Hybrid Hammer Curls für eine ganzheitliche Armentwicklung


Wenn man einen Anfänger fragt, was genau seine Ziele im Bereich des Kraftsports sind, dann erhält man nicht gerade selten die Antwort, dass insbesondere erst einmal die Arme dicke werden sollen, um den Look in Shirts und Stringern zu verbessern. Ob man zu Beginn der Trainingskarriere direkt massenweise Isolationsarbeit verrichten sollte, darüber lässt sich sicherlich streiten, doch Fakt ist, dass eben ein gewisser Reiz gesetzt werden muss, um den Muskelaufbau entsprechend zu begünstigen. Wir möchten euch in diesem Zusammenhang heute eine Übung vorstellen, die sowohl die Griffkraft stärkt als auch die Ober- und Unterarmmuskulatur beansprucht!

Hammer Curls sind essentiell für die Entwicklung des Brachioradialis, einem Muskel im Unterarm. Der Einsatz eines neutralen Griffs (Handinnenflächen zeigen zueinander) hilft im Zuge dessen dabei, sich einen mechanischen Vorteil zunutze zu machen, um nicht nur Kraft über den Bizeps, sondern auch über die anderen Ellenbogenbeuger zu erzeugen.

Geht es um die Ästhetik, macht dies auch durchaus Sinn, auch wenn das Vorgehen limitiert ist. Die hauptsächliche Bewegung bei den Hammer Curls findet allerdings nicht über das Handgelenk statt, weshalb nur wenig Übertrag auf die Griffkraft gegeben ist.

Herkömmliche Hammer Curls werden zwar häufig ausgeführt, sind jedoch in ihrer Fumktion limitiert.

Wenn jedoch die funktionale Hypertrophie des gesamten Arms im Vordergrund steht, dann sind leichte Abänderungen der Griff- und Schulterposition im direkten Vergleich zu einem komplett pronierten, supinierten oder neutralen Griff mit neutraler Schulterposition definitiv vorteilhaft. Warum? Weil der Körper über Muskelgruppen, Faszien und neuronale Verbindungen funktioniert, durch die wiederum Spannung aufgebaut wird. Es macht demnach keinen großen Sinn, die ausstrahlenden Reflexe zu limitieren, man sollte sie stattdessen besser direkt trainieren.

Bei den Hybrid Hammer Curls platziert man die Hände in einer leicht pronierten Stellung an der Hantel, wodurch noch immer sowohl Brachioradialis als auch Bizeps beansprucht wird, die Streckmuskulatur im Bereich des Handgelenks aber ebenfalls einen Reiz abbekommt. Dieser Muskelbereich stabilisiert Hand- und Ellenbogengelenk, um die größeren Beugemuskeln hart arbeiten und mehr Fasern bei isometrischen Aktionen rekrutieren lassen zu können.

Führst du die Hybrid Hammer Curls mit leichter Streckung im Handgelenk aus, während du die Hanteln so stark es geht umfasst, löst du eine Kraft entlang der kinetischen Kette des Arms aus, mit der die Aktivierung der großen und der kleinen, inneren Muskeln gegeben ist.

Wenn du eine Übung suchst, die kombiniert und funktional sowohl Grifftkraft als auch Ober- und Unterarmmuskulatur trainiert, dann sind die Hybrid Hammer Curls durchaus einen Versuch wert. Bei der Ausführung der Übung zu empfehlen sind hohe Wiederholungszahlen, langsamer Bewegungsablauf und harte Kontraktionen am obersten Punkt. Du solltest sicherstellen, dass die einzelnen Muskeln brennen. Dadurch wachsen nicht nur die Beugemuskeln wie Bizeps und Brachialis, sondern auch die Unterarme und zudem wird die Griffkraft gestärkt!


Quelle: t-nation.com/training/tip-the-hybrid-hammer-curl

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