5 Gründe, warum du noch aussiehst wie vor einem Jahr


Kennst du die Personen im Gym, die Jahr für Jahr eigentlich immer gleich aussehen und scheinbar keine Veränderungen durchleben, schlichtweg weil sie einfach mehr falsch als richtig machen? Das passiert häufig nicht einmal böswillig oder mit Absicht, vielmehr sind es viele kleine Mängel, die sich immer weiter aufsummieren. Die ganz typischen Fehler haben wir ermittelt und wollen sie euch auf diesem Wege mitgeben, um unter anderem zu verhindern, dass ihr selbst in diese Fallen tappt und womöglich einer von denen werdet, die offensichtlich nicht vorankommen!

Fehler 1: „Programm Hopping“

Das ist einer der mit Abstand am häufigsten begangenen Fehler. Man wechselt viel zu sprunghaft von einem Trainingsprogramm zum nächsten, weil man irgendwo ein neues System findet, begeistert ist und sofort loslegen möchte. Dann findet man das nächste, ist wieder begeistert und wechselt. So geht es das ganze Jahr über weiter. Das Problem dabei ist, dass wirklich gute Trainingsprogramme auf Progression basieren.

Wenn man also mit einem System beginnt, befindet man sich zunächst in einem Bereich der in Sachen Intensität eher noch nicht ganz so der Hammer sein dürfte. Weit weg von einem „Ausmaxen“ ist man in jedem Fall. Springt man dann noch innerhalb dieser „schlappen“ Vorbereitungsphase eines Programms in die nächste Vorbereitungsphase des nächsten Programms, ist es kein Wunder, dass man nie wirklich an sein Optimum und an seine Grenzen kommt. Das volle Potential nutzen? Fehlanzeige!

Fehler 2: Schlechte Ernährungsgewohnheiten

Auch das gehört meist dazu. Die Ernährungsgewohnheiten sind schlecht und entsprechend mies dann natürlich auch die Ergebnisse. Wer permanent immer nur Blödsinn in sich hinein schaufelt und nicht darauf achtet, die richtigen Makro- und Mikronährstoffe zu konsumieren, der muss sich am Ende über fehlende Ergebnisse nicht wundern. Wer dann noch mit seinen Kalorien vollkommen daneben liegt und entweder deutlich zu wenig oder deutlich zu viel isst, muss sich am Ende nicht fragen, warum er entweder dünn bleibt oder viel zu schnell fett wird.

Fehler 3: Dauerhaft zu intensives Training

Für regelmäßige Fortschritte müssen auch Deloads eingeplant werden, während denen die Intensität reduziert wird.

Es gibt Sportler, die möchten das ganze Jahr über voll durchziehen und immer am Anschlag sein. Mit weniger als 100 Prozent Intensität geben sie sich nicht zufrieden. Da ist es naheliegend, dass man irgendwann – und zwar eher früher als später – an einem Punkt ankommt, an dem einfach gar nichts mehr geht. Man ist entweder leicht im Overreaching oder sogar stark im Übertraining. Obwohl Overreaching eine hervorragende Sache ist, kann dieses Konzept nur dann funktionieren, wenn man auf der anderen Seite auch die ausreichend hohe Regenerationskomponente einfließen lässt. Hier ist jedoch nicht die Rede von „mehr Schlaf“ oder „ausreichend Nahrung“, sondern von strategisch eingefügten Deloads, die unbedingt eingehalten werden sollten. Denn nur wer regelmäßig einen Deload macht, kann auch von einer Overreaching Strategie profitieren. Für viele nicht einfach, doch einen leichtere Phase einzuschieben zeugt von gleicher Disziplin wie der dauerhafte Versuch besser zu werden.

Fehler 4: Irrtümliche Erwartungen

Wer erwartet, dass er innerhalb weniger Wochen gleich mehrere Kilos fettfreie Muskelmasse aufbauen kann, praktisch aus dem Nichts, der ist natürlich auf dem Holzweg. Das kann nicht funktionieren. Wenn du ein weit fortgeschrittener Athlet mit einigen Trainingsjahren auf dem Buckel bist, dann sind ein bis drei Kilo Muskelmasse im Jahr schon ein mehr als beachtliches Ergebnis. Wie soll man mit all den Wunderprogrammen denn dann bitte zehn Kilo Muskelmasse in drei Monaten aufbauen oder noch mehr? Eher unwahrscheinlich. Nein, gar unmöglich. Du solltest also unbedingt darauf achten, auch wirklich realistische Erwartungen mitzubringen.

Fehler 5: Immer in Wettkampfform sein wollen

Das ist ein Problem, das tatsächlich viele Wettkampfsportler haben. Man macht monatelang Diät und beim letztendlichen Wettkampf sieht man fantastisch aus. Der Anblick gefällt einem und soll natürlich so lange wie möglich gehalten werden, am besten das ganze Jahr über. Das zu erreichen, ist in der Theorie vielleicht möglich, in der Praxis aber nicht umsetzbar, denn einerseits wird man sich gesundheitlich keinen Gefallen tun und auf der anderen Seite muss man sich in Sachen Ernährung so einschränken, dass neue Fortschritte praktisch nicht möglich sind. Es mag Sportler geben, die das trotzdem schaffen und unter einen Hut bringen, doch diese sind eher die Ausnahme, nicht die Regel. Erlaube dir also auch hier und da mit dem Gewicht ein wenig nach oben zu gehen. Nicht soweit, dass du vollkommen außer Form gerätst, aber weit genug, um dich wohl zu fühlen und Fortschritte erzielen zu können.


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