Die Wissenschaft hinter der ultimativen Workout Playlist


Nach dem Analysieren und Auswerten von insgesamt 6,7 mio Workout Playlists hat das Forschungsteam bei Spotify eine penibel ausgearbeitete Playlist mit dem Namen „Ultimate Workout Playlist“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um eine zufällige Sammlung von  Lieblingssongs der Spotify-Mitarbeiter aus den untersuchten Playlists, sondern um ein ausgeklügeltes System, welches nun von Spotify preisgegeben wurde.


Eine der Säulen auf die sich Spotify bei der Erstellung der Playlist stützte, ist die Arbeit von Dr. Karageorghis. Dr. Karageorghis, Konrektor bei der School of Sport and Education an der Brunel University in London, hat ein einzigartiges Modell mit bestimmten Parametern entwickelt, welches aufzeigen kann, welche Art von Musik dein Training wie beeinflusst. Zu den Parametern zählen unter anderem die Beliebtheit eines Songs, die Beats per Minute (BPM), Zuhörerwahrnehmung, Rhythmus und Lyrics. Die Daten – gemeinsam mit Ergebnissen aus experimentellen Untersuchungsmethoden wie zum Beispiel der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI), welche Hirnaktivität trackt – würden Ergebnisse produzieren, welche eindeutige Auswirkungen auf die Auswahl von übereinstimmender Musik und Training haben. 

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Bevor es diese Art der Untersuchung der Wirksamkeit von Musik auf Training gab, wurde landläufig davon ausgegangen, dass mit Anstieg der Herzfrequenz auch das Tempo eines Songs, also die BPM Zahl, ansteigen sollte. Karageorghis Studien fanden allerdings heraus, dass ein Optimum an BPM für Musik existiert, welches zwischen 120 und 140 BPM liegt und deutlich besser für Motivation während des Workouts erscheint.

„An dem Punkt, wo dein Körper bereit ist „Stopp“ zu sagen, sollte die Musik die nötige Power mitbringen, um deine Stimmung anzuheben“, so der Forscher.

Laut Spotifys Statistiken ist Macklemores „Can’t Hold Us“ der meistgehörte Song durchweg in fast allen Workout Playlists. Demnach wäre der Song mit 147 BPM ein richtiger Motivationsbringer. Hingegen seien Lieder wie bspw. Daft Punks „Get Lucky“ mit 116 BPM eher für ein Warm Up oder Cool Down geeignet.

Die Playlist findet ihr hier. Vorsicht: Nichts für Leute, die kein Zeug hören, was in den Charts läuft. ;-)

4 comments

  1. kasalla

    Zitat:

    Vorsicht: Nichts für Leute, die kein Zeug hören, was in den Charts läuft

    und dann geht die Playlist mit Katy Perry los, gefolgt von get lucky :-D

    Gesendet am 10. Juni 2015
  2. Ali

    Alther, was ein scheiß, auf der Musik würd ich keine zehner Kurzhantel hochkriegen ohne zulachen. xD hab nichts gegen so eine Musik aber außer vllt beim Laufen hat das für mich keinen Sinn. Da bleib ich eher bei Rise Against, Skillet Papa Roach ‚& co. Oder Instrumental von Two Steps from hell oder so.

    Gesendet am 13. Juni 2015
    • Seb

      Two Steps from Hell, kannte ich noch nicht, sau geil danke :D

      Gesendet am 21. Juli 2015
  3. www.GETBIGNOW.de

    Alter jetzt mal im Ernst: Genau diese Art erwähnter Lieder im Artikel ist der Hauptgrund weshalb ich meine eigene Musik mit ins Studio nehme & nicht den dort aus den Boxen trällernden Chart-Klängen lausche.
    Son Zeug demotiviert mich eher, als dass es mich pusht :D

    Jegliche Mukke aus Motivations-Videos läuft bei mir im Player ;)

    Gesendet am 13. Juni 2015

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