Curcumin gegen hohen Östrogenspiegel?!


Curcumin, die wichtigste bioaktive Substanz in Kurkuma, hemmt die Produktion von Östradiol. Wie genau der antiöstrogene Effekt von Curcumin zustande kommt, haben sich die Forscher der chinesischen Hubei University of Medicine nicht genauer angesehen. Das macht jedoch ihre in-vitro Studie nicht weniger interessant für uns!


Curcumin und Testosteron

Curcumin hat in relativ hohen Dosierungen wohl einen positiven Effekt auf die Testosteronwerte. Deshalb ist es besonders für Männer und Athleten interessant, die ihren Testosteronspiegel natürlich erhöhen möchten.

Allein diese Sache ist schon interessant, aber die Studie, welche Chinese Forscher im Iranian Journal of Reproductive Medicince veröffentlicht haben zeigt, dass Curcumin noch viel interessanter ist. Eigentlich waren die Autoren nämlich nach etwas ganz anderem als Langlebigkeit, Männer, anabolen Hormonen und Sport auf der Suche. Sie wollten nämlich ein sicheres und billiges Medikament gegen Endometriose finden.

curcumin-gegen-hohen-oestrogenspiegel-struktur

Struktur von Curcumin

Curcumin und Östradiol

Endometriose ist eine Krankheit, bei der die Schleimheit, die normalerweise innerhalb der Gebärmutter liegt, anfängt auch außerhalb zu wachsen. Dieses Wachstum wird durch Östradiol reguliert und scheint so als würden die Zellen des Gewebes der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter anfangen, selbst Östradiol zu produzieren. Es ist zumindest bekant, dass Frauen mit Endometriose erhöhte Östradiolwerte aufweisen.

Die chinesischen Forscher hatten schon vorher herausgefunden, dass Curcumin bei Labortieren das Wachstum von Endometriumzellen (Endometrium = Gebärmutterschleimhaut) hemmt. Sie fragten sich, ob dies am antiöstrogenen Effekt von Curcumin liegen könnte.

Studie

Die Wissenschaftler ermittelten also zuerst die Konzentration an Östradiol in gesunden Endometriumzellen und dann in ektopischen Endometriumzellen (beispielsweise außerhalb der Gebärmutter). Und tatsächlich: Die Östradiolkonzentration in den ektopischen Endometriumzellen war höher.

curcumin-gegen-hohen-oestrogenspiegel-grafik1

Danach setzten die Forscher die Endometriumzellen in Teströhrchen Curcumin aus. Die verwendete Dosierung von Curcumin schwankte hierbei zwischen 10 und 50 Nanomol pro Milliliter.

Die nachfolgende Grafik zeigt, das Curcumin die Östradiolkonzentration in den Zellen senken konnte.

curcumin-gegen-hohen-oestrogenspiegel-grafik2

Der antiöstrogene Effekt von Curcumin steigerte sich, je länger die Zellen damit konfrontiert wurden und natürlich je höher die Dosierung war. Laut den Forschern werde der antiöstrogene Effekt von Curcumin jedoch erst ab Dosierungen von 30 Nanomol pro Milliliter oder mehr interessant.

Wenn man Supplements einnimmt, welche die Bioverfügbarkeit von Curcumin steigern sollen, dann sollte die Konzentration an Curcumin im Blut diesen 30 Nanomol pro Milliliter wohl ziemlich nahe kommen. 


Quelle: ergo-log.com/curcumin-a-mild-anti-oestrogen.html
Referenzstudie: ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24639774




Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben
Gannikus.com

Gannikus.com