Überzüge am Kabelzug für massiveren Rücken


Vor allem im Bodybuilding gilt die gleichmäßige Ausprägung einzelner Körperpartien als essentiell, um auf der Bühne oder im Alltag ein gleichermaßen beeindruckendes und harmonisches Gesamtbild präsentieren zu können. Doch auch vom Standpunkt der Gesundheit aus betrachtet macht es durchaus Sinn, für eine ausgeglichene Entwicklung der Muskulatur zu sorgen, denn unter anderem in Bezug auf die Verletzungsprävention sollte man muskuläre Dysbalancen dringlichst vermeiden. Im folgenden Artikel stellen wir euch die Abwandlung einer Übung vor, mit der ihr insbesondere die oft vernachlässigte Rückenpartie besser ansprecht als bisher!

Überzüge mit der Kurzhantel sind seit Ewigkeiten fest in Trainingsplänen von Old School Bodybuildern verankert und ihre Effektivität soll auch nicht zur Debatte stehen. Es geht in diesem Beitrag nämlich weniger um die Übung an sich, sondern um das verwendete Equipment, sprich die Kurzhantel.

Viele Trainierende greifen zumindest teilweise auf Überzüge zurück, um den Latissimus zu trainieren, doch setzt man bei dieser Übung auf eine Kurzhantel, wird ausschließlich die obere Hälfte der Lats trainiert und das auch nur über maximal 40 Prozent des Bewegungsablaufs.

Sobald man das Gewicht sozusagen von hinter dem Kopf über die Grenze der Augen bewegt hat, übernimmt die Schwerkraft die Arbeit und dann bewältigen vor allem Schulter, Brust und Trizeps den Großteil der Last. Abgesehen davon ist es nicht gerade einfach, den Rücken gezielt zu kontrahieren und die Schulterblätter zu fixieren, wenn man direkt darauf liegt.

Selbstverständlich ist dies für die Entwicklung der Rückenmuskulatur nicht gerade vorteilhaft und um das beste aus der eher ungünstigen Situation zu machen, kann man für die Überzüge auch ganz einfach einen herkömmlichen Kabelzug verwenden, an dem von unten und vor der Kopfauflage einer Bank ein Seil oder eine Stange befestigt wird.

Lege dich daraufhin auf die positionierte Bank, als würdest du konventionelle Überzüge ausführen, nur greifst du eben das Seil oder die Stange, anstatt wie gewohnt die Kurzhantel.

Da der Widerstand nun dauerhaft deine Arme überkopf und in Richtung des Kabelzugs zieht, lässt sich der Rücken deutlich besser anspannen. Das Bewegungsmuster wurde quasi für die Entwicklung der Lats optimiert, da man durch den Kabelzug die eigentliche Wirkung der Schwerkraft, die ab einem gewissen Punkt der Bewegung eintritt und den Fokus mitunter auf die Brust legt, aushebelt beziehungsweise einfach für seine spezifischen Zwecke umleitet. Um den größten Vorteil aus dieser Übungsabwandlung zu ziehen, empfiehlt sich die Verwendung einer Negativbank.

Wer mit Überzügen primär den Rücken trainieren möchte, aber für gewöhnlich bei der Variante mit der Kurzhantel eher die Brust spürt, der sollte in jedem Fall die Abwandlung am Kabelzug zumindest einmal getestet haben. Man profitiert dabei nicht nur von einer für die Lats optimierten „Umleitung der Schwerkraft“, sondern auch von einer konstanteren Spannung auf der Zielmuskulatur!


Quelle: t-nation.com/training/tip-build-better-lats-with-cables




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