahrnehmung berichten.

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Wir haben das Hypertroph HD nach mehreren Trainingseinheiten hintereinander getestet. Ohne Ausnahme spürten wir ca. 10 Minuten nach der Einnahme ein leichtes Kribbeln in Gesicht und Händen, ähnlich wie man das von Beta Alanin kennt. Diese Nebenwirkung kann allerdings auch vom enthaltene GABA ausgelöst werden und da dieses sehr hoch dosiert ist, führen wir das Kribbeln darauf zurück. Ebenfalls konnten wir die typische Kurzatmigkeit von GABA feststellen. Nun dürfte es auch nicht verwundern, dass nach der Einnahme eine relativ starke Müdigkeit eingesetzt hat. Ohne Ausnahme führte das dazu, dass wir für die nächsten 2-3 Stunden nach dem Shake erstmal ziemlich ausgeknockt waren. Für Leute, die abends trainieren und danach nicht mehr viel vorhaben ist das definitiv super. Man kommt schneller zur Ruhe und der Körper kann somit schneller in die Regenerationsphase starten. Wer allerdings am Morgen trainiert und danach noch geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit zeigen möchte, der ist mit dem Hypertroph sicherlich nicht gut beraten! Trotzt dass unsere Tester bereits vorher mit Magnesium supplementieren und das ebenfalls in der Citrat-Form, trat leider kurz nach einigen Einnahmen ein recht wässriger Durchfall auf, vor allem, wenn man an dem Tag noch nichts festetes gegessen hat. Dieser kommt daher, dass der Darm nicht unendlich viel Magnesium in kurzer Zeit aufnehmen kann und den Überschuss wieder loswerden muss. Das wäre weniger Problem, wenn man das Magnesium zusammen mit fester Nahrung aufnimmt, da es somit viel langsamer absorbiert wird, aber nach dem Training hat man in der Regel wenig im Magen was die Aufnahme verzögern könnte. Und gelöst in Wasser kommt es natürlich noch schneller und schlagartiger im Darm an. Glücklicherweise hält diese Nebenwirkung nur solange an bis der Überschuss ausgeschieden ist. Nicht zu vergleichen also mit einem krankheitsbedingten Durchfall. Nun kommt es aber darauf an, wie stark man an hohe Mengen Magnesium in kurzer Zeit gewohnt ist. Sicherlich bekommt nicht jeder von einer Portion Hypertroph HD einen Durchfall, jedoch sollte man diese Nebenwirkung auf dem Schirm haben.

Insgesamt empfanden wir die Nebenwirkungen des Hypertroph HD zu stark für ein Post-Workout Produkt. Die müde machende Wirkung kann zwar auch ein Vorteil sein, allerdings nicht zu jedem Zeitpunkt.


Preis-Leistungs-Verhältnis

Wie bei allen Produkten des berliner Herstellers Rocka Nutrition ist auch der Hypertroph HD ausschließlich im hauseigenen Onlineshop erhältlich. Der Preis für eine Dose Hypertroph HD von Rocka Nutrition liegt bei 34,99 € und liefert 20 Portionen. Somit kommen wir auf einen Portionspreis von 1,75 €. Der Preis pro Kilogramm liegt bei 74,98 €

Im Vergleich zu ähnlichen Produkten liegt dieser Preis zwar im Mittelfeld, allerdings enthalten diese zusätzlich noch Kohlenhydrate, mehr komplettes Protein, dafür aber weniger GABA und Magnesium. 1,75 € sollte einem eine gute Regeneration zwar wert sein, wenn man allerdings beachtet, dass hier wenig komplettes Protein enthalten ist, der Shake dafür bei manchen Personen zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann und der Geschmack nicht gerade ein Hochgenuss ist, halten wir den Preis pro Kilogramm für zu hoch.


Wir können Hypertroph HD nicht für jeden empfehlen.

Fazit

Wir haben lange überlegt wie wir den Hypertroph HD Post-Workout Shake von Rocka Nutrition einstufen. Einerseits meint man es sehr gut mit der Zusammensetzung und Dosierung der Inhaltsstoffe, andererseits sind wir der Meinung, dass viele der Dosierungen nicht unbedingt zweckmäßig für ein Produkt dieser Art sind. Am GABA, Leucin und Magnesium, welches eher teure Inhaltsstoffe sind, hat man definitiv nicht gespart. Allerdings sind sie in Mengen verwendet, die man eher vor dem Schlafen, aber nicht nach einem morgendlichen Training zu sich nehmen möchte. Dafür hätten wir uns ein wenig mehr komplettes Protein oder EAA’s gewünscht um der durch das hoch dosierte Leucin und das Training angeregte Proteinsynthese genügend “Baustoff” zu liefern. Mit lediglich 6,25 g Whey Isolat sollte man schauen, dass man recht schnell danach wieder eine proteinreiche Mahlzeit oder Proteinshake zuführt. Auch geschmacklich konnte Hypertroph HD nicht so überzeugen wie andere Rocka Produkte. Unserer Meinung nach ist man mit 25 bis 50 g eines guten Whey Proteins deutlich besser, günstiger und schmackhafter unterwegs!


Quellen:
1. http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fphys.2017.00390/full

  1. http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fphys.2017.00390/full
  2. http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fphys.2017.00390/full
  3. http://jn.nutrition.org/content/140/12/2128.full.pdf
  4. https://jissn.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12970-017-0184-9

Bewertung:

Gesamtdurchschnitt 78.8/100 78.8
Inhaltsstoffe und Dosierung 80
Wirkung 90
Geschmack 75
Preis/Leistungs-Verhältnis 70

Positives

Negatives

cooles Design
zu viel GABA und Magnesium
Aminogramm vorhanden
weniger guter Geschmack (für Rocka-Verhältnisse)
gut gemeinte Dosierungen
recht hochpreisig

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