Creatin auch gut für unser Gehirn?


Kraftsportler nehmen Creatin, um unter anderem mehr Wiederholungen bei ihren Sätzen in den verschiedenen Übungen zu schaffen und so ihr Muskelwachstum zu beschleunigen. Laut Neuropsychiatern der University of Tokyo hat die Substanz ähnliche Auswirkungen in unserem Gehirn. Wenn man also Creatin nimmt, kann man das Gehirn für eine längere Zeit intensiver beanspruchen!


Studie

Im Jahr 2002 veröffentlichten die Japaner die Ergebnisse einer Studie, bei der sie 24 Studenten im Alter von 19 Jahren untersuchten.

Die Forscher ließen die Studenten innerhalb von 15 Minuten zufällige Zahlenwerte addieren. Dafür verwendeten sie den Uchida-Kraepelin Test, welcher Psychiater zur Ermittlung mentaler Erschöpfung heranziehen. Je mehr Zahlen man addieren kann, desto fitter ist man – zumindest mental gesehen.

Nach dem Ende der 15 Minuten machten die Studenten eine 5-minütige Pause. Danach mussten sie für weitere 15 Minuten Zahlen addieren.

Diese Prozedur führten die Wissenschaftler zwei Mal durch. Beim ersten Mal wurde den Probanden fünf Tage vor dem Test 8g Creatin Monohydrat pro Tag verabreicht, beim zweiten Mal bekamen sie ein Placebo.

Resultate

Als die Studenten zuvor Creatin einnahmen, konnten sie mehr Zahlen addieren. Die Ergebnisse eines „typischen“ Studenten seht ihr nachfolgend, ein Mal mit und ein Mal ohne Creatin.

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Durch Infrarotspektroskopie waren die Forscher in der Lage, die Zusammensetzung des Bluts im Gehirn der Probanden zu ermitteln, während diese ihre Aufgabe verrichteten. Sie sahen dabei nach der Menge an Sauerstoff, die an die Hämoglobin Moleküle gebunden war. Die folgende Abbildung zeigt, dass das Blut im Gehirn der Teilnehmer mehr Hämoglobin ohne Sauerstoff (Desoxy-Hb) enthielt, wenn sie vorher Creatin genommen hatten.

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Die Forscher bemerkten außerdem, dass die Anzahl an Hämoglobin Molekülen mit Sauerstoff im Gegensatz zur Placebo Gruppe geringer war, wenn die Probanden zuvor Creatin konsumiert hatten. Das bedeutet wohl, dass die Creatin Supplementation die Sauerstoffaufnahme der Gehirnzellen verbessert. Es scheint, als würden Gehirnzellen härter arbeiten, wenn man Creatine einnimmt.

Schlussfolgerung

Kurz und knapp schlussfolgern die Forscher, dass ihr Experiment wohl eine neue Herangehensweise zeige, wie man die mentale Erschöpfung reduzieren kann. 

Creatin ist also dem Anschein nach nicht nur gut für Kraftsporler, sondern kann auch die Leistung des Gehirns verbessern!


Quelle: ergo-log.com/creatine-has-a-smilar-effect-in-your-brain-as-in-your-muscles.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11985880

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