Warum man „zwischen den Extremen“ trainieren sollte


„Die Wahrheit liegt letzten Endes wohl irgendwo in der Mitte.“ – Jeder von uns wird schon einmal Sätze dieser Art gehört haben, denn unter dem Strich lassen sie sich in den meisten Fällen auf jegliche Situationen unseres Lebens anwenden. In puncto Ernährung sollte man sich beispielsweise weder ausschließlich von Junk Food ernähren noch gänzlich auf alle nicht ganz so sauberen Leckereien verzichten. Auch hinsichtlich des Trainings gibt es logischerweise zahlreiche unterschiedliche Ansätze, die gerne einmal zur Übertreibung neigen. Warum es aber wohl grundsätzlich am besten ist, zwischen den Extremen zu trainieren und welche Extreme überhaupt gemeint sind, erfahrt in diesem Beitrag!

Erstes Extrem – Man sollte sich in jedem Training komplett verausgaben

Dieser Ansatz ist nicht wirklich clever. Die Idee, dass „wenn etwas gut ist, mehr besser sein muss“ ist unter ambitionierten Kraftsportlern weit verbreitet. Viele Trainierende denken, sie müssten sich jeden Tag komplett verausgaben. Es ist wohl in der Tat so, dass die meisten Menschen vor allem zu Beginn ihrer Trainingskarriere eine Phase durchlaufen, in der sie jedes Workout durchziehen als wäre es ihr letztes und sich keine Auszeit gönnen. Die Angst, den Fortschritt zunichte zu machen, ist schlichtweg zu groß.

Nahezu jeder, der etwas länger trainiert, wird sich hier wiedererkennen und man kann sogar sagen, dass dieser Zeitraum der Übertreibung in Bezug auf die Entwicklung der richtigen Arbeitsmoral gar nicht so schlecht ist. Früher oder später wird man aber realisieren – sei es durch Verletzungen, Übertraining oder den Rat eines noch erfahreneren Athleten – dass man nicht dauerhaft mit durchgedrücktem Gaspedal fahren kann, da sich ansonsten kein Fortschritt mehr bemerkbar macht.

Wenn man also ab und an sehr beschäftigt oder gestresst ist, kann eine Pause oder ein Schritt zurück Gold wert sein, um den Kraft- und Muskelaufbau weiter voranzutreiben!

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Zweites Extrem – Nach dem Training sollte man sich besser fühlen als davor

„Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte“ ist ein Satz, der sich auch auf das Training anwenden lässt.

Diese Ansicht kam eventuell auf, um die Idee, die Effektivität eines Trainings danach zu beurteilen, wie nah man dem Tod gekommen ist, mehr oder weniger zu bekämpfen. Verständlich ist das Ganze ja zumindest etwas, aber letztlich handelt es sich dabei schlichtweg um das gegenteilige Extrem.

Solange man nicht nur ein wenig dehnt und Übungen mit der Blackroll macht, wird man das Fitnessstudio aller Voraussicht nach nicht frischer verlassen als zum Zeitpunkt des Hereinkommens. Wenn das doch der Fall sein sollte, dann solltest du dir überlegen, ob ein härteres Training nicht angebracht wäre. Wir haben es noch immer mit einem Gym und nicht mit einem Spa zu tun, wo entspannende Musik läuft und man dich mit heißen Steinen massiert.

Die Reaktion gegen Trainingsverrückte, die sich in regelmäßigen Abständen fast schon umbringen wollen, ist durchaus verständlich, doch hart trainieren und sich selbst antreiben muss man dennoch – solange man nicht mit durchschnittlichen Ergebnissen zufrieden ist. Ein gutes Workout sollte dich jedenfalls temporär körperlich mitnehmen, aber auf keinen Fall tagelang außer Gefecht setzen.


Auch in Bezug auf das Training liegt „die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte“. Es ist demnach am besten, dass man mittel- oder langfristig ein gewisses Gefühl für seinen eigenen Körper entwickelt, um abschätzen zu können, wie weit man in einem Workout mindestens gehen muss und maximal gehen kann, ohne dabei die Fortschritte zu behindern!


Quelle: t-nation.com/training/tip-train-between-extremes

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