7 Fehler, die dich deinen Trainingserfolg kosten können


Wenn wir uns im Gym den Hintern aufreißen, dann in erster Linie wohl aus dem Grund, dass wir den bestmöglichen Erfolg haben möchten, richtig? Umso schlimmer ist es, dass wir uns oftmals oder sogar meistens selbst blockieren. Wir stehen uns selbst im Wege und wundern uns dann, warum wir nicht nach vorne kommen. Teste dich selbst. Welche dieser Fehler kennst du? Was kannst du an dir selbst beobachten?

Fehler 1: Du machst Krafttraining, um Kalorien zu verbrennen

Diesen Fehler sieht man ganz häufig. Natürlich gerade jetzt, wenn es langsam aber sicher wieder in Richtung Sommer Diät geht. Jeder von uns weiß, dass man für einen ordentlichen Fettabbau ein Kaloriendefizit benötigt. Man muss mehr Kalorien verbrennen, als man über die Ernährung aufnimmt. Bedeutet in diesem Fall: entweder wir essen weniger oder wir trainieren mehr oder beides. So beginnt man dann ganz plötzlich mit mehr Sätzen, mehr Trainingstagen und dem Integrieren von Intensitätstechniken wie Supersätze und Drop-Sets zu arbeiten. All diese Dinge haben auch ihren Wert und ihre Berechtigung. Nicht jedoch, wenn man gleichzeitig die Kalorien kürzt, denn ein Kaloriendefizit ist gleichzeitig auch ein Regenerationsdefizit. Mehr Training verschlimmert die Sache nur noch unnötig. Mit der steigenden Gefahr, Leistung im Training einzubüßen. Das wiederum kann zu verstärktem Muskelabbau führen. Daher sollte man sich unbedingt eine Sache merken: Krafttraining ist nicht zum Steigern des Kalorienverbrauchs da! Krafttraining ist einzig und alleine dafür gedacht, einen Trainingsreiz zu setzen. Punkt.

Fehler 2: Du gehst zu stark ins Detail

Wenn du dir Gedanken darüber machst, ob deine Bank beim Schrägbankdrücken 30° oder doch lieber nur 15° Neigung haben sollte, um die oberen Fasern der Brustmuskeln zu erreichen oder ob Hammer Curls besser sitzend oder stehend ausgeführt werden sollten, dann gehörst du exakt zu der Gruppe, die diesen Fehler gerne und häufig machen. Vergiss all das! Konzentriere dich in erster Linie darauf, in den Grundübungen stärker zu werden. Davon hast du deutlich mehr als bei Unzulänglichkeiten auch noch ins Mikromanagement zu gehen.

Fehler 3: Du machst dir Gedanken über Schwachstellentraining

Insbesondere am Anfang der Trainingskarriere sollte man sich besser auf die Grundlagen konzentrieren.

Die meisten Sportler, die sich Gedanken über Schwachstellentraining machen, sind in der Regel diejenigen, die es gar nicht nötig hätten. Für den überragenden Großteil der Fitness Sportler wäre es mehr als ausreichend, sich zunächst auf die großen Grundübungen zu konzentrieren, denn ganz ehrlich: wer mit Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Schulterdrücken und Chin Ups nicht in der Lage ist, Muskelmasse aufzubauen, der braucht keine Energie zu verschwenden, seinen „Bizeps Peak“ zu optimieren.

Fehler 4: Du verbringst mehr Zeit mit der Supplement Recherche als mit deiner Trainingsplanung

Supplements sind eine tolle Sache und es gibt definitiv auch viele Nahrungsergänzungsmittel, die für den Fitness Sportler nützlich sind. Aber sie sind immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – immer. Wer seine Ernährung nicht im Griff hat und es nicht schafft, im Training alles aus sich herauszuholen und sich dort regelmäßig zu steigern, der muss kein Spezialist in der Wirkungsweise einzelner Extrakte sein. Man sollte stattdessen einfach ins Gym gehen und sich für produktive Trainingsfortschritte den Allerwertesten aufreißen.

Fehler 5: Du überwachst deine Fortschritte nicht

So schön ein autoreguliertes Training auch klingen mag. Für eine Person, die nicht schon sehr weit fortgeschritten ist, macht es absolut keinen Sinn. Vor allem für solche Athleten wäre es viel wichtiger, die Trainingsfortschritte zu tracken. „Beat your Log Book“. So hat es Dante Trudel bei seinem DoggCrapp Trainingssystem beschrieben. Ob dieses Training nun das beste Training aller Zeiten ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist aber: wer sich an die Vorgaben hält, der wird unglaublich gute Erfolge erzielen können. Beim DoggCrapp geht es nämlich einzig und alleine um Progression. Besser zu werden, stärker zu werden neue Reize zu setzen. Wenn du dein Training aber nicht protokollierst, wirst du nie wissen, ob und wie du stärker geworden bist.

Fehler 6: Du missachtest die Pareto Regel

Die Pareto Regel besagt, dass man 80 Prozent des Erfolgs mit 20 Prozent Aufwand erreichen kann. Für die letzten 20 Prozent zusätzlichen Erfolg werden dann entsprechend 80 Prozent des Aufwands nötig. Hier musst du dir die Frage stellen, ob sich das lohnt. Gehen wir von einem weit fortgeschrittenen Athleten aus. Schafft man es in diesem Stadium, noch ein bis zwei Kilo solide Muskelmasse pro Jahr aufzubauen, ist man sicherlich gut am Start. Wie viel sind dir 200 bis 400 Gramm Muskelmasse pro Jahr wert?Willst du das Vierfache an Aufwand investieren, um nur ein Fünftel mehr Erfolg zu haben? Bei den meisten macht das nur wenig Sinn.

Fehler 7: Du arbeitest mit zu viel „Junk Volumen“

Dieser Fehler lässt sich ganz einfach aus Fehler 6 ableiten. Wenn mehr besser ist, ist dann noch mehr noch besser? In den meisten Fällen ist das nicht so. Ab einem gewissen Trainingsvolumen ist jeder weitere Satz nur noch minimal effektiver, die Regenerationsdauer erhöht sich aber drastisch. Das ist ein ganzer Haufen „Junk Volumen“, das am Ende des Tages nicht wirklich dazu beiträgt besser zu werden, sondern dich eher von genau diesem Ziel abhält und die Fortschritte verlangsamt.

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