5 Lektionen, die das Eisen lehrt!


Ganz klar, das Krafttraining wird das Leben eines jeden Menschen verändern, der sich dazu entscheidet, den Gang ins Studio zu wagen und an seinem Körper zu arbeiten. Die Ernährung muss angepasst werden, damit benötigter Brennstoff und Bausteine bereitgestellt werden und im Training selbst muss man immer wieder über die eigenen Grenzen gehen, damit Erfolge sichtbar werden. Es wird kaum einen Athleten geben, der keine Anpassungen an seinem Lebensstil vornehmen muss, wenn er das Bodybuilding wirklich ernst nimmt. Nur wer bereit ist, sich aufzuopfern und gewisse Dinge zu beachten, wird mit Muskelwachstum belohnt. Eine herausragende Optik ist aber nur eine von vielen positiven Begleiterscheinungen, die der Kampf gegen steigende Gewichte mit sich bringt.

Ohne Frage ist das Krafttraining das wohl effektivste Werkzeug, um dauerhaft an seiner Körperkomposition zu arbeiten. Wer beständig dabei bleibt, wird am Ende auch mit einer herausragenden Optik belohnt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten kann man im Bodybuilding nicht darauf hoffen, dass man alleine durch Talent und eine gute Genetik Erfolge erzielt. Hier zählt das Prinzip des Geben und Nehmen. Man wird genau für den Aufwand belohnt, den man bereit ist, in sein Training zu investieren.

Erfahrungsgemäß profitiert man aber nicht nur optisch davon, dem Training eine hohe Priorität in seinem Alltag zukommen zu lassen. Vielmehr wird es zu einem Lehrer, der einen auf verschiedenste Situationen vorbereitet und der Einfluss auf die gesamte Einstellung zum Leben nehmen kann.

Immer wieder kann beobachtet werden, wie das Training Lektionen für Athleten bereithält, die unterbewusst vermittelt werden.

#1 – Jedes Teil des Puzzles ist wichtig

Der Körper ist mehr als nur die Gesamtzahl seiner einzelnen Teile und Muskelgruppen. Jeder Athlet ist darauf bedacht, das maximale Potenzial seines Körpers zu entfachen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben.

Wenn man das Bodybuilding wettkampforientiert betreibt, kann man nicht nur den Oberkörper auf ein außergewöhnliches Level bringen, während man den Beinen kaum Beachtung schenkt.

Genau so wird man nicht erfolgreich sein, wenn man nur die Muskeln trainiert, die man im Spiegel erkennen kann. Auch die Rückseite des Körpers gehört zu einem ganzheitlichen Athleten.

Schaut man auf Powerlifter, Strongman und Crossfit-Athleten, wird man schnell erkennen, dass alle versuchen, ihre Leistung zu verbessern. Dafür müssen sie einen ganzheitlichen Ansatz wählen und dürfen keinen Teil vernachlässigen.

Ganz egal, zu welcher Kategorie man sich zählt, der Grundtenor ist eindeutig. Jedes einzelne Detail muss beachtet werden, dass am Ende des Tages auch Erfolge zu verzeichnen sind. Damit das Große und Ganze klarer wird, müssen einzelne Zahnräder bewegt werden.

Jedes einzelne Puzzleteil zählt. Im Training und im Alltag.

#2 – Man muss an den Erfolg glauben

Es gibt wohl keinen erfolgreichen Athleten, der einen Meilenstein in der Geschichte des Kraftsport erreicht hat, während er an sich selbst und seinem Potenzial gezweifelt hat. Kein Athlet, der einen neuen persönlichen Rekord aufstellt, hat Zweifel daran, dass er es schaffen kann.

Natürlich machen sich auch diese Sportler Gedanken und reißen Witze über ihren Versuch. Grundsätzlich wird sich aber niemand an einen neuen Rekord wagen, wenn er nicht daran glaubt, es auch schaffen zu können.

Deshalb ist es notwendig, immer an das eigene Potenzial zu glauben, ansonsten wird man das Ziel nie erreichen. Das ist leicht auf das Leben zu übertragen. Wenn man nicht glaubt, dass man qualifiziert genug für eine Beförderung ist, wird der Vorgesetzte es auch nicht machen. Wenn man sich selbst herabstuft und denkt, dass man eine hübsche Frau nicht verdient hat, warum sollte es die Dame dann anders sehen?

Dauerhaft wird man nicht mit Erfolg verwöhnt, nur weil man immer daran glaubt. Trotzdem ist man zum Scheitern verurteilt, wenn man von Anfang an kein Selbstbewusstsein aufbringen kann, um von seinem Potenzial überzeugt zu sein.

#3 – Versagen ist essentiell für den Erfolg

Eine der populärsten Philosophien im Bodybuilding ist es, dass der Muskel nur wächst, wenn er in die für ihn stressigsten und belastendsten Situationen gebracht wird, ohne dabei verletzt zu werden. In einfachen Worten ausgedrückt muss man ihn zum absoluten Versagen bringen.

Egal ob es ein einziger Satz oder mehrere Sätze hintereinander sind. Jeder Trainierende wird irgendwann einmal an diesem Punkt gewesen sein. Anders betrachtet ist Versagen also eine gute Sache, wenn es um das Training mit Gewichten geht.

Der identische Glaubenssatz kann auf das Leben übertragen werden. Niemand lebt ein Leben ohne Rückschläge. Es gibt Menschen, die vordergründig jeden Wettkampf und jedes Spiel zu gewinnen scheinen. Im Hintergrund werden diese Personen aber in anderen Lebensbereichen Niederlagen eingesteckt haben, die sie stärker und reifer gemacht haben.

Eine Tatsache, die man nicht verleugnen kann, ist es, dass das Leben eine Achterbahnfahrt ist und man immer wieder damit konfrontiert wird, aufzustehen, nachdem man niedergeschlagen wurde.

Genau das ist es, was das Eisen lehrt. Kann man im aktuellen Workout die elfte oder zwölfte Wiederholung nicht bewältigen, wird man in der nächsten Woche mit neuer Kraft wahrscheinlich die einstige Grenze überschreiten.

Rückschläge gehören im Training und im Leben dazu.

#4 – Nichts was sich wirklich lohnt, ist einfach zu erreichen

Das Streben nach Außergewöhnlichkeit ist nur so riesig, weil so wenige Menschen es schaffen, diese zu erreichen. Um einen außergewöhnlichen Körper zu entwickeln, bedarf es jahrelanger Arbeit und stahlharter Disziplin. Das Ergebnis ist der Körper, den man sich so lange gewünscht hat.

Entscheidet man sich, dass es nichts Wichtigeres gibt, als 200 Kilogramm auf der Bank zu drücken, steht man unweigerlich für eine lange Zeit vor unzähligen schweißtreibenden Trainingseinheiten und nervenbelastenden Sätzen.

Vergleichbar ist es im Alltag. Jede Sache, die man bestrebt ist zu erreichen, wird unglaublichen Aufwand erfordern. Ob es der Traum vom eigenen Haus, der Sportwagen aus dem Fernsehen oder der Masterabschluss an der Universität ist. Für jedes dieser Ziele muss man hart arbeiten und Zeit investieren.

#5 – Jeder Tag zählt

Kennt jemand einen Hobbysportler, der einen Tag lang auf seine Ernährung achtet, ein gutes Workout im Studio abliefert, danach aus der Tür spaziert und wie der nächste Mr. Olympia aussieht. Oder eine Frau, die einen durchschnittlichen Lauf absolviert hat und danach direkt einen Marathon gewinnt? Wahrscheinlich nicht.

Beständigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg – im Training und im Leben gleichermaßen. Das beweisen die Gewichte jedes Mal, wenn ein Athlet versucht, sie zu bewegen. Wenn man das erste Mal 250 Kilogramm beugt, ein Jahr pausiert und das identische Gewicht wieder auf die Stange lädt, was wird wohl passieren?

Spoiler Alarm: Man wird unter der Stange zusammenbrechen.

Aus diesem Grund muss man jeden Tag sein Bestes geben. Möchte man seinen Bachelorabschluss haben, zählt jeder Tag. Gleiches gilt für jedes andere Ziel, das man sich im Leben setzt.

Insgesamt wird das Krafttraining natürlich verwendet, um leistungsfähiger zu sein und die eigene Optik positiv zu beeinflussen. Als Nebenprodukt erhält man durch das kontinuierliche Training aber Lehren, die weitaus größere Bereiche betreffen, als nur die körperliche Entwicklung. So gewinnt man unabhängig vom Adoniskörper auch Disziplin, Motivation und Belastbarkeit, um nur einige positive Begleiterscheinungen zu nennen.


Quelle: muscleandstrength.com/articles/8-life-lessons-learned-underneath-iron

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