HIIT, Steady State Cardio oder NEAT


Diese drei Cardiovarianten tauchen immer wieder im Bereich des Fettabbau Trainings auf. Scheinbar hat hier auch jeder Trainer seine eigene Ansicht. Oftmals sind es jedoch so einige Mythen die sich um die einzelnen Varianten drehen. Doch gibt es wirklich „die beste“ Methode? Welche Vor- und welche Nachteile haben die einzelnen Vorgehensweisen? Wir haben uns einen Überblick verschafft und die einzelnen Möglichkeiten einmal in einen Kontext gebracht, der es ermöglichen soll, diese Frage etwas genauer einordnen zu können.


Die Vor- und Nachteile von HIIT

HIIT steht für „High Intensity Intervall Training“. Wie der Name also schon sagt, geht es hier richtig zur Sache. Je höher die Intensität, desto besser soll der Effekt sein. Normalerweise werden 5-10 hochintensive Intervalle zu je 10-60 Sekunden empfohlen mit entsprechender Pause zwischen den einzelnen Runden. Sprinten eignet sich hierbei besonders gut um die Intensität faktisch durch die Decke gehen zu lassen.

Die Grundidee hinter dieser Methode ist es, in weniger Zeit bessere Resultate zu erzielen. Maßgeblich über die Steigerung des so genannten Nachbrenneffektes. Also eine Steigerung der Stoffwechselrate auch über das Training hinaus. Was aber häufig verschwiegen wird ist, dass dieser Nachbrenneffekt bei Weitem nicht so hoch ist, wie häufig angegeben. Soll bedeuten, 10-20 Minuten mehr bei konventionellem Cardio und man hat den gleichen kalorischen Effekt. Der einzige Vorteil den HIIT mit sich bringt, ist die verstärkte Adrenalinausschüttung, die zu einer verbesserten Fettfreisetzung aus den Fettzellen führen kann. Allerdings ist der Einsatz recht hoch dafür. Denn HIIT erfordert jede Menge Regenerationsvermögen. Sprints sind schon eine kleine Beintrainignseinheit für sich. Und gerade zum Ende einer Diät hin hat man auch in der Regel genug damit zu kämpfen sich von den Krafttrainingseinheiten zu erholen.

Wenn HIIT dann am besten noch zu Beginn einer Diät und auch nur dann wenn man eher schon fortgeschritten ist. Denn ein Anfänger wird die für die positiven Effekte des HIIT notwendige Intensität gar nicht aufbringen können.

Die Vor- und Nachteile von Steady State Cardio

Unter Steady State Cardio (SSC) versteht man in der Regel das klassische Cardiotraining mit langer Dauer und niedriger bis moderater Intensität. Also das gefühlt stundenlange Laufen auf dem Laufband oder das ewige Treten auf dem Ergometer.

Gerade für Anfänger oder wenn man mit seiner Diät schon fortgeschritten ist, ist diese Variante ideal. Ein Anfänger muss generell erstmal eine Grundlage aufbauen, mit zunehmender Diät ist diese Diätform angenehmer durchzuhalten, eben weil man nicht permanent top erholt ist. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass es relativ viel Zeit in Anspruch nimmt und sich der Stoffwechsel möglicherweise auch in negativer Form an diese Belastung anpassen kann und die Cortisolwerte in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät zu steigen beginnen, was wiederum dazu führen kann, dass die Diätergebnisse auf sich warten lassen.

In erster Linie durch eine mögliche verstärkte Wasserspeicherung im Gewebe. Doch diese wird man zum Ende einer Diät auch schnell wieder los, vorausgesetzt man reduziert auch hier sein Cardiovolumen ein wenig.

Die Vor- und Nachteile von NEAT

Welche Form von Cardio zu einem passt, muss jeder selbst heraus finden.

NEAT steht für „Non Exercise Activity Thermogenesis“. Also jeglicher Kalorienverbrauch der nicht direkt mit dem Training in Zusammenhang steht.

Den Part den wir hier aktiv beeinflussen können ist unsere Alltagsbewegung. Das Steigern der Alltagsaktivität ist ganz besonders zum Ende einer Diät hin von entscheidender Bedeutung. Einfach ausgedrückt, man sollte es dringend vermeiden faul zu werden. Eine Steigerung lässt sich beispielsweise durch flotte Spaziergänge an der frischen Luft erreichen. Besonders wertvoll aus dem Grund, weil solche Aktivitäten die Regenerationskapazität kaum beeinflusst. Der Nachteil ist jedoch, dass verhältnismäßig viel Zeit aufgewendet werden muss und der Kalorienverbrauch im Vergleich zum traditionellen Cardio Training eher niedrig ist. Doch gerade wenn der Körperfettanteil schon sehr niedrig ist und man mit der Diät zu kämpfen hat, sollte diese Form der Kalorienverbrennung das Mittel der Wahl sein.

Fazit

Keine der Cardiomethoden ist einer der anderen massiv überlegen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Wahl des richtigen Trainingsprogrammes entscheidet daher vielmehr, welche Form des Cardios am besten zu euch und eurem Alltag passt.


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