Antioxidantien führen zu Leisstungssteigerung – Aber wieso?


Antioxidantien werden häufig zum Schutz gegen Stress und die potenziell schädlichen Effekte vom Training verwendet, nur wenige Menschen nutzen sie, um die sportliche Leistung zu steigern. Eine aktuelle Studie im Journal of the International Society of Sports Nutrition setzte Antioxidantien zum Test dieses weniger verbreiteten Zweck ein.

Training erzeugt sogenannte reaktive Sauerstoffspezies (ROS = reactive oxygen species). Sie sind ein normaler Bestandteil des alltäglichen Lebens, aber in hohen Mengen sollen sie auch die Hauptursache des Alterns sein und ein Mitwirken an Krebs haben. Die erhöhte Anzahl von ROS, die durch Training verursacht wird, erhöht die benötigte Menge an Antioxidantien, welche die ROS eliminieren. Durch die Anpassung ans Training können Sportler tatsächlich größere Speicher an Antioxidantien vorweisen, wodurch sie eine größere Kapazität zum Abbau von durch zum Beispiel Training entstehende Stressoren besitzen.

Antioxidantien und ihr positiver Einfluss auf unser Training

antioxidantien-trainingsleistungDiese Studie befasste sich mit der akuten Auswirkung von Anitoxidantien auf das Training. Es gab 15 Teilnehmer, die jeweils drei Trainingseinheiten ausführten. Die erste Einheit machte die Teilnehmer mit dem Aufbau und den Kniebeugen vertraut, diese Einheit wurde von allen durchgeführt. Die Forscher ermittelten bei diesem Besuch außerdem das 3RM der Teilnehmer, um somit das Gewicht für das weitere Protokoll zu bestimmen.

Während der zwei anschließenden Besuche absolvierten die Teilnehmer das eigentliche Training. Sie führten sechs Sätze à zehn Wiederholungen aus, bei denen sie 70% ihres errechneten Maximalgewichts für eine Wiederholung benutzten. Vor jeder dieser Trainingseinheiten nahmen sie entweder ein auf Pycnogenol basierendes Antioxidantien-Supplement oder ein gleich aussehendes Placebo-Präparat ein. Dies wurde in einer zufälligen Reihenfolge gemacht, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.

Die Ergebnisse sprachen eindeutig für die Einnahme von Antioxidantien, sie waren aber auch ein wenig verwirrend. Die Antioxidantien erlaubten es den Teilnehmern, mehr Arbeit (hier: mehr Wiederholungen) bei einer höheren Geschwindigkeit auszuführen. Als wäre das nicht schon genug, um Dein Interesse zu wecken: die Antioxidantien gewährleisteten auch mehr Ausdauer und mehr Geschwindigkeit über die gesamte Dauer des Trainings. Mit anderen Worten gesagt erlebte die Placebo-Gruppe im Gegensatzu zu der Antioxidantien-Gruppe abnehmende Geschwindigkeit und Kraft vom ersten bis zum letzten Satz.
Basierend auf diesen Ergebnissen ist es offensichtlich, dass Antioxidantien als Preworkout Supplement sehr gut für Masse und Kraft sind, da die Probanden sie vier Stunden vor Trainingsbeginn einnahmen.

Das Warum allerdings bleibt immer noch ein Mysterium. Der oxidative Stress wurde durch Xanthin-Oxidase gemessen, welche ein Hauptgrund von Schäden nach dem Training ist. Xanthin-Oxidase war in der Antioxidantien-Gruppe nicht niedriger, weshalb sich die Forscher verblüfft fragten, was tatsächlich zur Leistungssteigerung führte.

Und es war nicht nur das. Die Ausschüttung von Wachstumshormonen war ebenfalls verzögert und gehemmt von den Antioxidantien. Das könnte das Resultat von Unterschieden in der Nutzung des Energiesubstrats und die mögliche Ursache für einen Leistungsschub sein.

Fazit

Letztendlich wissen wir, dass Antioxidantien die Leistung verbessern, aber wir wissen nicht warum. In Zukunft sollten mehrere Stressmarker untersucht und verschiedene Arten von Antioxidantien verwendet werden. Im Moment aber scheint es aus diversen Gründen eine gute Idee zu sein Antioxidantien zu supplementieren, zum Beispiel zur Leistungssteigerung.


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