Die 10 Gebote der unglaublich Starken!


Zunächst solltest du folgendes wissen:

  1. Du musst schon etwas verrückt sein, um Rekorde aufzustellen, welche niemand für möglich gehalten hätte. Außerdem musst du Verletzungen in Kauf nehmen und trotzdem weitermachen.
  2. Um auch unglaublich stark zu werden musst du jegliche Selbstzweifel über Bord werfen und körperlichen Schmerz ertragen. Du musst das machen, was niemand sonst tun würde.
  3. Verletzungen sind nichts als Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg.
  4. Auch dein Ernährungsplan muss mit deinem Ziel übereinstimmen. Das erfordert neben Unmengen an Nahrungsmitteln auch akribische Planung und vor allem die kontinuierliche Durchsetzung.
  5. Es gibt keine Gründe nicht stärker zu werden, nur Ausreden.

Die 10 Gebote oder Regeln wurden nicht einfach ausgedacht, sondern sind das Ergebnis der jahrelangen Erfahrung der Powerliftng Legende Matt Kroc, welcher sich mittlerweile dazu entschlossen hat als Frau unter dem Namen Janae Kroc zu leben. Zu seiner aktiven Zeit galt der Powerlifter als einer der Stärksten seiner Klasse und ist auch für seine Disziplin und den eisernen Willen bekannt, welcher ihm zu unglaublichen Leistungen im Kraftsport verholfen hat.

Die folgenden Punkte sind aus Sicht des zuvor benannten Powerlifters geschrieben:

1 – Du musst trotz Schmerz und Unbehagen stets trainieren

Um unglaublich stark zu werden bedarf es nicht nur der körperlichen, sondern vor allem auch der mentalen Stärke. Sich einer schweren Hantel zu stellen kann beängstigend sein und wenn dein Geist deshalb einknickt wie ein billiger Gartenstuhl, wird es dir umso schwerer fallen, die hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Du musst Angst, Zweifel und Schmerz überwinden und dich mental über deine Grenzen hinaus bewegen. Deine Einstellung bestimmt deine Fähigkeit Hürden zu überwinden und ist somit essentiell für jeden, der einmal zu den Stärksten gehören möchte.

Auch ich habe mir 2007 nur eine Woche vor den WPO Championships bei den Arnold Classics meine Trizepssehne beim schweren Bankdrücken verletzt. Die einige Zeit später auftretenden Blutergüsse färbten meinen Arm grün und blau und bestätigten somit meine Verletzung. Da es sich allerdings nicht um einen kompletten Muskelabriss handelte, war mir klar, dass ich nun eine Woche vor dem größten Event des Jahres keinen Rückzieher machen würde. Auch dort würde ich am Bankdrücken teilnehmen, egal ab mein Trizeps hält oder nicht. Und in der Tat hat mein Muskel trotz stärker gewordener Verletzung alle drei Durchgänge überstanden, sodass ich sowohl bei Einzel- und Gesamtleistung einen persönlichen Rekord aufstellen konnte.

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2 – Strebe konsequent nach Verbesserungen

Jedes Mal wenn du einen Fuß ins Gym setzt, sollte es dein Ziel sein, deine vergangenen Trainings in irgendeiner Art und Weise zu toppen. Zwar wird dir nicht bei jedem Workout eine Verbesserung gelingen, aber das sollte dich nicht von dem Versuch abhalten. Selbst wenn es sich nur um eine zusätzliche Wiederholung im letzten Satz handelt, ist es doch eine Verbesserung. Auch die Summe vieler kleiner Schritte führt irgendwann zu einem großen Ziel.


3 – Esse als wäre es dein Job

Je weiter eurer Trainingsstand ist, desto wichtiger wird es, die richtigen Lebensmittel in den passenden Mengen zu sich zu nehmen. Der Ernährungsplan bildet einen wichtigen Schlüssel, um deine Ziele im Kraftsport zu erreichen. Vor allem wenn du neue Rekorde beim Bankdrücken oder Kniebeugen aufstellen möchte, solltest du besonderen Wert auf deine Ernährung legen und ein paar Kilo Körpergewicht aufbauen.

Obwohl sich viele Sportler beschweren einfach nicht zunehmen zu können, gibt es das einfach Grundprinzip: Esse mehr Kalorien als du verbrauchst und dein Körpergewicht wird steigen. Dieses Gesetz gilt für alle Stoffwechseltypen und Gewichtsklassen gleichermaßen, sodass Ausreden einfach sinnlos sind. Kontinuität bedeutet, dass ihr euch jeden Tag von morgens bis abends an euren Plan halten müsst, um eure Ziele zu erreichen.

Bei meiner Zeit bei den Marines habe ich aufgrund der körperlichen Aktivität und dem Kantinenessen einfach kein Gewicht zugelegt. In den Wintermonaten habe ich dann aufgebaut, nur um es im Sommer bei den anstrengenderen Outdoor Trainings wieder zu verlieren. So schaffte ich es einen Winter die 96kg zu knacken, nur um wenige Monate später wieder auf 86kg zu sein. Um diesem Umstand ein Ende zu bereiten investierte ich mein schmales Budget in Unmengen an Magermilch, von welcher ich täglich rund 12 Liter zu mir nahm. Mein Plan ging auf und so konnte ich trotz Militär die 100kg Körpergewicht durchbrechen.


4 – Du musst trotz Verletzungen trainieren wollen!

Je stärker du wirst, desto schwerer werden auch die Gewichte im Training und somit steigt die Gefahr ersthafter Verletzungen. Die besten der Besten nehmen dies in Kauf und sind gewiss, dass Verletzungen kommen werden, doch die Frage ist wie du mit diesen umgehst. Die gesteigerte Verletzungsgefahr liegt einfach daran, dass deine Muskeln sich schneller an das schwere Gewicht anpassen können, als beispielsweise Bänder, Sehnen und Gelenke. Außerdem muss deine Technik bei derart hohen Gewichten ausgereift sein, um dein volles Potential ausschöpfen zu können.

Es ist ganz entscheidend, wie man sich von Verletzungen erholt, denn viele verlieren nach so einem Ereignis die Motivation und hören einfach auf. Stattdessen solltest du Verletzungen einfach als Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg betrachten und immer erfolgreich zurückkehren. Es gibt einen Powerlifter, welcher sich beide Patellasehnen gerissen hat und dem die Ärtze sagten, dass er froh sein könne, wenn er je wieder in der Lage wäre normal zu laufen. Ihn selbst beeindruckte das nicht und so schaffte er sein Comeback und beugte wieder über 500kg. Ein weiterer meiner Freunde hat einen Metallstab in der Wirbelsäule und schaffte es einige Zeit nach seiner Operation einen persönlichen Rekord aufzustellen, indem er mehr als 400kg beugte.

Erfolgreich mit Verletzungen umzugehen ist weniger eine körperliche, sondern vielmehr eine mentale Angelegenheit. Die Frage ist nicht ob man ein Comeback schafft, sondern nur wie lange es dauern wird und was man aus der Verletzung gelernt hat. Ich weiß wovon ich spreche, denn im Jahr 2008 habe ich mich selbst beim Kniebeugen verletzt. Für die Hartgesottenen unter euch gibt es hier das Video:

Da ich nicht laufen konnte sprach die Powerlifting Szene bereits von meinen Karriereende und ich werde nie vergessen, was einer der berühmten „Tastatur-Cowboys“ schrieb: „Stecht ihn ab, denn er ist fertig!“. Zweifle nie an deiner Fähigkeit stärker zurückzukommen als zuvor, denn diese Kommentare haben mich nur noch mehr angespornt. Seit der Verletzung im Januar 2008 arbeitete ich mich von der leeren Hantel bis zu einem neuen persönlichen Rekord im Juli des selben Jahres hoch. Dort beugte ich dann 460kg und konnte alle Gerüchte zerschlagen!


5 – Sei bereit das zu tun, was kein anderer tun möchte!

Wenn du das machst wie alle anderen, dann wirst du auch genau so sein wie alle anderen. Wer außergewöhnliches vollbringen möchte, muss tun was niemand anderes macht. Gehe über die Grenzen normaler Sportler hinaus und opfere Kleinigkeiten für ein viel größeres Ziel. Aber dieser Weg ist nicht für jeden geeignet! Wenn du dich aber für diesen harten Weg voller Schmerz und Opfer entschieden hast, bekommst du die Chance zu den Besten zu gehören. Im Laufe der Jahre hatte auch ich einige Hürden zu überwinden, um regelmäßig trainieren zu können. So habe ich zu meiner Zeit bei den Marines die Wachen bedroht, damit diese mich nachts ins Gym ließen, wo ich dann ohne Licht komplett allein trainierte. Auch als Student brach ich regelmäßig außerhalb der Öffnungszeiten ins Studio ein oder kletterte durchs Fenster, um trainieren zu können.

Die größte Herausforderung war jedoch 2002 in Vorbereitung auf die Nationalmeisterschaften, da ich nach Abschluss meines Pharmaziestudiums viele Prüfungen und Scheine erwerben musste. Ich reiste quer durchs Land und zudem brachte meine Frau unser drittes Kind zur Welt. Trotzdem schaffte ich es mein Training so zu organisieren, dass die anderen Bereiche meines Lebens nicht zu kurz kommen. Ich war einer der Besten meines Jahrgangs, kümmerte mich um meine Familie und erreichte meine sportlichen Ziele. Die notwenigen Abstriche habe ich einfach in anderen, weniger wichtigeren Lebensbereichen gemacht. Bei den Nationals stellte ich schließlich drei persönliche Rekorde auf, was auch dir zeigen sollte, dass Erfolg immer möglich ist, wenn man macht was notwendig ist.


6 – Zahlen bedeuten rein gar nichts!

Lange unmöglich gehaltene Leistungen wie die 4 Minuten Meile oder 500kg Kreuzheben werden früher oder später von irgendjemandem gebrochen werden und sollten daher keine Grenze für deine Ziele sein. Bei diesem Werten handelt es sich mehr um psychologische als um physiologische Grenzen, die es zu überwinden gilt. Du musst einfach einen Weg finden um diese mentalen Hürden zu bewältigen. Aber wie soll das gehen?

Umgebe dich mit Sportlern die stärker sind als du und besuche Wettkämpfe, bei welchen du die Besten deines Sports bewundern kannst. Da wirst du erkennen, dass diese „unmöglichen“ Leistungen sehr wohl möglich sind und die Grenze, die du in deinem Kopf hast, keine körperliche Grenze ist. Strebe stets danach bestehende Limits zu brechen!

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7 – Konzentriere dich auf Gewichte, die deinen Fähigkeiten entsprechen

Weit entfernte Gewichte werden dir irgendwann ganz leicht fallen. Der Trick ist zu erkennen, dass viele kleine Verbesserungen auch zu diesem so fern geglaubten Ziel führen werden. Das schaffst du nur mit Geduld und kontinuierlicher, harter Arbeit. Kleine tägliche Siege werden dich in der Zukunft garantiert ans Ziel bringen.


8 – Leidenschaft!

Um wirklich unglaublich stark zu werden, musst du jahrelang extrem hart arbeiten und unglaubliche Schmerzen ertragen können. Wenn du nicht mit dem Gedanken noch stärker zu werden ins Bett gehst und mit dem selben wieder aufwachst, solltest du dir lieber einen anderen Sport aussuchen. Ein derart hohes Level zu erreichen und auch halten zu können, ist halbherzig nicht möglich. Der Schlüssel lautet Leidenschaft, denn wenn du diese für unseren Sport empfindest, wird ein erreichtest Ziel viel mehr Wert sein als der Schmerz und die Zeit, welche investiert worden ist.


9 – Es gibt keinen Grund nicht noch stärker zu werden

Die Gründe nicht stärker zu werden nenne sich Ausreden. Kein Geld, schlechte Genetik, keine Zeit oder Stress im Job sind nur einige dieser Beispiele. Wenn du diese Tatsache akzeptierst, dann bist du deinem Ziel schon viel näher als du glaubst. Übernimm Verantwortung für dein Handeln und obwohl dies in einigen Fällen nicht stimmen muss, wird es dich Kontrolle lehren. Es kann einfach nicht oft genug betont werden, wie wichtig es ist, persönliche Erfolge zu erzielen.


10 – Du musst zumindest ein wenig verrückt sein

Das Ziel extrem stark zu werden, können „Normalos“ oder sogar dein enges Umfeld nicht verstehen und es wird dich in der Regel auch nicht reich oder berühmt machen. Du wirst mit Verletzungen, Vorurteilen und Ausgrenzung zutun haben und dazu noch viele Opfer bringen müssen. Wenn du allerdings ein bisschen verrückt bist, wirst du dich auf diesen Weg begeben und sowohl Körper als auch Geist im Laufe der Jahre kräftigen. Du wirst mehr über dich selbst lernen, als du je gedacht hättest. Obwohl ich im Rahmen meiner sportlichen Laufbahn viele vermeintlich verrückte Sachen getan habe, ist dies die „wahnsinnigste“:

Ein Beispiel des Wahnsinns

Im College habe ich Beine trainiert und ging nach dem Beugen zum Beinstrecker. Dann fühlte ich einen enormen Druck an meiner Schädelrückseite und hört kurz darauf nur ein „plopp“. Es fühlte sich an als würde kaltes Wasser direkt über mein Gehirn laufen. Nur Sekunden später fühlte ich den wohl mit Abstand übelsten Schmerz meines Lebens, sodass ich nicht mehr denken konnte. Ich teilte meinem Trainingspartner mit, dass mein Training vorbei war und erklärte kurz was passiert ist. Daraufhin ging ich nach Hause und überlegte welche Optionen ich hatte… dann bin ich einfach zur Arbeit gegangen.

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Wenige Tage später war ich wieder im Gym und der Schmerz war verschwunden. Ich tat alles dafür, dass dieses mehr als unangenehme Gefühl nicht wieder auftauchen würde und verstand mittlerweile was passiert war. Ich strengte mich so stark an, dass einige Blutgefäße im Schädel platzten und Druck ausübten. Aber warum bin ich nicht einfach ins Krankenhaus gefahren? Kurz gesagt war mir klar, dass ich nicht sterben würde und mir das Krankenhaus so kaum helfen könnte.

Die etwas ausführlicher Antwort lautet allerdings, dass ich ein bisschen verrückt bin. Ich schätze Risiken einfach ganz anders ein als die meisten Menschen und so brachte mich selbst solch ein Vorfall kaum aus dem Konzept. Dadurch gehe ich meist bedrohlich nah an die Grenzen des Machbaren und da ich das Leben liebe und nicht vorhabe bald zu sterben, habe ich auch keine Angst vor solchen Situationen. Die Stimme in meinen Kopf bremst mich nicht, sondern bringt mich stets an Limit. je näher ich dem Tod bin, desto lebendiger fühle ich mich.

Immer dicht an der Grenze

Aufhören gibt es in meinem Wortschatz nicht und ich schäme mich für Zeiten, in welchen ich nicht mein absolutes Maximum gegeben habe. Selbst 25 Jahre später ärgert mich das noch. Dadurch bin ich zwar oft unnötige Risiken eingegangen, konnte aber auch alle meine persönlichen Ziele erreichen. Meiner Meinung nach ist das Leben nicht lebenswert, wenn man nicht an den Grenzen kratzt.


An dieser Stelle betonen wir nochmals, dass es sich bei diesen „Regeln“ um die persönliche Meinung von Powerlifter Matt Kroc handelt und dies auf gar keinen Fall ein Leitfaden für euer nächstes Training sein soll. Jeder muss selbst entscheiden, wie weit er für ein gewisses Ziel gehen möchte. Man sollte sich dies nur im Vorfeld überlegen und die Risiken in Ruhe abwägen.


Quelle: https://www.t-nation.com/training/10-rules-of-the-insanely-strong?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=article3805

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